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MONASTERIO
SAN JUAN DE LA PE
ÑA


Das Kloster San Juan de la Peña liegt etwas abseits des Hauptpilgerweges. Versteckt unter einem mächtigen Felsvorsprung, in 1200m Meereshöhe, liegt das Kloster des hl. Johannes vom Felsen. Zwei Wege führen zum Kloster. Die schnellere und bequemere Variante führt von Jaca aus über die N 240 in Richtung Pamplona, die dann für einen Abstecher zur Klosteranlage bei Santa Cruz de la Serós verlassen wird. Wer den Umweg über San Juan de la Peña mit einem überwältigenden Naturerlebnis verbinden will, der sollte von Jaca aus den Weg über den Puerto de Oroel wählen.
Bei letzterer Variante wird zuerst die obere, auf einem Plateau gelegene Klosteranlage aus dem 18. Jh. erreicht. Die Klosterruine wurde aufwendig restauriert und erweitert.  Von hier senkt sich der Weg zum schon im Mittelalter bedeutenden Wallfahrtsziel San Juan de la Peña.

In seinen Ursprüngen (7. Jh.) verschanzten sich westgotische Flüchtlinge am Fels, der von einem schützenden Wald umgeben ist. Später nutzten Einsiedler den Ort unter der stark überhängenden Felswand mit der kleinen Quelle. Im 9. Jh. entwickelte sich ein kleines Kloster, welches durch Schenkungen der Könige von Navarra (seit 1134 Könige von Aragón) an Bedeutung zunahm.

Die Klosteranlage ist in zwei Ebenen unterteilt. In der unteren Ebene befindet sich die mozarabische Kirche aus dem 10. Jh. und der so genannte Konzilsaal (Sala de los Concilios). In der oberen Eben befinden sich die Grabstätten der Könige Navarras und Aragoniens, die romanische Kirche und der berühmte Kreuzgang im Freien.

Weitere Informationen unter:  http://www.monasteriosanjuan.com/

* * *

Zu Füssen der Berge der Sierra de Leyre.
Die das Kloster umgebende Landschaft ist spektakulär. Das Kloster befindet sich mitten in der Natur und nahe der Sierra de Erraondo, dem Yesa-Stausee, den Bergen von San Juan de la Peña oder 'La Canal de Berdún'.
Die Architektur dieses Klosters beeinflusste die Entwicklung der spanischen Klosterarchitektur spürbar. 1057 geweiht. Im 19. Jahrhundert war es in Vergessenheit geraten, bis Benediktinermönche aus Santo Domingo de Silos 1954 dem Kloster zu neuem Leben verhalfen. 1979 wurde es zu einer unabhängigen Abtei.
Unbedingt ansehen sollte man: Das
Romanisches Portal, die Krypta, das Mausoleum der Könige von Navarra, die Capilla del Santísimo (Kapelle des Allerheiligsten).

Weitere Informationen unter: 
http://www.monasteriodeleyre.com/
http://es.wikipedia.org/wiki/Monasterio_de_Leyre
http://www.arquivoltas.com/6-Navarra/Leyre1.htm

CAMINO DE LA LENGUA CASTELLANA

Um das 11. Jh. machte ein Prediger am Rand eines lateinischen Textes verschiedene Notizen. Dieses Dokument ist das älteste - heute bekannte - schriftliche Zeugnis in spanischer Sprache. Es handelt sich um die berühmten "Glossen Emilianos" aus dem Kloster San Millán de la Cogolla in La Rioja, der Wiege einer Sprache, die heute von mehr als 400 Millionen Menschen gesprochen wird. Diese ersten Schritte des Spanischen setzen sich fort in den "Glossen von Silo", die dem Kloster Santo Domingo de Silos (Burgos) entstammen. Die Universitäten von Salamanca und Valladolid verliehen dem Spanischen schließlich eine herrschaftliche und universelle Dimension. Dieses Denk- und Vorstellungsvermögen wird in großartigen Romanen wie "Lazarillo de Tormes" und "Die Kupplerin" deutlich. Seine höchste Form erreichte das kastilische Spanisch in Alcalá de Henares, der Heimatstadt des genialen Autors des Don Quijote. Seine höchste Form erreichte das kastilische Spanisch in Alcalá de Henares, der Heimatstadt des genialen Autors des Don Quijote. Kehren wir zurück zu den Anfängen und entdecken wir die Meilensteine in der Entwicklung der Kastilischen Sprache über Sehenswürdigkeiten und Reliquien, über Falten und Ornamente, um so Schritt für Schritt die glorreiche Vergangenheit dieser Sprache kennen zu lernen.

Alcalá de Henares
Alcalá de Henares wurde von den Römern unter dem Namen Complutum gegründet und hat den Gang verschiedener Zivilisationen erlebt. Hier erblickten der Erzpriester von Hita und Miguel de Cervantes das Licht der Welt.

Ávila
Ávila ist die am besten erhaltene mittelalterliche Seine beeindruckend schwere Stadtmauer ist rechteckig und hat einen Umfang von rund 2.5 Kilometern und ist 12 Meter hoch und 3 Meter breit. Die Mauern werden durch massive Festungstürme verstärkt, die alle 25 Meter aufgestellt sind. Sie wurde 1985 zum Weltkulturerbe erklärt und im 11. Jh. gegründet, um die wiedereroberten Gebiete vor den Mauren zu schützen. Die gotische Kathedrale kann man noch heute bewundern, die mit 82 halbrunden Türmen und 9 Toren die komplettesten Spaniens ist.

Salamanca
1492 stellt der einstige Dekan der Universität, Antonio de Nebrija, in seiner "Grammatik der Kastilischen Sprache" die ersten Normen auf. Die Reifung und Ausweitung des Urspanisch ging weiter, bis sich die Position der Sprache festigte. Dazu trug u.a. die Arbeit der Universität von Salamanca bei, an der Autoren studiert und geschrieben haben, die heute zu den besten der spanischen Literatur zählen. Von Fray Luis de León bis zu San Juan de la Cruz. Von Luis de Góngora bis Miguel de Unamuno.

Valladolid
Valladolid redet, denkt und fühlt auf Kastilisch. Seine Bewohner haben über die Jahrhunderte hinweg stets ihre Überlegungen, Kenntnisse und Gefühle vermittelt. Immer auf Kastilisch. 1494 gründet Pedro González de Mendoza das Santa Cruz Kolleg.

