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Jakobuswege im Rheinland


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Unser Jakobusweg

Matthias Wallfahrt nach Trier

 


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Auf Sanct Jacobs Straßen .... von Wuppertal-Beyenburg nach Aachen

Bis in die heutige Zeit hat die Pilgerfahrt zum Grab des Apostels Jakobus d. Älteren in Santiago de Compostela im Rheinland tiefe Spuren hinterlassen. Diese gilt es als Kulturgut hohen Wertes auszuweisen und für die Nachwelt zu sichern.
Der Landschaftsverband Rheinland hat in Wahrnehmung seiner regionalen kulturellen Aufgabenstellung, in Zusammenarbeit mit der Deutschen St.Jakobus-Gesellschaft und den beteiligten Städten und Kreisen,für das Jahr 1999 ein entsprechendes Projekt auf den Weg gebracht.

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+ + +   p r o j e k t b e s c h r e i b u n g

Das Projekt "Sicherung und Kennzeichnung der Jakobswege im Rheinland" hat die Aufgabe , die Wege der Jakobspilger zu kennzeichnen und damit wieder sichtbar zu machen. Im Wesentlichen handelt es sich bei dem mehrjährigen Projekt um zwei wichtige Routen : Niederrhein - Köln Aachen und von der westfälischen Grenze bis zum Anschluß an die schon gekennzeichneten Wege der wallonischen Jakobsfreunde (Aachener Wald).
Für den 1. Jakobusweg von Wuppertal-Beyenburg über Remscheid-Lennep - Wermelskirchen - Altenberg
http://www.altenberger-dom.de - Burscheid - Leverkusen - durch Dünnwald und Mülheim über die Hohenzollembrücke bis zum Kölner Dom - nun folgt man der Aachener Straße, biegt über die Brucknerstraße an Christi Auferstehung zum Rautenstrauchkanal ab und führt weiter durch den Grüngürtel, entlang des Alten Militärrings über die Belvederestraße und den Weg Auf der Aspel nach Widdersdorf. Die dortige Kirche ist dem heiligen Jakobus geweiht und beherbergt eine Stele, die den Apostel zeigt, eine wichtige Station für alle Pilger. Von Widdersdorf aus führt der Weg entlang des Randkanals weiter nach Brauweiler. Dort befindet sich im Kloster St. Nikolaus die nächste Jakobus-Stele - Brauweiler - Düren - Langerwehe - Kornelimünster - Aachen.
Für den 2. Jakobusweg von Köln/Bonn - Start am Kölner
Dom aus über die Luxemburger und Berrenrather Straße in Richtung Brühl - Euskirchen - (von Bonn über Rheinbach) - Bad Münstereifel - Blankenheim - Kronenburg - Prüm - Waxweiler - Mettendorf - Echternach - Welschbillig - Trier und weiter bis Vezelay (hier der Abzweig nach Le Puy über Cluny - Taize) oder über die Via Lemovicensis nach St. Jean-Pied-de-Port auf den Camino.
Ab Juni 1999 werden entlang dieser historisch gesicherten Wegstrecke (Römerstraße - Heer- und Handelsstraße Pilgerweg - Königsweg) an Orten mit nachweisbar lokalem Bezug zum Jakobsweg 24 Metall - Stelen in Form eines Lesepultes mit Hinweistexten aufgestellt.
Unter Einbindung der Städte und Kreise erfolgt die jeweilige Aufstellung der Stelen. Begleitende Veranstaltungen Ausstellungen und eine schriftliche Dokumentation sollen das Auftaktjahr abrunden.

Zeitgleich erfolgt die Kennzeichnung der heute nutzbaren Wege durch das Muschelsymbol des Europarates (gelb/blau).
Waxweiler-Prüm-Neuerburg-Bollendorf: Pilger auf dem Jakobusweg zwischen Köln und Trier müssen sich nicht länger verirren. Die traditionsreiche Pilgerstrecke, die von Kronenburg über Prüm und Waxweiler, Neuerburg und Bollendorf führt, wird ausgeschildert. Den Startschuss gaben die Verantwortlichen der Kommunen und des Eifelvereins am 25.5.2004 in Waxweiler an der Mariensäule.
 

