|
Die
Fernstraße Marburg – Siegen – Köln
Die
Fernstraße von Marburg über Siegen nach Köln ist in zwei Straßenabschnitte gegliedert, die zu unterschiedlichen Zeiten
entstanden sind.
Die Brüderstraße, der ältere der beiden Abschnitte, stellt einen
klassischen hochmittelalterlichen Höhenweg dar, der in nahezu
geradlinigem Verlauf bei nur wenigen Talquerungen Köln und
Siegen miteinander verbindet. Die frühesten Hinweise auf
Beziehungen zwischen Köln und dem Siegerland stammen aus der
zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts: 1067 stattete Erzbischof
Anno das von ihm gegründete Kölner Stift St. Georg mit
Ländereien in Ferndorf bei Siegen aus. Und um das Jahr 1089
wurden der Benediktinerabtei Deutz, die am End- bzw.
Ausgangspunkt der Brüderstraße am Rheinufer liegt, in sieben
Orten des Siegerlandes Grundstücke übereignet. In jener Zeit
nimmt der Verkehr zwischen dem Rhein und dem Siegerland stark
zu. Das Erzstift Köln machte seinen Einfluss vor allem über
Grundstückserwerbungen geltend, und 1224 war der Kölner
Erzbischof bezeichnenderweise an der Stadterweiterung von Siegen
beteiligt.
Zwei
frühmittelalterliche Befestigungsanlangen, die sich einst über
dem Asbachtal bei Denklingen und dem Aggertal bei Overath
erhoben, lassen indes vermuten, dass die Straße bereits vor der
Jahrtausendwende bestand. Denn die Ringwälle befanden sich in
ähnlichen topographischen Situationen über den beiden größten
Geländeeinschnitten im Straßenverlauf und dürften dort
Schutzfunktionen für den Weg ausgeübt haben. Für die verbreitete
These, die Brüderstraße habe als Naturweg bereits in der
jüngeren Eisenzeit (La-Tène- Zeit) um 500 v. Chr. Bestanden, um
das im Siegerland verhüttete Eisenerz an den Rhein zu bringen,
finden sich hingegen keine Belege.
Die Herkunft
des Namens Brüderstraße konnte bislang nicht geklärt werden. Als
„alde broeder straisse“ taucht der Weg erstmals 1464 in einer
Grenzbeschreibung der Grafschaft Sayn und des Herzogtums Berg
zwischen Erdingen und Denklingen auf. Ein Erklärungsversuch
besagt, es habe sich um eine Verballhornung des Wortes „Brücker
Straße“ nach dem heutigen Kölner Stadtteil Brück gehandelt. Als
solche wird der Weg 1386 in Aufzeichnungen der Abtei Deutz
bezeichnet. Einer zweiten Deutung zufolge wäre die Straße nach
Ordensbrüdern der Abtei Deutz und der Kölner Stifte St. Georg
und St. Severin benannt, die entlang der Strecke Besitzungen
hatten und für den Aufbau von kirchlichen Strukturen zuständig
waren. Und drittens wird der Name auf Pilgerbrüder
zurückgeführt, die nach Köln und Aachen unterwegs waren.
Der östliche
Abschnitt dieses Pilgerweges wird in den Urkunden des 16.
Jahrhunderts nach seinen Zielorten Marburg oder Siegen benannt.
So heißt er 1557 nördlich von Holzhausen „Straße nach Marburg“
und 1592 am Stackelberg „Siegener Straße“. Ebenfalls 1592 wird
er bei Herzhausen erstmals als Landstraße bezeichnet, eine
Benennung, die während des 17. und 18. Jahrhunderts, häufig in
Verbindung mit den Ausgangs- und Zielorten, die gängige bleiben
sollte. Der Begriff „Landstraße“ umreißt ihre Stellung als eine
Amtsverbindung, die rechtlich dem jeweiligen Landesherren
zugeordnet war; Zwischen Marburg und dem Staffelböll dem
Landgrafen von Hessen, zwischen Staffelböll und dem Hainich dem
Grafen von Nassau-Dillenburg, zwischen dem Hainich und Siegen
ebenfalls dem Dillenburger Grafen oder in bestimmten Zeiträumen
dem Grafen von Nassau-Siegen.