Santo Domingo de Silos
Dieses Pilgerzentrum wurde 954 von Fernán González gegründet und später von Domingo de Cañas erneuert, der vom Monarchen Ferdinand I. als Abt hierher geschickt worden war. Santo Domingo restaurierte die Gebäude und weihte 1073 das primitive romanische Gotteshaus. Ab dem 13. Jh. erhielt der Ort den Namen des Heiligen. Die primitive romanische Kirche wurde im 18. Jh. durch das heutige Gotteshaus ersetzt.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit von Santo Domingo de Silos ist sein Kloster, ein Meisterwerk der Romanik, das zum einem Pilgerzentrum geistiger und künstlerischer Art geworden ist.
Dieses ursprünglich westgotische Kloster wurde von den Mauren niedergerissen und vom Heiligen Domenikus (Santo Domingo), dessen Leichnam in einer in den Fels gegrabenen Gruft ruht, wieder aufgebaut. Der herrliche romanische Kreuzgang, dessen untere Etage besonders schön ist, geht auf das 11. und 12. Jahrhundert zurück und besitzt wunderschöne Kapitelle auf Doppelsäulen, die verschiedenste Themen darstellen. Die Ecken bestechen durch acht prachtvolle Reliefs, in die Szenen aus dem Leben Christi gearbeitet sind, während man an den Kassettendecken im Mudéjar-Stil, die aus dem 14. Jahrhundert stammen, Motive aus dem Leben im Mittelalter bewundern kann. Das von Benediktinermönchen geführte Kloster, in dem regelmäßig gregorianische Messen stattfinden, besitzt außerdem eine wertvolle Bibliothek sowie eine Apotheke aus dem 18. Jahrhundert, in der man eine Sammlung von Gefäßen aus Talavera und ein Labor mit historischen Instrumenten bewundern kann.

San Millán de la Cogolla
Kloster San Millán de Suso und Yuso. La Rioja. 1997 zum Weltkulturerbe erklärt. Die Klostergemeinde, die Mitte des 6. Jh. von San Millán gegründet wurde, entwickelte sich später zum Pilgerort zu Ehren dieses Heiligen, und in Suso wurde eine schöne romanische Kirche errichtet, die heute noch steht. Hier wurden die ersten Texte aus Kastilisch abgefasst, von dem eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt abstammt. Anfang des 16. Jh. zog die Gemeinde in ein neues schönes Kloster, Yuso, um, das sich unter dem älteren Komplex befand, der noch heute genutzt wird.
Mitten im Herzen des vom Fluss Cárdenas geschürften Tales befindet sich die zur Rioja gehörige Ortschaft San Millán de la Cogolla, welche vom gleichnamigen Heiligen gegründet wurde und über Jahrhunderte hinweg eng mit dem Jakobusweg in Verbindung stand. Die tief verwurzelte Klostertradition der Gemeinde ist an dem dort vorhandenen wunderschönen denkmalgeschützten Baukomplex zu erkennen: die Klöster Suso und Yuso, welche beide zum Weltkulturerbe erhoben worden sind. Die Bedeutung von San Millán de la Cogolla ist überdies auf ihre Eigenschaft als Wiege der spanischen Sprache zurückzuführen, da in dieser Ortschaft die ersten in dieser Sprache verfassten Schriftstücke verwahrt werden. (Siehe Bericht und Bilder auf dieser Seite)

Weitere Informationen unter:  http://www.liceus.com/cgi-bin/gui/04/0404.asp

DER WEG DES HEILIGEN GRALS Diese Strecke wurde vorbereitet. Der Verein hat jedoch Vertrauen und erwartet, dass der Weg allgemein Anklang finden und in Zukunft auch ausserhalb unserer Grenzen bekannt werden wird. Diese Hoffnung wird durch das grosse Interesse bestätigt, das alle Deutschen, Holländer und Franzosen zeigen, die sich mit unserem Verein in Verbindung gesetzt haben.

Wegstrecke: San Juan de la Peña, Ena, Estacion de Santa Maria, Sarsamarcuello, Zuera, Villanueva de Gállego, Zaragoza (Aljafería), Maria de Huerva, Muel, Longares, Cariñena, Encinacorba, Mainar, Restacón, Daroca, San Martín del Rio, Burbáguena, Calamocha, El Poyo del Cid, Monreal del Campo, Villafranca del Campo, Santa Eulalia, Villarquemado, Cella, Caudé, Concud, Teruel, La Puebla de Valverde, Sarrión, Estación de Mora de Rubielos, Albentosa, Barracas, Viver, Jérica, Segorbe, Geldo, Sagunto, Massamagrell, Valencia.

Weitere Informationen unter: http://www.monasteriosanjuan.com/

Anschlussweg von Bayonne nach PamplonaDie "Hauptstadt" Elizondo  im Baztan-Tal - Ruta del Baztán
Wenn ein Jakobspilger Bayonne an der französischen Atlantikküste erreicht hat, gibt es für ihn drei Möglichkeiten, seinen Weg zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren in Santiago de Compostela fortzusetzen. Er kann den viel besungenen »Camino de San Adrián« bis Burgos nehmen, dem Küstenweg über Saint-Jean-de-Luz und San Sebastiän folgen oder nach Pamplona gehen, um dort Anschluß an den klassischen »Camino francés« zu gewinnen.
 
   Letztere Variante, also die Strecke Bayonne - Pamplona, trägt den Namen »Weg des Baztán«, benannt nach dem gleichnamigen Tal hinter der spanischen Grenze. Auf spanischer Seite entspricht diese im großen und ganzen der Nationalstraße Nr. 121. Zwei Pässe, der Puerto de Otsondo und der Puerto de Velate, und die Orte Espelette, Ainhoa, Dancheria, Elizondo und Santa Maria de Velate bestimmen den Verlauf des Baztán-Weges. Es fällt auf, daß an diesem Weg Niederlassungen des Prämonstratenserordens recht häufig sind, als da sind die Abtei von Lahonce (6 km östlich von Bayonne) und die Abtei von Urdax sowie eine Reihe von Prioraten: Otsanz, Sourraide, Ainhoa, Elizondo, Almandoz, San Blas ... Wenn nicht alles täuscht, beging der Servitenmönch Hermann Künig von Vach auf seiner Rückkehr von Santiago de Compostela im Jahre 1495 den Baztán-Weg. In seinem »Pilgerführer« (Hermann Künig: Pilgerführer nach Santiago de Compostela (1495). Herausgegeben von Ludwig Hengstmann. Solingen 1998, Vers 541-547) schreibt er über die Strecke Pamplona - Bayonne:

  • Von Pamplona kommst du über 16 Meilen nach Bayonne
    Über 4 Meilen findest du ein Spital in einem Dörflein liegen
    Danach mußt du einen hohen Berg ansteigen
    Da findest du über 4 Meilen ein Spital das ist gut
    Drinnen man den Brüdern gütlich tut
    Es ist zu Monte Sankta Maria genannt
    Über sechs Meilen kommst du nach Bayonne zur Hand.