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+ + +   w e g e    d e r   p i l g e r   i m   r h e i n l a n d

Seit dem 11. Jahrhundert war das Apostelgrab in Compostela im fernen Westen Europas eines der am häufigsten aufgesuchten-Pilger- und Reiseziele des "orbis christianus". Schon in der ersten großen Blütezeit der Pilgerfahrt "zum hl. Jakobus" im 12./13. Jahrhundert begaben sich Pilger aus allen sozialen Schichten auf den "harten Weg", wie ihn der italienische Humanist und Dichter Francesco Petrarca nennt, um an dem mutmaßlichen Grab des Apostels Jakobus des Älteren zunächst Vergebung ihrer Sünden, Heilung ihrer Krankheiten und Erhörung ihrer Anliegen zu erlangen. Heilige, hohe Kleriker, Könige und Fürsten, Bauern, Krieger, Mönche, Arme, Bettler und Kriminelle bedienten sich der Infrastruktur des europäischen Wegesystems, um den in Mode gekommenen "Fixpunkt" zwischen Diesseits und Jenseits aufzusuchen.
Zwar ist die europäische Bedeutung der Pilgerfahrten seit der Jahrtausendwende bekannt, und der Pilgerweg findet seine erste Erwähnung im 11. Jahrhundert (1047) in einer Stiftungsinschrift eines Pilgerhospitals am alten Pilgerweg in Arconada in Kastilien, zwar wurden die im Pilgerführer des Jakobusbuches ("Liber Santi Jacobi") von etwa 1150 überlieferten Wegstrecken von Tours, Vezelay, Le Puy und Arles auch als Jakobuswege bezeichnet, aber diese einseitige Nutzungsfestlegung des Straßensystems von Westeuropa nach Santiago de Compostela dürfte mehr der Werbung für den Kurort gedient als den tatsächlichen Verhältnissen entsprochen haben. Es bleibt die Frage, welche Wege die Pilger benutzten, wenn sie sich nördlich und östlich von Frankreich auf den Weg machten.
Das Straßensystem des alten Römischen Reiches Deutscher Nation zeigt z.B. ein verwirrendes Netz der Verkehrswege, und dem Reisenden und Pilger schien eine unendliche Fülle von Verkehrswegen zur Verfügung zu stehen. In Wirklichkeit bestand jedoch nur eine begrenzte Wahlmöglichkeit, die sich nicht nur aus dem guten oder schlechten Zustand einer oder aus den geographischen Verhältnissen wie Bergen, Tälern, Sümpfen, dichten und gefährlichen Wäldern oder schwierigen Flußübergängen ergab, sondern auch aus der politisch bestimmten Zersplitterung des Reiches in so viele Territorien, Erzbistümer, Bistümer und Abteien, Kurfürstentümer, Fürstentümer, Grafschaften und freie Reichsstädte: -Jedes dieser Territorien hatte seine eigene Finanz- und Wirtschaftspolitik, die das Verkehrsaufkommen. auch unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen Nutzen sahen. Zölle, Mautgebühren, kostenpflichtiger Geleitschutz und Umrechnungsgebühren lenkten auch den Pilgerstrom und zwangen ihn in bestimmte, erschwingliche und machbare Bahnen bzw. Wege. Es war aber nicht ausschließlich der wirtschaftliche Gesichtspunkt, der für die Pilgerpraxis auf den Wegen entscheidend war, sondern auch oft die politische Großwetterlage, die eine Benutzung wichtiger Verbindungslinien unmöglich machte. Der Kreuzzug gegen die Albigenser (Katharer) zu Beginn des 13. Jahrhunderts behinderte ebenso den Pilgerverkehr im französischen Pyrenäenraum wie später die Hugonottenherrschaft in eben diesem Raum und darüber hinaus. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch noch der Kultur-Transfer, der entlang des alten europäischen Straßennetzes stattfinden konnte. Kunstmoden und kulturelle Neuerungen wurden schnell durch Europa bewegt und fanden in zahlreichen, aufgrund des gemeinsamen christlichen Hintergrundes voneinander abhängigen und in ganz Europa auftretenden künstlerischen Äußerungen ihren Ausdruck.

