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Pilgerwege sind das Ergebnis
zahlloser Schritte reisender Menschen zu heiligen Orten, Was hat diese
Frauen und Männer zu ihrer Reise bewogen? Welche Bedeutung hatte diese
für sie? Jeder neue Schritt ist Teil einer Geschichte mit einem schier
unendlichen Horizont.
Stehen die Pilger heute, in einer Zeit, in der scheinbar alles erklärbar
und planbar ist, noch oder wieder für spirituelles Fühlen und Denken, für
Besinnung, kulturelle und persönliche Begegnungen, ja Begeisterung?
Im Jahre 2003 haben rund 75.000 Menschen eine Pilgerfahrt nach Santiago de
Compostela unternommen, von denen 60 % Männer und 40 % Frauen waren. Mit
5967 Deutschen, 1252 Niederländern und 1155 Belgiern stellten diese drei
Länder 11 % derer, die sich im Pilgerbüro die Urkunde „Compostela"
ausstellen ließen. Je mehr Wege in ganz Europa ausgewiesen werden, desto
mehr Menschen begeben sich auf diese Reise. Wer aus dem Rhein-Maas-Gebiet
nach Santiago pilgern will, hat von den Ausgangspunkten immerhin eine
Strecke von 2200 beziehungsweise 2400 km vor sich.
Die „Stichting Pelgrimswegen te Roermond" begann im Jahre 1994 bescheiden
mit der Ausweisung des kleinen Wegstücks von Swalmen über Roermond bis zur
niederländisch-belgischen Grenze bei Thorn. Auf der anderen Seite der
Grenze veröffentlichten die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft und der
Landschaftsverband Rheinland 2001 den ersten Band der vorliegenden
Buchreihe. Er führte durchs Rheinland über Aachen in die belgische Wallonie, der zweite - 2002 erschienene - durch die Eifel über Echternach
und Trier nach Frankreich. Der nun vorliegende dritte Band ist ein Beitrag
im Rahmen der europäischen Wiederbelebung des Weges und der Pilgerfahrt
nach Santiago de Compostela. Mit ihm schlagen die Jakobusgesellschaften
aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien eine Brücke vom Niederrhein
und von Aachen zum niederländisch-belgisch-französischen Maastal.
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