Der Weg ist eine sehr gute Alternative zum Start in St. Jean-Pied-de-Port. Bayone ist mit dem TGV und dem Flieger (Biarritz) gut zu erreichen. In 6 Etappen geht der Weg von Bayonne nach Pamplona:

1. Etappe von Bayonne über Rives de la Nive nach Ustaritz = 13,8 Km - max. Erhöhung = 13 m
2. Etappe von Ustaritz über Zouraïde - Ainhoa - Dantxarinea nach Urdax = 21,5 Km - max.Erh.=
    300m
3. Etappe von Urdax über Otsondo nach Amaiur = 9 Km - max. Erhöhung = 490 m
4. Etappe von Amaiur über  Arizkun - Elbetea - Elizondo - Lekarotz - Irurita - Zigaurre - Ziga - Aniz
    nach Berroeta = 19,5 Km - max. Erhöhung = 224 m
5. Etappe von Berroeta über Almandoz - Monasterio de Belate nach Lantz = 15 Km - max.Erh.=
    628m
    Hier gibt es eine Variante für die 5. Etappe von Berroeta über  Regata Marín nach Monasterio de
    Belate = 8,6 Km - max. Erhöhung = 490 m dann weiter nach Lantz
6. Etappe von Lantz über  Olagüe - Burutain - Ostiz - Enderitz - Olaitz - Sorauren - Arre nach
   Trinidad de Arre = 22,4 Km - max. Erhöhung = 202 m

Unter folgender Adresse finden Sie noch eine Reihe weiterer Informationen wie Bilder, Adressen, Unterkünfte, Kartenmaterial, Pilgerführer sowie alle UTM X Daten (Navigation) für den ganzen Weg von Bayonne nach Pamplona - http://vppyr.free.fr/pages_transversales/ruta_baztan/vpp_ruta_baztan.htm

Alle nördlichen Pilgerwege: Camino del Norte - Camino Primitivo - Camino de Baztan - Camino Lebaniego - Camino de Vasco
Sehr gute Beschreibung der einzelnen Pilgerwege: Hier
Kartenskizzen aller nördlichen Wege in Spanien: Hier
Zu allen oben aufgezeigten Wegen die aktuelle Übernachtungsliste 2013 mit vielen Informationen: Hier

Der Camino San Millán de La Cogolla (Monasterio de Suso und  Yuso)

n vielen historischen Überlieferungen ist davon die Rede, dass die Jakobspilger in Nájera vorübergehend den Jakobsweg verließen, um die Klöster von San Millán de la Cogolla zu besuchen. Auch der heilige Emilianus (San Millán) wird bisweilen als Maurentöter dargestellt, da er, laut der Legende, den Christen in der Schlacht von Simancas zusammen mit Santiago zur Hilfe eilte und so zum Beschützer von Navarra und Kas­tilien gegen den Islam geworden war. Im Eingangsportal des Klosters Yuso ist San Millán dann auch hoch zu Ross als Maurentöter dargestellt.
In San Millán de la Cogolla gibt es zwei Klöster. Das obere Kloster, Suso genannt, geht auf die Einsiedlerhöhlen oder primitiven Mönchs­gemeinschaften zurück, in denen der heilige Millán lebte und starb. Dieser Einsiedler des sechsten Jahrhunderts scharte eine große Anhän­gerschaft um sich, die das Kloster bald zu einem wichtigen kulturellen Zentrum werden ließ. Jene Kopierermönche schufen eine rei­che Sammlung an Kodizes und Manuskripten, die heute zu den Juwelen der wichtigsten Archive gehören.
Hier nahm die spanische Sprache ihren Ursprung, als ein Mönch in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts auf der Seite 72 des sogenannten "Kodex Emilianensis 60" zum lateinischen Origi­naltext Randbemerkungen in spanischer und baskischer Sprache anbrachte. In Suso sehen wir nüchterne Eremitenhöhlen und eine sehr interessante Architektur mit westgotischen, mozarabischen und frühromanischen Stilelementen. Und dies alles eingebettet in eine unglaublich schöne Landschaft.
Das untere Kloster, Yuso genannt, ist ein riesiger Klosterkomplex. Der heutige Bau stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. In seinem Innern sind die Kopien der Reliquienschreine des Heiligen Millán und des Heiligen Felices mit ihren kunstvoll bearbeiteten Elfenbeintafeln romanischen Stils besonders sehenswert. Die Bibliothek und das Klosterarchiv beherbergen noch heute über 10.000 Schriftbände und entführen den Besucher in die geheimnisvolle Welt des Mittelalters.
Weitere Informationen unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_San_Millán_de_la_Cogolla

http://www.spain.info/de/ven/otros-destinos/reportaje/san_millan_de_la_cogolla.html

Der baskische Jakobsweg von Bayonne durch den Naturtunnel San Adrián bis nach BurgosTunneleingang San Adrian
Neben den beiden Pyrenäenwegen über den Somport-Pass oder Roncesvalles gewann die baskische Route von Bayonne über Irún nach Burgos seit dem 13. Jh. mehr und mehr an Bedeutung. Das Baskenland war zu Kastilien gekommen, die Handelswege in Nordsüdrichtung wurden ausgebaut, und die gefürchteten Flussüberquerungen an der Grenze zu Frankreich waren durch Brücken oder Schutzmaßnahmen entschärft worden. Doch auch diese Umgehung der Pyrenäen bewahrte die Pilger nicht vor Anstiegen. Zwei Etappen hinter Tolosa, wo Alfons der Weise ein Hospiz gestiftet hatte, musste man heim Berg Aratz eine Höhe von 1.400 m bewältigen. Der Naturpass durch den Felsen, den schon die Römer genutzt hatten, rief hei den Pilgern Bewunderung und zugleich Beklemmung hervor, zumal dort oben oft ein raues Klima mit Nebelwolken herrscht. Ein Hospiz und die Ermita San Adrián konnten Schutz bieten. Auf alten Pflasterwegen vorbei an den letzten Weilern und breit gelagerten baskischen Einödhöfen, durch dichten Laubwald hinauf in eine einsame Mittelgebirgslandschaft erlebt man hier eine der schönsten Strecken der Jakobswege. Beim Abstieg in die blühende Hochebene von Alava besuchten die Pilger das alte Marienbild von lstibaliz, bevor sie in Vitoria mehrere Herbergen vorfanden. Der kürzeste Weg nach Burgos führte über Miranda, wo die einzige Brücke über den Ebro weit und breit existierte, und durch den bizarren Engpass der Paucorho-Schlucht. Weitere Information: http://www.gronze.com/camino-de-santiago/camino-vasco-del-interior.htm

 

Der passende Pilgerführer von Bayonne über Irún, San Adrián, Vitoria nach Burgos ist zu bestellen über den Verlag:
François LEPERE Editions,
17, rue Brezin, 75014 Paris,
FRANCE
oder über eMail:  
aventurepleinair@aol.com

 

Alle nördlichen Pilgerwege: Camino del Norte - Camino Primitivo - Camino de Baztan - Camino Lebaniego - Camino de Vasco
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Hier einige weitere umfassende Information:  Hier 