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+ + +   w e g e  d e r   d e u t s c h e n    j a k o b u s p i l g e r

Alle Wege in Deutschland führen bekanntlich nach Rom, aber ebenso zum Apostelgrab nach Santiago de Compostela. Bruderschaften, Patrozinien, künstlerische Darstellungen und Pilgerherbergen, die dem hl. Jakob gewidmet sind, lassen aber nicht auf eine einheitliche und nur für Pilger geschaffene Wegestruktur schließen, sondern reflektieren die verschiedenartigen Ausstrahlungen eines Heiligenkultes. Die deutschen Pilger benutzten die gleichen Wege und die gleichen Versorgungsstrukturen wie alle Reisenden oder Reisegruppen unterwegs. Heeres- und Geleitstraßen, Handelswege und Fluß- und Bergübergänge, die gleich Nadelöhren den Verkehr einengten und kanalisierten, boten mit ihrer Infrastruktur die Voraussetzungen für einen größtenteils gesicherten Ablauf einer Reise oder einer Pilgerfahrt.
Auf dem Gebiet des alten Römisch-Deutschen Reichs gab es in der Gesamtschau drei verschiedene Sammelpunkte für die Pilger nach Santiago de Compostela. Einmal im Norden die großen Hansestädte an den Küsten der Ostsee (Lübeck, Stralsund, Danzig, Riga und Reval), wohin vielfach sogar die Pilger aus dem Osten und Skandinavien kamen, der Nordsee (besonders Hamburg und Bremen) oder auch des Niederrheins (wie Köln, Neuss und Duisburg). Von dort aus wurden besonders in den Heiligen Jahren größere Transporte zu Schiff zusammengestellt, die oft direkt nach Spanien segelten, wobei neben Vivero und Muros der Hafen von La Corufia die herausragende Rolle spielte. Der zweite Treffpunkt war Aachen, wo Künig von Vach seine "Niederstraße" beginnen läßt, die über Paris zum Martinsgrab nach Tours und über weitere Städte mit bedeutenden Heiligengräbern führte, um über die Pyrenäen den Anschluß an das spanische Wegenetz zu finden.
Die dritte Sammelstelle war Maria Einsiedeln in der Schweiz, wo der Weg nach Santiago vom Romweg abzweigt. Der Jakobskult und die mit ihm verbundene Pilgerbewegung haben in ihrer Blütezeit in Deutschland ganze Städtebilder entlang der verschiedenen Fernhandelswege geprägt (z.B. Aachen, Augsburg, Köln, Leipzig und Naumburg).
Je entfernter die Wege vom Apostelgrab in Galicien waren, desto vielfältiger und verästelter waren die Routen, die die Pilger benutzten. In Deutschland selbst waren es die erschwinglichen und benutzbaren historischen Überlandwege und -straßen, auf denen die Pilger auch aus Skandinavien und Osteuropa, von Polen bis Ungarn hauptsächlich reisten. Namen wie die "via regia", die sowohl über Görlitz, Dresden und Hof nach Nürnberg führte, wo der Pilger seinen Weg zum Bodensee, zur "Oberstraße" des Künig von Vach nehmen konnte, als auch über Bautzen, Erfurt-und Fulda nach Köln abzweigte, wo der alte Königsweg nach Aachen weiterführte; Namen wie Hell- und Heerweg oder Eselsweg geben eine Vorstellung von dem Verlauf der Altstraßen, die heute teils verschwunden oder asphaltiert sind. Vom Norden her führten sowohl für die Pilger nach Rom als auch für die nach Santiago geschützte und mit einer dichten Infrastruktur versehene Wege nach Süden und nach Westen über die zentralen Orte Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Köln, Aachen und Mainz, deren Verlauf Reiseführer seit dem hohen Mittelalter immer wieder beschreiben.