Wie die
Brüderstraße verläuft dieser Streckenabschnitt verhältnismäßig
gradlinig. Doch es handelt sich um keinen Höhenweg mehr, sonder
um eine Berg- und Talstraße, die zwischen Marburg und Siegen
nicht weniger als zwölft Höhenzüge zu überwinden hat. Dabei
steigt die Straße am Staffelböll von ca. 200 auf 500 Höhenmeter,
am Hainich, wo sie ihren höchsten Punkt erreicht, gar auf 550
Meter an. Dies setzte für den damaligen Fuhrverkehr ein großes
Maß an Organisation voraus: Die Anstiege waren nur mit einem
ausgefeilten System von Vorspanndiensten zu bewältigen. Der
Verkehrsweg löste altere Verbindungsstraßen ab. Der Wandel im
hessischen Wegesystem war so allgemein und durchgreifend, dass
nur stärkere Einflussfaktoren dafür verantwortlich gewesen sein
können, nämlich „die äußerst unruhigen und verworrenen
Zeitläufte“ (Görich) seit der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Während der langen Dernbacher Fehde entstanden im Grenzgebiet
zwischen Hessen und Nassau Festungsbauten, die den neuen
Straßenverlauf beeinflussten. Ein signifikantes Beispiel ist die
um 1325 errichtete Sperrfestung Hessenwalt auf dem Heiligen Berg
nördlich des Staffelbölls (Etappe 2). Östlich der Burg dürfte
sich die Wegeführung schon etwas früher herausgebildet haben.
Hier sind die wehrhaften Chorturmkirchen des 13. Jahrhunderts,
die uns in Dilschhausen, Obereisenhausen und Oberhörlen begegnen
und eine Folgeerscheinung des Verkehrs darstellen, ein Hinweis
zur Datierung.
Auffällig ist
im Unterschied zu den nördlichen und südlichen
Parallelverbindungen über Herborn, Dillenburg und Haiger sowie
über Biedenkopf Laasphe und Erntebrück das Fehlen von Städten
entlang der Straße. Dies hat allgemein zu der Auffassung
geführt, dass die Verbindung über Ewersbach keine Bedeutung
besessen habe. Eine häufig nachgedruckte, erstmals in den 1950er
Jahren vom Landeshistoriker Karl Demandt publizierte Karte
historischer Verkehrswege in Hessen unterschlägt die Route
daher. 1963 konnte der Altstraßenforscher Herbert Krüger das
Gegenteil belegen: Für den von ihm untersuchten Zeitraum
zwischen 1500 und 1650 wies er sieben überregionale Belege für
die Straße über Ewersbach nach, mehr als für jede andere Route
zwischen Marburg und Köln. Die frühesten Verkehrskarten
Deutschlands, die jüngere der beiden Etzlaubkarten von 1501
sowie die 1511 erstmals gedruckte Karte von Martin
Waldseemüller, zeigen den direkten Streckenverlauf von Marburg
über Siegen nach Köln sogar als einzige Verbindung zwischen
Oberhessen und dem Rhein.
Die
Verbreitung des Kölner Pfennigs zeigt, dass der Kölner
Wirtschaftsraum seit dem 12. Jahrhundert ganz Oberhessen erfasst
hatte. Der beschriebenen Straße kam in diesem Zusammenhang eine
wirtschaftliche Bedeutung zu. Die Stadt Alsfeld handelte im 15.
Jahrhundert mit Wolle in Köln. Auch Wollweber aus den
Niederlanden, sogenannte Flämlinge, die in Fritzlar und
Melsungen sesshaft geworden waren, nutzten diese Verkehrswege
nach Köln für Handelsbeziehungen mit ihrer Heimat.
Pilger
zwischen Marburg und Köln
Ausgangs- und
Endpunkt der Strecke sind zwei bedeutsame Pilgerstätten: Marburg
mit dem Grab der heiligen Elisabeth und Köln mit den Gebeinen
der Heiligen Drei Könige. In der weiteren Linienführung liegt in
östlicher Richtung Erfurt, ein Zentrum der Bonifatiusverehrung,
in westlicher Richtung Aachen mit seiner 1349 im siebenjährigen
Turnus stattfindenden Heiligtumsfahrt. Sowohl in Erfurt wie in
Marburg lassen sich für das 15. und frühe 16. Jahrhundert
zahlreiche Pilger nachweisen, die gen Westen unterwegs waren.