Das Kloster von Silos



Santo Domingo de Silos befindet sich ca. 60 km südöstlich von Burgos. Das Klosterleben begann in Silos wahrscheinlich schon im VII. Jahrhundert und ist bis heute erhalten geblieben. Als im Jahre 1041 der Benediktiner Dominikus als Abt nach Silos kommt wird mit dem Bau des Kreuzganges begonnen. Durch sein wundertätiges Wirken zieht Dominikus unzählige Pilger an und das Kloster wird schon bald eine bedeutende Station des Camino de Santiago. In der zweiten Hälfte des XII. Jahrhunderts werden die Arbeiten an dem zweigeschossigen Kreuzgang sowie den übrigen Gebäuden des romanischen Klosters vollendet. Im XIII. Jahrhundert erhält das Kloster den Namen des inzwischen heilig gesprochenen Abtes Dominikus.
Heute leben im Kloster immer noch Benediktinermönche und aus diesem Grund kann nur der untere von zwei genau übereinander liegenden Kreuzgängen besichtigt werden. Den romanischen Kreuzgang betritt der Besucher durch eine Pforte neben der klassizistischen Kirche. Die Kapitelle und Reliefs gehören zu den bedeutendsten der Romanik. Je zwei Reliefplatten mit neutestamentlichen Themen schmücken die Eckpfeiler. Das Relief „Gang nach Emmaus“ ist für Jakobuspilger von ganz besonderem Interesse. Christus als Pilger mit Schultertasche, Pilgerhut und Jakobsmuschel schreitet zwei Aposteln voran. Die Kapitelle zeigen Darstellungen von Fabelwesen, Raubtieren, Vögeln, Blattverzierungen mit Zapfen und Szenen um die Geburt Jesu sowie den Einzug in Jerusalem und das letzte Abendmahl.
Gegen Ende des XIV. Jahrhunderts wurde der Kreuzgang in Silos mit einer Deckentäfelung im Mudejarstil vervollständigt. Auf Fichtenholz stellen Künstler das tägliche oder festliche Leben der damaligen Zeit dar. An der Westseite des Kreuzganges befindet sich das Klostermuseum und an der Südseite die ehemalige Apotheke. Die alte Apotheke (1705) ist reich mit Schubladenschränken ausgestattet und verfügt sogar über eine eigene Bibliothek. Zur aktuellen Berühmtheit des Monasterio de Santo Domingo de Silos tragen die gregorianischen Gesänge der Benediktinermönche bei.

Weitere Informationen unter: http://www.abadiadesilos.es/

Ruta Vadiniense Picos de Europa (134 km.)

Vom Camino del Norte ist ein günstiger Einstieg zu diesem Pilgerweg wenn man in San Vicente de la Barquerta abzeigt und dann weiter geht über Val de San Vicente, Panes, La Hermida, Tarna bis nach Potes. Der Zubringerweg beginnt in Potes,  (bevor man hier startet sollte man aber unbedingt das Monasterio de Santo Toribio de Liébana in unmittelbarer Nähe - Siehe Beschreibung unten aufsuchen - dort wurde 2006 ein Hl. Jahr gefeiert. Dort ist die größte und bekannteste Kreuzreliquie zu sehen). Und wird der Weg fortgesetzt über Mieses, Turieno, Congarna, Tanarrio, Camaleón, Mogrovejo, Los Llanos, Cosgaya, Santa Marina de Valdeón, Caín, Posada de Valdeón, Fuente De), Las Ilces, Espinama, Pido,  Fuente De, Portilla de la Reina, LLánaves de la R., Barniedo de la R.,  Ños Espejos de la R., Villafrea de la R., Boca de Huérgano, Riaño, Carande, Horcadas, Remolina, Las Salas, Salamón, Ciguera, Lois, Crímenes, Argoviejo, Villayandre, Valdoré, La Velilla de Valdoré, Vardiago, Aleje, Alejico, Santa Olaja de la Varga, Fuentes de Peñacorada, Cistierna, Sorbía de Esla, Modino, Pesquera, Santibáñez de Rueda, Carvajal de Rueda, Villacidayo de Rueda, Villanófar y Gradefes, Vidanes, Villapadierna, Palacios de Rueda, Quintanilla de Rueda, Vega de Monasterio, Cubillas de Rueda, San Cipriano de Rueda, Sahechores de Rueda, Villahibiera de Rueda, Quintana de Rueda, Villamondrín de Rueda, La Aldea del Puente, Villamar, und stößt in Mansilla de las Mulas, auf den Camino Francés.
Weitere Informationen unter:

http://www.rutavadiniense.com/
http://de.slideshare.net/javierdar5/ruta-vadiniense-11230196

http://www.caminosantiago.org/cpperegrino/caminos/caminover.asp?CaminoId=64
http://www.gronze.com/camino-vadiniense

Die „Santa Cueva“ in Covadonga

Die Heilige Höhle mit dem Bildnis der Santísima Virgen de Covadonga befindet sich am Westfuß der Picos de Europa, dem höchsten Gebirgsmassiv der kantabrischen Berge. Zwei Straßen, die eine von Cangas de Onis im Westen und die zweite von Potes im Osten, erschließen die prächtige Gebirgswelt. Die „Cueva Santa“ in Covadonga ist der bedeutendste Marienwallfahrtsort Spaniens und gleichzeitig Nationalheiligtum. Nach der Überlieferung begann hier im 8. Jh. die mühsame Rückeroberung Spaniens aus islamischer Herrschaft.



In den Picos de Europa hielten sich damals eine Anzahl christlicher Ritter vor den Mauren versteckt.  Pelayo, ein Fürst westgotischer Abstammung, führte diese Gruppe an. Um 722 kam es zur Schlacht von Covadonga, bei der die christlichen Ritter einen beeindruckenden Sieg über die Mauren erkämpften. Die Legende schreibt diesen Sieg der Heiligen Jungfrau und Gottesmutter zu. Sie hatte Pelayo das eichene Kreuz gegeben, welches er in der Schlacht bei sich trug. Das Cruz de la Victoria ließ Alfonso III. später in Gold fassen und mit Juwelen besetzen. Heute befindet sich das Kreuz in der Cámera Santa der Kathedrale von Oviedo.
Die Heilige Grotte der Santísima Virgen de Covadonga liegt oben in einer Felswand unter der das Flüsschen Deva aus dem Felsen tritt und rauschend in einen Teich stürzt. Mehr als hundert Stufen führen steil zur Santa Cueva empor. Auf einem nahen Felsen, hoch über dem Tal mit der Zufahrtsstraße, steht eine
neoromanische Basilika (1877 – 1901)

 

Von Covadonga aus führt eine kilometerlange (bis 18 % Steigung) Sackgasse hinauf zu den Bergseen Lago de Enol und Lago de la Ercina im Parque Nacional de la Montaña. „Tränen der Gottesmutter“ heißen im Volksmund die zwischen grünen Wiesen unter grauweißen Kalkgipfeln liegenden Bergseen. In den Sommermonaten ist die Zufahrstraße stark frequentiert und es ist anzuraten, möglichst frühmorgens hinauf zu fahren.