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+ + +  j a k o b s k u l t   i m   r h e i n l a n d

Aufgrund seiner verkehrsmäßig günstigen Lage hat das Rheinland schon sehr früh am Pilger- und Kultgeschehen um den hl. Jakob teilgenommen. Aus dem Jahr 1076 kommt die Nachricht, dass ein Blinder namens Folbert, der sich auf dem Weg nach Compostela befand und in Trier aufhielt, aufgrund einer Vision zum Auffinden der Reliquien der Märtyrer von Trier in der Kirche des hl. Paulinus beitrug. Aus dem 12. Jahrhundert stammt der Bericht einer rheinischen Pilgerin über ihre Beschwernisse auf dem Weg nach Compostela, die in den Anno-Mirakeln belegt sind. Und die Taten von Karl dem Großen auf der spanischen Halbinsel finden sich im Ps.-Turpin des "Jakobus-Buches" (Liber Sancti Jacobi) wieder, sind schon im 12. Jahrhundert in Aachen bekannt und werden visionär in verschiedenen Reliefen in den Dachschrägen seines Sarkophags in Bild und Text dargestellt. Der Zisterzienser Caesarius von Heisterbach (Königswinter) bezieht sich in den Büchern seines "Dialogus magnus visionum atque miraculorum" mit Jakobus-Pilgern ereignet haben, u.a. auch auf das Galgen- und Hühnermirakel, das im Rheinland in mehreren Kirchen dargestellt wird, z.B. in Gielsdorf bei Bonn und in Kempen. Der niederrheinische Adelige Arnold von Harff befand sich schon im Alter von 25 Jahren am Apostelgrab in Compostela. Der Bericht über seine umfangreichen Pilgerreisen (1496 - 1498) gehörte zu den am meisten gelesenen handgeschriebenen Büchern in rheinischen Adelskreisen.
Rheinische Kunstwerke von Weltrang beschäftigen sich mit Jakobus. Als Apostel erscheint er z.B. sitzend auf dem Gladbacher Tragealtar, einem Werk, der kölnischen Goldschmiedekunst aus der sogenannten Eilbertusgruppe um 1160 oder stehend als Steinfigur aus der Zeit um 1380, die ihren Standort im Petrusportal des Kölner Doms (Westseite des Südturms) hatte und sich heute im Diözesanmuseum befindet. Im Stundenbuch der Sophie von Bylandt wird die rheinische Adelige selbst zusammen mit dem hl. Jakobus auf folio 188 prachtvoll abgebildet. Die wertvolle Handschrift wurde von dem Kölner Meister des Bartholomäusaltares um 1500 gestaltet.
Herbergen und Hospitale für die Pilger waren in jeder Stadt vorhanden, wobei das Hospital Ipperwald in Köln, das 1349 als Pilgerherberge gegründet wurde, eine der größten Institutionen ihrer Art im Deutschen Reich war. Heute noch führen die Trierer Hospizen (1234 erstmals als Pilgerherberge erwähnt) den pilgernden Jakobus als Markenzeichen. Viele Wege für die Jakobuspilger führten zwangsläufig durch das Rheinland. Der Fernweg von Dortmund nach Köln führte z.B. über Breckerfeld, das eigene Jakobustraditionen aufweist, nach Lennep, wo der Weg die Pilger (auch heute noch) durch das Schwelmer Tor in die Pilgergasse zur Jakobuskirche führte. Von dort aus konnte man dann den Heiligen in der heute aufgelassenen Jakobuskirche in Köln besuchen, die zwischen 1059 und 1070 geweiht worden sein soll. Die ehemalige Benediktinerabtei Brauweiler verfügt über eine eigene Tradition in ihren Besitzungen im Erftgebiet, nämlich einer "uia que dicitur iacobswech", die neben der "ula regla" verlaufen sei. So soll es schon in Quellen aus dem Jahr 1051 stehen.
Aber auch der Rhein selbst diente als Pilgerweg. Im Jahr 1514 trat Bernhard Pfoll von Esslingen, Stiftsherr von Str. Florian zu Coblenz, eine Pilgerfahrt ins Hl. Land an. Er reiste wahrscheinlich flussabwärts und schiffte sich in Antwerpen ein. Unterwegs machte er Halt in Santiago. So vermied er die Reise durch Frankreich, die sich auf Grund der Auseinandersetzungen zwischen Ludwig XII. und den Habsburgern vor allem um deren italienische Ansprüche schwierig gestalten hätte können. In unserer Zeit füllen sich die Verkehrsarterien mit neuem, frischem Blut. Seit Anfang der 90er Jahre werden überall in Deutschland neue Wege für die Jakobspilger ausgezeichnet, teils auf historischen Überlandwegen, teils auf Naturpfaden und Wanderwegen, wie z.B. dem Frankenweg (von Nürnberg nach Heilbronn), dem Schwabenweg (von Ulm bis Konstanz), dem Sauerlandweg, dem Weg von Nürnberg nach Prag und als letztes Wegstück dem Weg von Nürnberg nach Ulm, so dass von der tschechischen Grenze bis in die Schweiz ein altes Wegesystem wieder belebt wird.
Ähnliches soll jetzt im Rheinland, auf dem Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland geschehen. Das Projekt der "neuen" Pilgerstraße von Breckerfeld über Köln nach Aachen ist auf Anregung des Jakobpilgers Alfons Ackermann, Mitglied der Landschaftsversammlung in Zusammenarbeit mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft und der wallonischen Jakobusvereinigung in Angriff genommen worden, in deren Region der Weg für die Pilger von Aachen aus in Richtung Santiago de Compostela weitergeführt wird.