Schätzungsweise 60 Prozent der Pilger, die auf der
Ost-West-Achse belegt sind, zogen nach Aachen und
Gerichtsbehörden entsandten gerne Totschläger zur Sühneleistung
dorthin.
Ungarische
Aachenfahrer haben schon 1221 auf ihrer Rückreise der Tochter
ihres Königs, Elisabeth von Thüringen, auf der Wartburg einen
Besuch abgestattet. Später suchten Ungarn, die zwischen 1349 und
1776 an der Heiligtumsfahrt teilnahmen, das Grab Elisabeths auf;
eine ihrer Rückreiserouten führte über Marburg. Zwischen 1231
und 1235, den Anfangsjahren der Marburger Pilgerfahrt, sind aus
dem Einzugsbereich der Fernstraße Marburg-Siegen-Köln jeweils
ein Pilger aus Köln, Morsbach und Elmshausen am Grab der hl.
Elisabeth nachgewiesen.
Bereits für
das Frühjahr 1184 sind Pilger aus Siegen am Grab des hl Anno in
Siegburg bezeugt. Aber auch nach Köln, Neuss, Maastricht und
Saint-Josse-sur-Mer in westlicher, Erfurt, Elend und Wilsnack in
östlicher Richtung sind Pilger auf der Straße unterwegs gewesen.
Auf dem Weg nach Santiago de Compostela war die Strecke über
Köln von Marburg aus betrachtet zwar nicht die Hauptroute, doch
die uns bekannten Jakobspilger aus Siegen und Friesenhagen
werden die Brüderstraße auf ihrer Reise nach Spanien benutzt
haben. Unter der Vielzahl von Nachrichten über
Fernpilgerfahrten, die uns aus Oberhessen, Marburg und Siegen
erreichen, befinden sich allerdings nur wenige, die eine genaue
Streckenbeschreibung enthalten. Die Pilgerfahrt des Grafen
Philipp d. Ä. von Katzenelnbogen führte im Jahr 1434 von
Wilsnack über Erfurt, Marburg und Köln nach Aachen. Zwischen
Marburg und Köln nahm er gleichwohl nicht die hier vorgestellte
Route, sonder die Hohe Straße über Hachenburg im nördlichen
Westerwald.
Der im
vorliegenden Führer beschriebene Weg ist in einem Dokument von
1489, in welchem der Hildesheimer Henni Brandis eine Pilgerreise
zu Pferde nach Aachen schildert, nachgewiesen. Fünf Tage,
nachdem sie am Festtag des hl Ulrich (4. Juli) in Hildesheim
aufgebrochen war, gelangte die siebenköpfige Reitergruppe an
einem Mittwoch nach Marburg. Am Donnerstag kam sie mittags nach
Ewersbach und abends nach Siegen. Am Freitag rasteten die Reiter
in Denklingen zu Mittag und erreichten am Abend Overath.
Samstags zur Mittagszeit gelangten sie nach Köln, von wo sie in
einem Wagen nach Aachen fuhren. Dort nahmen sie am Festtag der
Hl. Margareta (13. Juli) an der Heiltumsverehrung teil. Für die
Rückreise benutzten sie dieselbe Strecke wie für den Hinweg. Am
Fest der hl Maria Magdalena (22. Juli) trafen die Pilger wieder
in Hildesheim ein.
Die
Hildesheimer Pilger benötigten von Marburg nach Köln zweieinhalb
Tage, was keineswegs schnell war. Graf Philipp war auf der
längeren Route durch den Westerwald einen halben Tag weniger
unterwegs.