Weitere Informationen unter:
http://www.santuariodecovadonga.com/

http://www.diariodelviajero.com/espana/encantos-de-asturias-las-cuevas-y-la-basilica-de-covadonga
https://es.wikipedia.org/wiki/Santa_Cueva_de_Covadonga
https://www.escapadarural.com/que-hacer/cangas-de-onis/santa-cueva-de-covadonga

Geschichte:
El Cid, er ist ein Held der Legende, ein Abenteurer, der überall, wo es ihm lukrativ erschien, seine Kriegsdienste tat: der um 1040 in Vivar bei Burgos geborene Rodrigo Diaz, bekannt unter dem christlichen Beinamen „El Campeador", der Kämpfer, noch weit bekannter unter dem Namen, den ihm die Mauren gaben: Sajid, El Cid, „Edler Herr".
Er begann seine Laufbahn unter König Sancho II. von Navarra und wechselte, als dieser von seinen Brüdern ermordet wurde, zu Alfonso Vl. von Kastilien und León über. Dort aber mißtraute man ihm, er wurde beschuldigt, einen Teil eines eingehobenen Tributs für sich behalten zu haben, und 1081 vom Königshof verbannt. Was ihn weiter nicht störte, und da er nichts als das Kriegshandwerk kannte, wechselte er diesmal mit seiner kleinen Truppe von angeheuerten Freibeutern gleich zur ganz anderen Seite hinüber: zum Emir von Zaragoza, wo er in sieben Jahren Kriegsdienst auf
Kosten Aragoniens sich viel Geld und dazu auch den schon erwähnten Ehrentitel El Cid erwarb. Er muß ein ungewöhnlich kühner Mann und begabter Taktiker gewesen sein, der die Beute immer redlich mit seinen Gefolgsleuten teilte, und er wurde nicht umsonst von seinen Zeitgenossen und der Nachwelt restlos bewundert. Aber es hielt ihn auch nicht auf die Dauer im Dienst des Herrn von Zaragoza, und 1089 eroberte er Valencia auf eigene Rechnung und unternahm im ganzen östlichen Spanien höchst ertragreiche Raubzüge.
Rodrigo Diaz, El Cid, der einzige christliche Feldherr, der die Mauren im 11. Jahrhundert in offener Feldschlacht geschlagen hat (1094 bei Cuarte), starb 1099, und seine Frau Jimena hielt das bedrängte Valencia noch drei Jahre, ehe es verloren ging.
Die sterblichen Überreste des El Cid wurden ins Kloster San Pedro de Cardena in der Nähe von Burgos gebracht - und Chronisten und Dichter jeglichen Niveaus begannen Informationen über dieses ungewöhnliche Leben zu sammeln und weiterzugeben und auszuschmücken. Bis aus dem widersprüchlichen Glücksritter der ideale Held der Reconquista geworden war, der nichts anderes im Sinn gehabt hatte, als Spanien dem Christentum zurückzugewinnen. „El cantar de mio Cid" heißt das Nationalepos Spaniens, das dank seiner mißglückten Mischung von Geschichtstreue und freier dichterischer Kraft bald zu einem Stück Weltliteratur wurde.

Route:

Der Camino del Cid startet in Burgos und geht über Salas de los Infantes, El Burgo de Osma, Medinaceli, Molina de Aragón, Albarracín, Teruel, Segorbe bis nach Valencia..
 

Weitere Informationen über den Pilgerweg - wie Etappen, Streckenführung, Unterkünfte usw. unter:


http://www.caminodelcid.org/

 

El Camino del Cid, von Burgos nach València
128 Seiten mit Foto's
ISBN 90-389-1127-0, Elmar Verlag (NL)
Preis: €12,90

 

EIN UMWEG ZUR KIRCHE SAN MIGUEL DE ESCALADA

Ein Abstecher - Entlang des Rio Esla erreicht man San Miguel de Escalada: Es ist das vortrefflichste und vollständigste Werk mozarabischer Architektur im Lande Leon. Die Apsiden haben innen einen hufei­senförmigen Grundriß und rechteckigen von außen. Mozarabische Bogengale­rie, getragen von monolithischen Marmorsäulen westgotischen Zuschnitts. Ei­nige Kapitelle zeigen asturianischen Einfluß. Die Kirche wurde 913 geweiht. Unter der Herrschaft der Westgoten entstand die erste Kirche. Der heutige „Neubau" stammt aus dem 10. Jh. Die Kirche weist einen basilikalen Grundriß auf, was in der mozarabischen Kunst in der Regel gleichbedeutend ist mit einer Längsausrichtung und einer ungeraden Zahl an Schiffen (drei oder fünf). In diesem Fall handelt es sich um drei ziegelgedeckte Schiffe, von denen das mittlere das brei­teste und höchste ist. Ursprünglich trug es ein Satteldach, während die Seitenschiffe nur eine Dachschräge aufweisen. Der Innenraum der Kirche bildet ein 23 Meter langes und 14 Meter breites Rechteck. Die dreischiffige mozarabische Kirche hat drei hufeisenförmig gewölbte Apsiden.

Etwas hinter Kilometer 309 an den N 120 zweigt rechts die Straße zum Kloster San Miguel de Escalada ab, das 1886 zum National­monument erklärt wurde. Die Kirche liegt 12 km vom Camino entfernt.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/San_Miguel_de_Escalada

Der klassische Umweg von León nach Oviedo - Camino de San Salvador

 

Der Camino Francés über Burgos und León ließ Oviedo abseits liegen, doch viele Pilger waren bereit, die Strapazen der Überquerung des Küstengebirges auf sich zu nehmen, um die berühmten Reliquien der Kathedrale von Oviedo zu besuchen und der alten Hauptstadt Asturiens, von der die Verehrung des Jakobusgrabes ausgegangen war, ihre Huldigung zu erweisen. Da die Kathedrale dem Erlöser geweiht ist, entstand in jener Zeit das Sprichwort:

Wer nach Santiago geht und nicht zum Erlöser,
besucht den Diener und vergißt den Herrn."

"Quien va a Santiago y no va al Salvador, visita al criado y olvida al Schor."

Mit dem Rückgang der Pilgerfahrten seit dem 16. Jh. geriet besonders dieser Weg in Vergessenheit. Erst den Bemühungen des Jakobusvereins von Oviedo ist es zu verdanken, daß er wieder entdeckt und markiert werden konnte - und sogar mehere Pilgerherbergen gibt es schon.

Die bekanntesten Orte am Wege sind – La Robla, Busdongo, Arbas, La Pola de Gordón, Pola de Lena, Mieres del Camino, Oviedo.