Dr. Robert Plötz

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+ + +  p i l g e r b ü r o  i n  T r i e r
 

Am 26. März 2004 wurde das Pilgerbüro der St. Jakobusbruderschaft Trier in der Dom-Information eröffnet.
Rechtzeitig zum Beginn der "Pilgersaison" können wir damit Pilgern, die durch Trier ziehen, einen umfassenden Service anbieten: Das Pilgerbüro stellt die offiziellen Pilgerausweise aus, erteilt den Pilgerstempel , hält Informationen über Quartiere und Betreuung in und um Trier bereit und ist bei der Planung der weiteren Etappen behilflich. Außerdem bieten wir eine kleine Auswahl an passender Literatur zum Kauf an. Ebenfalls wird das ein oder andere Erinnerungsstück an die Jakobuswallfahrt zu erwerben sein, so z. B. die offizielle V&B-Kachel mit der Jakobusmuschel, die den Weg von Trier bis Perl ausschildert.

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+ + +  p i l g e r f ü h r e r   u n d    d o k u m e n t a t i o n e n

WEGE DER JAKOBSPILGER
Rheinland, Eifel, Lothringen, Burgund - Führer mit Begleittexten zum Jakobsweg
Köln - Trier - Metz - Vézelay

Autor: Walter Töpner  -  Verlag:  Paulinus-Verlag Trier
Bibliographische Angaben:
240 Seiten, broschiert,
zahlreiche farbige Abbildungen
14 x 22,5 cm
ca. €  19,80 / sFr 36,-
ISBN 3-7902-1310-1