Fußpilger
brauchen naturgemäß mehr Zeit. Für sie boten sich neben Siegen
und Overath auch Ewersbach und Denklingen als Übernachtungsorte
an. Bei einer Tagesleistung von durchschnittlich 33 Kilometern
benötigten sie fünf Tage für den Weg, dies allerdings ohne
Gepäck und ohne Besichtigungen. In Marburg, Siegen, St. Cyriakus
bei Overath, Brück, Deutz und Köln ständen ihnen
Pilgerunterkünfte zur Verfügung. Ewersbach, Denklingen und
Overath haben Gasthöfe besessen, jedoch sind dort keine
Hospitäler bekannt. Es ist allerdings nicht notwendig, Herbergen
dort anzunehmen, wenn man sich vor Augen hält, dass die Mehrheit
der Pilger zwischen Marburg und Köln in den Monaten Juni, Juli
und August unterwegs war. Wichtige Termine, die wahrgenommen
sein wollten, waren in den Aachenjahren die Reliquienweisung in
Köln an Peter und Paul (29. Juni), die Heiltumsweisungen in
Aachen, Kornelimünster und Maastricht zwischen dem 9. und 25.
Juli sowie die Zeigung des Annenhauptes in Düren am Fest der hl.
Anna (26. Juli). Pilger, die aus Sachsen und Thüringen herkamen,
hatten zuvor schon die Weisung der Magdeburger Mauritusreliquien
am Sonntag nach Fronleichnam und des Bonifatiusreliquiars in
Erfurt am 5. Juni miterleben können. Welcher Betrieb dann auf
den Straßen geherrscht haben muss, zeigt die Nachricht von 1496,
dass in jenem Jahr 142 000 Pilger in Aachen zusammengeströmt
waren. Philipp de Vigneulles, Bürger aus Metz, der im Jahre 1510
an der Aachener Heiligtumsfahrt teilgenommen hat, berichtet von
18 000 – 20 000 Frauen und Männer, die auf den Getreidefeldern
um Düren kampierten. Daneben haben sich Privatquartiere auftun
lassen – auch davon erzählt Philipp de Vigneulles.
Heute erhält
der Pilgerweg von Marburg nach Köln seine Bedeutung durch die
Einbindung in eine Ost-West-Verbindung, die im Netzt
europäischer Pilgerrouten quer durch Deutschland von Görlitz bis
Aachen führt. Bereits 2001 ist innerhalb des Vorhabens „Wege der
Jakobspilger“ im Rheinland der Weg von Köln nach Aachen durch
den Landschaftsverband Rheinland eröffnet worden. 2003 folgte
die Eröffnung des Ökumenischen Pilgerweges zwischen Görlitz und
Eisenach aufgrund eines Projekts, das am Jugendpfarramt der
Evangelischen Landeskirche Sachsen angesiedelt war. Seit 2004
arbeitet eine Projektgruppe mit Mitgliedern des Vereins
Elisabethpfad und der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft an der
Zwischenverbindung von Eisenach nach Marburg entlang der
Altstraße „Durch die langen Hessen“. In Polen ist der Pilgerweg
inzwischen bis Jakobskirch bei Glogau verlängert worden, und von
Aachen führt ein durchgängiges Leitsystem durch Belgien und
Frankreich nach Santiago de Compostela.
Pilgerstrecke von Köln nach Marburg – Kurzbeschreibung
ETAPPE 1
Köln – Overath ( 28,5 km)
1 A Teilstrecke Köln – Brück ( 10 km)
Schwierigkeitsgrad: Einfach. Die Teiletappe führt ausschließlich
über innerstädtische Straßen. Es kann auch die Straßenbahn
genommen werden (Linie 1, Einstieg Heumarkt, Ausstieg Brücker
Mauspfad).
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind identisch.
1 B
Teilstrecke Brück – Overath
Schwierigkeitsgrad: Einfach bis mittel. Zu Beginn ebene
Wegführung aus ausgebauten Wanderwegen durch den Königsforts.
Dann zwei Anstiege aus den Flusstälern von Sülz und Agger.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind identisch.
ETAPPE 2
Overath –
Drabenderhöhe ( 14 km)
Schwierigkeitsgrad: Einfach. Zunächst ruhige Fahrstraße, dann
Waldwege. Ein kritischer Abschnitt ist die L 360 kurz hinter
Lorkenhöhe.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind identisch.
ETAPPE 3
Drabenderhöhe
– Crottorf (29 km)
3 A Teilstrecke Drabenderhöhe – Denklingen ( 17 km)
Schwierigkeitsgrad: Einfach. Nur geringe Steigungen. Am Ende ein
kurzer Abstieg nach Denklingen. Zunächst unbefestigte
Wanderwege, ab Oberbierenbach wenig befahrene Landstraße.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind bis Eiershagen identisch,
dann Folgt die Fahrradroute der Fahrstraße.