 

 

Gute Seiten die sehr hilfreich sind:  http://www.caminosantiagoastur.com/
http://www.gronze.com/camino-de-santiago/camino-del-salvador.htm

http://caminodesantiago.consumer.es/los-caminos-de-santiago/de-san-salvador/

Camino de San Salvador
Dieser hierzulande kaum bekannte Pilgerweg folgt einer alten, auf die Römer zurückgehenden Straße zwischen León und Oviedo, verbindet also zwei Königsstädte, die in der mittelalterlichen Geschichte Spaniens eine herausragende Bedeutung besaßen. Mit "San Salvador" ist Jesus Christus, der Retter und Erlöser der Welt, gemeint. Ihm ist die Kathedrale in Oviedo geweiht. Landschaftlich ist die in Süd-Nord-Richtung verlaufende Altstraße weitgehend durch das Kantabrische Gebirge bestimmt. Der Camino de San Salvador überquert es auf dem Pass von Pajares  (ca. 1500 m). Unterwegs erlebt der Wanderer wunderbare Naturlandschaften, idyllische Bergdörfer, liebliche Täler und freundliche Bewohner. Seit einigen Jahren ist der ca. 120 km lange Pilgerweg gut markiert und mit ausreichenden Pilgerherbergen ausgestattet.

Es gibt für diesen Weg auch einen eigenen Pilgerpass mit Stempelfeldern. Damit kann sich der Pilger in der Kathedrale von Oviedo durch eine eigene Urkunde, die "Salvadorana", bescheinigen lassen, den Weg zurückgelegt zu haben. 

 

 

 


Die St. Jakobus-Bruderschaft Düsseldorf hat in ihrer Ausgabe - Die Kalebasse  Nr. 62 - eine umfassende Beschreibung diese Weges veröffentlicht, die bei der Planung eine große Hilfe sein kann.

Man erhält diese Ausgabe der - Kalebase 62 - durch Einsendung von sechs 100-Cent-Briefmarken bei der St.-Jakobus-Bruderschaft, Lützowstr. 245, D-42653 Solingen.

 

 

 


 

Den Pilgerführer für den Camino de San Salvador finden Sie unter:  http://andrea-ilchmann.jimdo.com/

ISBN 978-3-9816816-1-2

Preis: 11,90 €

 

 

 

Reserva Nacional de los Picos de Europa

Wer noch einige Tage zur Verfügung hat sollte auf keinem Fall das Monasterio de Santo Toribio de Liébana auslassen. Ansteuern sollte man den Ort Potes. Man  erreicht diesen Ort am besten von Unquera an der Küste aus, über die N 621 (39 km). Die ganze Strecke führt durch das Tal des Rio Deva (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Flüßchen bei Covadonga), das sich in den Schluchten von Hermida (Desfiladero de la Hermida) romantisch verengt, passiert das Thermalbad La Hermida und erreicht das Dorf Lebeña mit dem mozarabischen Kirchlein  - Nuestra Señora de Lebeña. Die Kirche wurde gegen 930 erbaut, der Glockenturm stammt aus späterer Zeit. Den Haupteingang an der Südseite schützt ein langer Portikus. Tonnengewölbe decken die drei Schiffe des Innenraumes, zwei Joche des Mittelschiffs ragen weit empor. Hufeisenförmige Bogen auf Blattwerksäulen trennen die Schiffe voneinander.
Potes (1500 Einw.) an der Mündung des Quiviesa in den Rio Deva ist der Hauptort der fruchtbaren Landschaft Li
ébana. Im Schutz mehrerer Zweitausender gedeihen hier Obst und Blumen, sogar Wein. Der mächtige Torre del Infantado, ein Festungsturm aus dem 15. Jh., dient heute als Rathaus.
Knapp 4 km von Potes entfernt schmiegt sich das Monasterio de Santo Toribio de Li
ébana an den Berghang. Er zählt zu den frühesten Klostergründungen Spaniens, wurde wegen seiner versteckten Lage angeblich nie von den Mauren entdeckt und bewahrt noch heute einen Splitter des Heiligen Kreuzes.
Im 8. Jh. wirkte hier der Benediktinermönch Beatus von Liébana (um 730-89), dessen Kommentare zur Offenbarung des Johannes, die Apokalypsen, in den folgenden Jahrhunderten mehrfach abgeschrieben und höchst originell und einprägsam illustriert wurden. Die 32 Kommentare sowie ein theologischer Streit mit dem Erzbischof von Toledo weckten im ganzen Abendland großes Interesse, so daß Beatus bald mit vielen bedeutenden Theologen, darunter mit Alkuin vom Hofe Karls des Großen, in Verbindung stand. Durch seine Hymne »O Dei Verbum« (O Gottes Wort) auf den hl. Jakobus, den Schutzpatron Spaniens, wurde Beatus zum Wegbereiter des europaweiten Jakobuskultes. Schon wenige Jahrzehnte nach Beatus Tod kamen im Westen Spaniens die Reliquien des Santiago zum Vorschein.
Die Illustrationen zu den Beatus-Apokalypsen (10. -13. Jh.) gelangten zu großer kunsthistorischer Bedeutung, stehen sie doch mit ihrem flächigen, von antiken, westgotischen und mozarabischen Einflüssen geprägten Stil am Beginn der spanischen Malerei des Mittelalters. Spätere Abschriften sind in Nordspanien in Le
ón und in Santo Domingo de Silos zu besichtigen.

Heute hüten Franziskaner das Kloster, dessen restaurierte Anlagen überwiegend aus dem 13. Jh. stammen. Auch die dreischiffige Abteikirche entstand in dieser Zeit, zwei Portale allerdings gehörten zu dem romanischen Vorgängerbau. Eine Tumba mit einem Holzbildwerk aus dem 14. Jh. erinnert an den hl. Toribius, den Namengeber des Klosters, und Reproduktionen der Apokalypsen des großen Beatus schmücken die Wände des Kreuzganges.
Eine gegen 1700 neben der Kirche erbaute kleine Kapelle bewahrt die Kreuzreliquie, die größte, die bisher bekannt wurde. Toribius (+ 460), der später heilig gesprochene Bischof von Astorga, hatte den Splitter von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem mitgebracht. Beim Maurensturm brachte man die Reliquie in das einsame Kloster. Den kreuzförmigen Splitter aus Zypressenholz umhüllt ein ebenfalls kreuzförmiges Reliquiar aus vergoldetem Silber.
Der Pabst Julio II erkannte dem Kloster das Privileg 1512 zu, ein "Heiliges Jahr " auszurufen. Die Feierlichkeiten sind am 16. April.