Im Mittelalter war Santiago de Compostela nach Rom und Jerusalem der wichtigste Wall­fahrts­ort der Christenheit. Wer sich in jenen Tagen als Pilger aufmachte, um dorthin  zu gelangen, begab sich auf eine Reise ins Unge­wisse, unternahm etwas Absolutes, nahm sogar seinen Tod in Kauf.
Nachdem der Jakobsweg in den letzten Jahrhunderten mehr und mehr in Vergessenheit geraten war, erlebt er heute wieder eine Renaissance und wird von vielen Menschen aus aller Welt begangen. Neue Wege, wie der Jakobsweg durch die Eifel werden als Zubringerwege beschrieben und markiert. Für viele Eifelorte liegt der von Köln nach Trier führende Jakobsweg praktisch vor der Haustür.
Früher war für den Pilger das erste Ziel das Jakobusgrab am Ende des Weges, heute sagen viele nach ihrer Ankunft, dass der Weg das eigentliche Ziel sei, auf dem sie sich verändert und neue Einsichten gewonnen haben. Unterwegs begegnet der Pilger entlang der Pilgerwege in Frankreich und Spanien einer reichen Kunstlandschaft, die von der Pilgeridee stark beeinflusst worden ist. Die Portale der Kirchen verkünden geheimnisvolle Botschaften, sie sind Bibeln aus Stein, die noch heute sehr eindrucksvoll die Kraft und Visionen der damaligen Zeit erahnen lassen.
In seinem Buch Dr. Walter Töpner auch der Frage nach, warum die Menschen diese Heraus­forderung früher auf sich nahmen und was die Motive der Menschen von heute sind, dass sie sich wieder auf diesen langen Marsch quer durch Europa zu begeben.
Der Weg von Köln nach Santiago beträgt rund 2500 Kilometer. Dr. Walter Töpner hat ihn in acht Jahresetappen gemeinsam mit Freunden zurückgelegt. Seine Erlebnisse, die er unterwegs mit den Menschen auf dem Weg gehabt hat, zählen für ihn mit zu den wichtigsten in seinen Leben. Unterwegs hat er seine Erfahrungen, Erlebnisse und wichtige praktische Informa­tionen aufgeschrieben und nach seiner Rückkehr einen Führer über den Jakobsweg von Köln nach Vézelay verfasst, der die Gebiete Rheinland, Eifel, Lothringen, Champagne und Burgund abdeckt. In mehreren Zeitschriften deutscher Jakobsgesellschaften sind von ihm Abhandlungen über verschiedene Wegabschnitte des Jakobsweges erschienen

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Herausgeber ist der Landschaftsverband Rheinland / und die Dt. St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.)

 Jakobswege
 

Wege der Jakobuspilger im Rheinland

 

 

 

 

 

 

Band 1:                                                            Band 2:                        Band 3:
Von Wuppertal durch Köln nach Aachen      Von Köln nach Trier    
Z
wischen Rhein und Maas
ISBN 3-7616-1465-9                                              ISBN 3-7616-1600-7
            ISBN 3-7616-1673-2 (deutsche Ausgabe)

je Band 176 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen und 25 Rad- und Wanderkarten, kartoniert, 20.5 x 12 cm
ZIELGRUPPE: Pilger, heimatkundlich Interessierte, Wanderfreaks und Radfahrer   Preis je Band   € 12,95

Diese Pilgerführer sollen helfen das sich noch viele auf den Weg machen sollen diese alten Pilgerwege wieder neu zu beleben. 
Jakobswege, Band 3
  -  ISBN 3-7616-1674-0 (niederländische Ausgabe)
Wege der Jakobspilger zwischen Rhein und Maas. In 11 Etappen vom niederländischen Millingen a.d. Rijn nördl. Kleve über Kevelaer nach Venlo und entlang der Maas nach Maastricht
Der neue Band 3 der Jakobswege zu Fuß und per Rad ist eine deutsch-niederländische Produktion. Der "Rhein-Maas-Weg" folgt den Spuren der Jakobspilger vom niederländischen Millingen am Rhein nördlich Kleve quer durch die niederrheinische Landschaft mit Stationen in Kranenburg, Goch, Kevelaer und Straelen und führt weiter entlang der Maas über Venlo, Roermond nach Maastricht. Für die von Aachen kommenden Pilger (siehe Bd. 1) ist in diesem Band auch eine Anbindung durch Belgien an den Maasweg beschrieben.
Reichhaltige Informationen zu den Spuren der Jakobspilger sowie zu Sehenswürdigkeiten von Natur und Kultur entlang der Strecke machen den Wander- und Radwanderführer zum unentbehrlichen Begleiter.
Genaues Kartenmaterial im Maßstab 1:25 000 sowie Angaben zu Unterkünften in Pilgerherbergen erleichtern die Vorbereitung der Pilgerreise zum Grab des Heiligen Jakobus in Santiago de Compostela.