3 B
Teilstrecke Denklingen – Crottorf (12 km)
Schwierigkeitsgrad: Mittel, Heftiger Abstieg nach Schloss
Crottorf. Zumeist unbefestigte Waldwege.
Für Fahrräder: Bis zum Forsthaus Mohrenbach sind Fuß- und Radweg
identisch. Dann führt die Fahrradstrecke nach links zur K 53 und
ab Langenbach nach rechts über die L 278 nach Crottorf.
ETAPPE 4
Crottorf –
Siegen (23,5 km)
4 A Teilstrecke4 Crottorf – Freudenberg (7 km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Leichter Anstieg ab
Crottorf, steilerer von Friesenhagen zur ‚St.-Anna-Kapelle. Ab
Hohenhain führt der Weg stetig bergab nach Freudenberg. Zwischen
dem Blumenberg und Hohanhain Fußweg entlang der Landstraße, dann
unbefestigte Waldwege.
Für Fahrräder: Von Crottorf über die L 280 nach Friesenhagen,
dort links über die K 84 bis zur Kapelle Zur Schmerzhaften
Mutter. Ab dort sind Fuß- und Radweg identisch.
4 B
Teilstrecke Freudenberg – Siegen (16,5 km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Aus dem Freudenberger Tal
ein kräftiger Anstieg. Der Abstieg ins Siegtal wird durch die
Windungen des Wanderweges X19 entschärft. Bis Oberfischbach und
ab der Autobahnrasstätte unbefestigter Waldweg, dazwischen eine
asphaltierte Strecke.
Für Fahrräder: Bis zur Autobahnraststätte sind Fuß- und Radweg
identisch, hier biegt die Fahrradroute links ab nach Seelbach
und führt von dort nach rechts durch das Alchetal nach Siegen.
ETAPPE 5
Siegen – Irmgarteichen ( 17 km)
5 A Teilstrecke Siegen – Niederdielfen (7 km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Zu Beginn ein lang
gezogener Anstieg zur Eremitage, dann steiler Abstieg nach
Niederdielfen. Außerhalb des Stadtgebietes von Siegen
unbefestigte Waldwege.
Für Fahrräder: Die Fahrradroute folgt der B 54 bis zum
Lindenberg, und ab der Eremitage der K 18 nach Niederdielfen.
5 B
Teilstrecke Niederdielfen – Irmgarteichen (10 km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Ein Anstieg von
Niederdielfen und Anzhausen, Abstieg a m Pfarrbergskopf in
Irmgarteichen. Bis Flammersbach und ab Anzhausen Waldwege,
zwischen beiden Orten ein asphaltierter Weg.
Für Fahrräder: Die Fahrradroute folgt den Landstraßen L 723, 719
und 729 bis Irmgarteichen.
ETAPPE 6
Irmgarteichen – Niedereisenhausen (25 km)
6 A Teilstrecke Irmgarteichen – Ewersbach (12,5 km)
Schwierigkeitsgrad: Mittel bis schwer. Heftiger Anstieg zur
Haincher Höhe. In den Ortsbereichen von Irmgarteichen und
Hainchen Bürgersteige. Auf der Haincher Höhe breite Waldwege. Ab
Rittershausen straßenbegleitender Fußweg.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind zwischen Hainchen und
Irmgarteichen sowei zwischen Rittershausen und Ewersbach
identisch. Ab Hainchen folgt diek Fahrradroute der L 1511 bis
Rittershausen.
6 B
Teilstrecke Ewersbach – Niedereisenhausen (12,5 km)
Schwierigkeitsgrad: Mittel, größtenteils ausgebaute Wander- und
Radwege. Ein stärkerer Anstieg am Staffelböll, ein leichterer am
Galgenberg.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind bis Forsthaus Streitwasser
und ab Oberhörlen identisch. Dazwischen folgt die Fahrradroute
der K 63.
ETAPPE 7
Niedereisenhausen – Marburg (29 km)
7 A Teilstrecke Niedereisenhausen – Diedenshausen (14 km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht bis mittel. Breite, z. T.
asphaltierte Wege.