Gute Seiten die sehr hilfreich sind:
  http://www.santotoribiodeliebana.org/

https://es.wikipedia.org/wiki/Monasterio_de_Santo_Toribio_de_Li%C3%A9bana
https://turismodecantabria.com/disfrutala/que-visitar/82-monasterio-de-santo-toribio-de-liebana/buscador-aWRab25hPTEm
http://www.jdiezarnal.com/santotoribiodeliebana.html

http://www.asturnatura.com/turismo/monasterio-de-santo-toribio-de-liebana/2156.html

GR 105: Ruta de las peregrinaciones (Pilgerroute)

Die Ruta de las Peregrinaciones ist sehr interessant, denn sie ist der Marienpilgerweg der Wallfahrten zur Kirche Santuario de Covadonga. Dort befindet sich die Schutzpatronin Asturiens und dort begann König Pelayo die Reconquista (Wiedereroberung) gegen die Mauren.
Streckenverlaif GR 105 von Oviedo nach Covadonga
Bis vor kurzem wurden die Pilgerfahrten auf den heutigen Straßen unternommen, die zur Wallfahrtskirche führen. Der Wanderweg vermeidet die Straßen und sucht die alten Mittelgebirgswege, die auf eine reizvollere und vernünftigere Art nach Covadonga führen. Dabei verläuft er durch typische Dörfer des asturischen Landesinneren, in denen verschiedene traditionelle Kornspeicher (Hórreos) und Brotkammern zu sehen sind, die sehr charakteristisch für die ländliche Architektur Asturiens sind. Die Strecke führt durch die Gemeindebezirke von Oviedo, Siero, Nava, Piloña, Parres und Cangas de Onís.
Cangas de Onis - Römerbrücke
Dieser Wanderweg hat zwei Varianten: den GR 105.1, der in Mieres abzweigt und nach zwölf Kilometern wieder auf den GR 105 stößt, und den 43 km langen GR 105.2, den man in drei Etappen bewältigen kann. Diese letztgenannte Variante ist unter dem Namen Camino del Oriente (Ostweg) bekannt, beginnt an der Küste in Villa de Llanes (Fremdenverkehrstor des asturischen Ostens) und führt bis zum königlichen Ort Real Sitio de Covadonga.
Covadonga - der Weg zur Santa Cueva
Streckenverlauf:
Hauptweg:  GR 105
Kapelle Capilla de Covadonga (Oviedo) - Landstraße Carreterra de la Gargantada - Cordal de la Nava - Alto del Espinadal - Les Praeres - Puente Miera - Ruinas del Sellón - Espinaredo - Pendedor - El Corralín - La Matosa - La Vega - Sierra de Bodes - Llames de Parres - Camino de la Reina - Cangas de Onís - Següenco - Covadonga.
Variante GR 105.1:
Mieres (La Rebollá) - Campa El Trave - Escobín - El Payuste - Tudela Veguín - Grandota (Verbindung zum GR 105),
Variante GR 105.2: Llanes - Poó - Porrúa - Rioseco - Vibaño - Puente Nuevo - Riocaliente - Telledo –Camino Romano de Piedrafita - Collado de la Vega del Puerto - Cuerres - Llenín.
Service am Pilgerweg:
Derzeit gibt es Unterkunftsmöglichkeiten in Oviedo, Basoredo (Alto del Espinadal), Espinaredo, Llames de Parres, Cangas de Onís und Covadonga, sowie regelmäßige Bus- und Eisenbahnanschlüsse. In allen Dörfern, durch die der Weg führt gibt es Bars, in denen man sich verpflegen kann.
Blick aus der Cueva Santa auf die Basilika
Pilgerführer:
GR 105. Oviedo - Covadonga. Ruta de las peregrinaciones
Autor: José Pedro Menéndez Fernández und die Grupo de montaña Rivayagüe
Verlag: Sua Ediciones
Ausgabe
1996  -  Seiten 104  -  ISBN:  978-84-8216-038-2
Preis: ca. 14 €
GR 105. Oviedo - Covadonga. Pilgerweg
Der GR
105 umfasst den Weg von Oviedo nach Covadonga, dieses Handbuch ist in 7 Etappen gegliedert.
Jede Etappe
enthält nützliche Informationen zur Strecke, Steigung, Länge, Schwierigkeitsgrad, Mapping und Empfehlungen sowie detaillierte Routenbeschreibung, Skizze, Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten.
Ausgestattet mit Skizzen und Karten, zeigt Umleitungen an, und die Beschreibung der wichtigsten Städte und Orte entlang des Pilgerweges.
Weitere Links:
http://www.jfcamina.es/gr-105/index.htm

http://www.santuariodecovadonga.com/
http://www.virtualatv.com/quad-atv.asp?id=senderos/386

Ruta Mar Rias Bajas
Monte de Santa Tecla
Der Pilgerweg führt 296 Km vom Mündungsdelte des Rio Minho immer an der Küste entlang vom Monte de Santa Tecla über La Guardia, Santa Maria de Oia, Baiona, Panx
ón, Moaña,Cangas de Morazo, Hio, Bueu, Marin, Pontevedra, Monestario del Poio, Cambarro, Rajo, Sangenjo, Portonovo, Cambados, Villagracia de Arousa, Cespón, Boiro, Pueblo del Caramiñal, Ribeira, Porto do Son, Noja bis nach Santiago de Compostela.

VIA CRUCIS (Kreuzweg)
Es gibt zwei VIA CRUCIS [Kreuzwege], ein antiker aus einfachen Kreuzen die aus dem Ende des XVII Jahrhundert oder Anfang des XVIII Jahrhundert stammen und das Neue und künstlerische das 1923 anfing und 1940 beendet wurde. Die Medaillons sind das Werk von dem Bildhauer aus Valencia H. Vicent Mengual, und die Kreuze aus Stein von dem Steinmetzmeister H. Sebastiän Perez Carneiro. Alle haben ihre Eingebung in den keltischen Kreuzen aus Irland und aus der Bretagne.

SANTA TECLA KAPELLE
Der Bau der Kapelle stammt aus den Jahrhunderten XII und XVI mit späteren Umbauten. Man glaubt das seit der westgotischen Zeit die Jungfrau und Märtyrerin des Christentums verehrt wird, Jüngerin

Bitprozession zur Santa Tecla Kapelle

vom Heiligen Paul, die verschiedene Folter in Iconio (Seleucia) erlitten hat, in Kleinasien um das Jahr 46 des christlichen Zeitalters. In diesem Heiligtum befindet sich seit 1951, ein Relikt des Arms der Jungfrau das vom Erzbischof aus Tarragona gesandt wurde. Dort befindet sich auch ein Stück der echten Lignum Crucis. Die Verehrung hat sich gesteigert nach dem wohltuendem Wunder des Regens, der nach sieben Jahren anhaltender Dürre, ohne Ernten, mit Hunger und Seuchen erwartet wurde.
Die Gläubigen der sieben Gemeinden von Foz de Miño, haben als Dank der Jungfrau im Jahre 1355 ein Gelübde abgelegt, in dem sie versprachen jedes Jahr (seit 1599 nur Männer) als Buße den Berg, bei Wasser und Brot, zu besuchen, diese Tradition und dieser Kult werden Heute noch erhalten.