Informationen über Jakobuswege im Rheinland auch auf der Seite des LVR:  http://www.jakobspilger.lvr.de

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WEGE DER JAKOBSPILGER
Magdeburger Börde, Harz, Solling, Sauerland, Rheinland,
Walter Töpner  -  Paulinus Verlag , Trier  -  ISBN 3-7902-1316-0   -   € 19,90

Seit dem 12. Jahrhundert war die Kunde von der Wiederentdeckung des Jakobsgrabes im nord­spanischen Santiago de Compostela bis in die entlegensten Winkel Europas vorgedrungen. Und nun kamen sie von weit her im Pilgergewand auch aus dem Osten Europas herbeigeströmt: Die Jakobspilger aus dem Baltikum, Schweden, Danzig und Polen. An den Ufern der Elbe bei alten Hansestadt Magdeburg strandeten viele und sammelten sich neu. Auf dem weiteren Weg von der Elbe zum Rhein folgten die Pilger uralten Kaiserrouten oder Fernhandelstraßen der Hanse wie dem Hellweg und der Heidestraße, wo sie einer reichen Kunstlandschaft begegneten, die von der Pilgeridee stark beeinflusst worden ist. Auf seiner Fußreise bis zur französischen Grenze durchquert der heutige Pilger die deutschen Bistümer Magdeburg, Paderborn, Köln und Trier. Die Gräber der Heiligen an diesem Weg waren im Mittelalter starke Anziehungspunkte für Gläubige. Es sind bis heute Orte der Meditation geblieben, die auch für Menschen unserer Zeit noch eindrucksvoll die Kraft des Glaubens und die Visionen der damaligen Zeit erahnen lassen.
Nachdem der Jakobsweg in den letzten Jahrhunderten mehr und mehr in Vergessenheit geraten war, erlebt er auch heute hierzulande wieder eine Renaissance und wird von vielen Menschen begangen. Dr. Walter Töpner hat deshalb im Anschluss an den französischen und spanischen Jakobsweg die noch unbekannte Strecke des deutschen Jakobsweges von Magdeburg nach Bonn zu Fuß erwandert und darüber einen neuen Pilgerführer geschrieben. Auf rund 900 Kilometern kann man nicht nur viel über sich selbst, sondern über sein eigenes Land erfahren, denn der Weg führt quer durch das ehemals geteilte Deutschland, das heut sehr unterschiedlichen Glaubenstraditionen aufweist. Sein ´Buch will den christlichen Geist der Pilgerschaft wieder stärker in den Vordergrund rücken und den Pilgern auch eine geistige Wegzehrung für unterwegs geben. Seine Erlebnisse, die er auf seinen Wanderungen allein, mit seinen Pilgerkameraden oder mit den Menschen längs des Weges gehabt hat, zählen für ihn zu den wichtigsten Erfahrungen in seinen Leben. Früher war für den Pilger das erste Ziel das Jakobusgrab am Ende des Weges, heute sagen viele, dass der Weg das eigentliche Ziel sei, auf dem sie sich verändert und neue Einsichten gewonnen haben. In seinem Buch behandelt er die Frage nach dem Sinn des Pilgerns im Mittelalter, welche Motive der Menschen von heute haben, um sich wieder auf diesen langen Weg quer durch Europa zu begeben. Nicht jeder hat die Möglichkeit, den ganzen Santiago-Weg gehen. Der deutsche Wegabschnitt von Madgeburg nach Bonn und von hier weiter durch die Eifel nach Trier könnte da eine Alternative sein.
Mit diesem Buch wird zugleich ein neues Kapitel in der Erforschung und Begehung von Jakobswegen in Deutschland aufgeschlagen. Vor dem Hintergrund der deutschen Einheit und der Vereinigung Europas eröffnet dieser Teil des deutschen Jakobsweges neue innen- und europapolische Perspektiven.


P.S.
In Heft 6 der "Altenberger Blätter" vom Dezember 1999, ist ein Aufsatz von Dr. Robert Plötz "Auf Sanct Jacobs Strassen" abgedruckt. Dieser Aufsatz wurde vom Herausgeber ergänzt um den Text der Jakobusweg-Stele in Altenberg (vor dem Dom) und der Tafel am Küchenhof in Altenberg. 
Die "Altenberger Blätter" gibt es nur in Altenberg (Hinweise zum Vertrieb auf den Seiten der Pfarre Altenberg - hier die Internetadresse) http://www.altenberger-dom.de/geschich/jakobmu.htm  

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Updated: 4. Dezember 2009  -  9:15 Uhr