Für Fahrräder: Fuß- und Radweg sind identisch.
7 B
Teilstrecke Diedenshausen – Marburg (15 km)
Das kleine Dörfchen Diedenshausen
hat ca. 130 Einwohner und eine sehr schöne Fachwerkkirche.
Schwierigkeitsgrad:
Mittel. Unbefestigte, z. T. auch
asphaltierte Wege. Stetige An- und Abstiege. Am Ende der Etappe
heftiger Abstieg ins Lahntal.
Für Fahrräder: Ab Dilschhausen folgt die Fahrradstrecke der K
72. Davor und danach sind Fuß- und Radweg identisch.
Unterkünfte:
Zu dem in dem Pilgerführer
angegebenen Unterkünften sind uns noch folgende genannt worden:
Netphen Hainchen:
Peter Neuser Tel.: 02737- 93458 am Pilgerweg
Frank Pattuk Tel.: 02737 – 97662 am Pilgerweg
Siegen:
Gasthof Meier St. Johannstraße nähe Pilgerweg Tel.: 0271 -
250250
Ev. Kirchengemeinde Nikolaikirche Tel.: 0271 – 51530 am
Pilgerweg
Freudenberg:
Ev. Kirchengemeinde Freudenberg Tel.: 02734 - 271543
Oberfischbach:
ev. Kirchengemeinde Tel.: 02734 – 571043 am Pilgerweg
Schloß Crottorf:
Wildenburger Hof Tel.: 02294 – 9936710 am Pilgerweg
Internet:
http://www.landgasthof-wildenburgerhof.de/
Denklingen:
Denklingen " Denklinger Hof " -
Hauptstraße 25 -
Tel.: 02296 -
235 am Pilgerweg
Internet:
http://www.denklinger-hof.de/
Pilgerführer:

Jakobswege
von Marburg nach Köln entlang des Elisabethpfades
Annette
Heusch-Altenstein, Christoph Kühn
Jakobswege, Band 5
Wege der Jakobspilger im Rheinland und Westfalen
In 7 Etappen
von Marburg über Siegen nach Köln
240 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen und 28 Rad- und
Wanderkarten
12,5 x 20,0 cm, kartoniert, 12,95 €
ISBN: 3-7616-2065-6
Das Buch:
Der neue Band
der erfolgreichen Reihe „Jakobswege“ beschreibt reich bebildert
eine historisch belegte Pilgerroute von der Grabeskirche der
heiligen Elisabeth im hessischen Marburg über die westfälische
Handelsstadt Siegen nach Köln, dem berühmten rheinischen
Pilgerziel. Ausgangs- und Endpunkt der Strecke sind bedeutsame
Pilgerstätten. Daher ist der Weg in beiden Richtungen begehbar.
Auf der 166 km langen Str5ecke folgt der Wanderer überwiegend
der historischen Handels- und Pilgerstraße, die fern von großen
Verkehrsstraßen durch die stille, abwechslungsreiche
Mittelgebirgslandschaft mit Fachwerkdörfern führt. In
ost-westlicher Richtung verbindet der beschriebene Weg den in
Görlitz an der Grenze zu Polen beginnenden Ökumenischen
Pilgerweg mit den rheinischen Wegen der Jakobspilger, die nach
Santiago de Compostela weiterführen. In umgekehrter Richtung
wird diese Strecke von Köln nach Marburg – rechtzeitig zum
Elisabethjahr 2007, dem 800. Geburtstag der Heiligen – auch als
Elisabethpfad ausgeschildert sein.
Eine Besonderheit ist der ökumenische Charakter des Weges. Die
Strecke berührt konfessionell unterschiedliche Räume und macht
deren Prägung durch die einzelnen Glaubensrichtungen konkret
erlebbar.
Die Wegbeschreibungen richten sich sowohl
an Wanderer als auch an Radfahrer. Genaue topographische Karten,
Hinweise auf Sehenswürdigkeiten entlang des Weges und ein
Adressenanhang mit einer Auflistung von Jakobusgesellschaften,
Tourismusbüros und Pilger- und Jugendherbergen runden das Buch
ab
Bilder und Texte wurden uns
freundlicherweise vom LVR
Landschaftsverband
Rheinland zur Verfügung gestellt |