Weitere Informationen unter:
http://chronico.de/erleben/historie/0000450/

Die Katalanischen Königsklöster auf dem
Jakobsweg El Vendrell – Logroño

Unser Pilgerfreund Luis-Miguel Lucio hat diesen Text verfasst und ist auch auf seiner Homepage nachzulesen http://www.lucio.ch/default.htm .
Wer eine Woche in Katalonien Jakobswege und Kultur pur geniessen möchte ist mit der „Ruta del Cister“ gut bedient. Die drei Zisterzienserklöster Poblet, Vallbona de les Monges und Santes Creus, deren Position ein imaginäres Dreieck von etwa 25 Kilometern Seitenlänge bildet, zählen wegen ihrer Architektur und ihren einzigartigen aragonesischen Königsgräbern zu den Höhepunkten jeder Katalonien-Reise. Ihrer strategischen Lage oder dem Reichtum des Adels verdanken andere Orte wie Montblanc ihr pittoreskes, mittelalterliches Stadtbild. Weder im Burgund, der Heimat der Zisterzienser, noch in den französischen Töchtergründungen wird die Bedeutung des Ordens und die Schönheit seiner Baudenkmäler greifbarer als im Hinterland von Tarragona.

Die mittelalterliche Stadt Montblanc eignet sich bestens als Start. Montblanc kann mit dem Zug von Barcelona-Sants aus (ca. 2 Stunden) mehrmals im Tag angepeilt werden. Mit der direkten Zugsverbindung (Talgo Pablo Casals)  Zürich – Barcelona Sants kann die Wanderung problemlos in  einer Woche absolviert werden. Der Weg ist ausgezeichnet mit den gelben Pfeilen (El Vendrell – Logroño) und zusätzlich als GR-175 (weiss-roten Zeichen) ausgeschildert. Da verschiedene andere GR den Weg kreuzen oder teilweise identisch sind, ist das Wanderbuch mit Wanderkarte 1:50'000 „La Ruta del Cister“, Col.lecció: Azimut 5, ISBN 84-89890-33-1 sehr empfehlenswert. Das Buch ist nur auf katalanisch erhältlich, beinhaltet aber die gesamte Infrastruktur der Route wie Unterkünfte und Verpflegungsmöglichkeiten sowie die gut beschriebenen Routen (Alternativen und BTT). Das Wanderbuch ist in jedem Kloster erhältlich.

Zisterzienserbauten
Die Schmucklosigkeit der Romanik in seinem Übergang zur Gotik kommt bei den Zisterzienserklostern zum Ausdruck. Vom Zisterzienserorden ging während des Xll. Jahrhunderts eine Reaktion gegen den Überfluss der Kluniazienser aus; die Kargheit im täglichen Leben, in der Liturgie und bei der Dekoration der Kirchenhäuser wurde lobpreist. Diese Architektur zeichnet sich durch seine Einfachheit in Linienführung und Dekoration aus. Die Kloster von Poblet und Santes Creus stehen als die bedeutendsten Beispiele dieser Kunstrichtung.

Kloster Poblet
Von der UNESCO 1992 unter Denkmalschutz gestellt. Die Geschichte von Poblet hat seinen Ursprung im Jahre 1151. Das Gefüge wurde zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert im romanischen, gotischen und barocken Stil gebaut.

Kloster Santes Creus
Zwischen dem 12. und 18. Jh. im romanisch, gotisch und barocken Stil erbaut.

Etappen:

  • Montblanc – POBLET – L’Espluga de Francolí (13.5 km). Verfolgt man die Hauptroute über St. Joan ist mit Höhenunterschieden von ca. +/- 700 m zu rechnen. Angenehmere aber BTT-Asphalt-Variante vorhanden.

  • L’Espluga de Francolí – Santuari del Tallat – VALLBONA DE LES MONGES (21.50 km). Unterwegs keine Verpflegungsmöglichkeit. Die Höhenunterschiede sind auch nicht zu unterschätzen.

  • VALLBONA DE LES MONGES – Belltall – Forés – Sarral (22 km)

  • Sarral – Cogulló – El Pont d’Armentera – SANTES CREUS (25 km) Viele Höhenunterschiede. An einer Stelle muss ein bisschen geklettert werden . BTT-Variante vorhanden

  • SANTES CREUS – El Pla de Santa Maria – Figuerola del Camp – Prena­feta – Montblanc (24 km) sehr angenehmer Passübergang

Die Unterkünfte sind unbedingt im voraus zu reservieren. Albergues/Refugios sind keine vorhanden ausser man fragt beim Pfarrer oder Proteción Civil, was wir nicht taten. Vor allem in Vallbona de les Monges sollte im Frauenkloster sehr früh gebucht werden (freiwilliger Beitrag, ausgezeichnete Doppelzimmer und Halbpension). Wir genossen die kulinarischen Köstlichkeiten der Gegend und den vorzüglichen Wein (Priorat usw.).

Pilgerführer:

La Ruta del Cister
Poblet, Santes Creus, Vallbona de les Monges
Carme Anglès
Pep Cunillera
Enric Fonts
Montserrat Robusté
Edicions Cossetània
Tel.977 602 591
imatge@tinet.fut.es

ISBN: 84-89890-33-1

Weitere Informationen :

Die offizielle Seite über die Ruta del Cister:
http://www.larutadelcister.info/

http://de.wikipedia.org/wiki/Ruta_del_Cister

http://www.costadaurada.info/d1/culturaindex.php?id=18&idm=15
http://www.escapadarural.com/blog/la-ruta-del-cister/

Camino de Invierno - Ein Seitenweg zum Cebreiro

Wer den Bergen zwischen Villafranca del Bierzo und Santiago - oder auch den Pilgermassen - ausweichen will, findet hier eine gute Möglichkeit. Der Weg führt ab Ponferrada weiter südlich im tiefer liegenden Sil -Tal, in etwa parallel zum Camino Frances, über Lemos und Chantada und bei Lalin auf den Camino Mozarabe. Der Weg ist als offizieller Camino anerkannt. Der Seitenweg ist 209 Km lang.
Informationen sind zu finden unter www.caminodeinvierno.com
Allerdings nur in den Sprachen - gallego und castellano.
Hier der Verlauf des Pilgerweges:

Etapenplan: mit Wegbeschreibung, Höhenprofil und Hetrbergen (Siehe unter Etapas)
   Ponferrada - Puente de Domingo Flórez  35 Km
   Puente de Domingo Flórez - A Rúa  28,5 Km
   A R
úa - Quiroga   25,4 Km
   Quiroga - Monforte de Lemos   33,5 Km
   Monforte de Lemos - Chantada   29,7 Km
   Chantada - Rodeiro   25,7 Km
   Rodeiro - A Laxe (Lalín)   26,8 Km


Weitere Auskünfte über den Pilgerweg von dortigen Jakobusgesellschaft:
Asociación de Camiños a Santiago pola Ribeira Sacra

 

Aktuelle (2016) Wegbeschreibung und Herbergen vom Camino Invierno - Hier

IMPRESSUM:

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Updated: 18. August 2017  -  9:15 Uhr