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MONASTERIO
SAN JUAN DE LA PEÑA
Das Kloster San Juan
de la Peña liegt etwas abseits des Hauptpilgerweges. Versteckt unter
einem
mächtigen
Felsvorsprung, in 1200m Meereshöhe, liegt das Kloster des hl. Johannes
vom Felsen. Zwei
Wege führen zum
Kloster. Die schnellere und bequemere Variante führt von Jaca aus über
die N 240 in Richtung Pamplona, die dann für einen Abstecher zur
Klosteranlage bei Santa Cruz de la Serós verlassen wird. Wer den Umweg
über San Juan de la Peña mit einem überwältigenden Naturerlebnis
verbinden will, der sollte von Jaca aus den Weg über den Puerto de
Oroel wählen.
Bei letzterer Variante wird zuerst die obere, auf einem Plateau
gelegene Klosteranlage aus dem 18. Jh. erreicht. Die Klosterruine wird
zurzeit (2004) aufwendig restauriert und erweitert. Von hier senkt
sich der Weg zum schon im Mittelalter bedeutenden Wallfahrtsziel San
Juan de la Peña.

In seinen Ursprüngen
(7. Jh.) verschanzten sich westgotische Flüchtlinge am Fels, der von
einem schützenden Wald umgeben ist. Später nutzten Einsiedler den Ort
unter der stark überhängenden Felswand mit der kleinen Quelle. Im 9.
Jh. entwickelte sich ein kleines Kloster, welches durch Schenkungen
der Könige von Navarra (seit 1134 Könige von Aragón) an Bedeutung
zunahm.

Die Klosteranlage ist
in zwei Ebenen unterteilt. In der unteren Ebene befindet sich die
mozarabische Kirche aus dem 10. Jh. und der so genannte Konzilsaal (Sala
de los Concilios). In der oberen Eben befinden sich die Grabstätten
der Könige Navarras und Aragoniens, die romanische Kirche und der
berühmte Kreuzgang im Freien.
Weitere Informationen unter: http://www.monasteriosanjuan.com/
* * *
 
Zu Füssen der Berge der Sierra de
Leyre.
Die das Kloster umgebende Landschaft
ist spektakulär. Das Kloster befindet sich mitten in der Natur und
nahe der Sierra de Erraondo, dem Yesa-Stausee, den Bergen von San Juan
de la Peña oder 'La Canal de Berdún'.
Die Architektur dieses Klosters beeinflusste
die Entwicklung der spanischen Klosterarchitektur spürbar.
1057 geweiht. Im 19. Jahrhundert war es in
Vergessenheit geraten, bis Benediktinermönche aus Santo Domingo de
Silos 1954 dem Kloster zu neuem Leben verhalfen. 1979 wurde es zu
einer unabhängigen Abtei.
Unbedingt ansehen sollte man: Das
Romanisches Portal, die Krypta, das
Mausoleum der Könige von Navarra, die Capilla del Santísimo (Kapelle
des Allerheiligsten).

Weitere
Informationen unter:
http://www.monasteriodeleyre.com/
http://es.wikipedia.org/wiki/Monasterio_de_Leyre
http://www.arquivoltas.com/6-Navarra/Leyre1.htm

CAMINO DE LA LENGUA CASTELLANA
Um das 11. Jh. machte ein Prediger am Rand eines
lateinischen Textes verschiedene Notizen. Dieses Dokument ist das älteste -
heute bekannte - schriftliche Zeugnis in spanischer Sprache. Es handelt sich um
die berühmten "Glossen Emilianos" aus dem Kloster San Millán de la Cogolla in La
Rioja, der Wiege einer Sprache, die heute von mehr als 400 Millionen Menschen
gesprochen wird. Diese ersten Schritte des Spanischen setzen sich fort in den
"Glossen von Silo", die dem Kloster Santo Domingo de Silos (Burgos) entstammen.
Die Universitäten von Salamanca und Valladolid verliehen dem Spanischen
schließlich eine herrschaftliche und universelle Dimension. Dieses Denk- und
Vorstellungsvermögen wird in großartigen Romanen wie "Lazarillo de Tormes" und
"Die Kupplerin" deutlich. Seine höchste Form erreichte das kastilische Spanisch
in Alcalá de Henares, der Heimatstadt des genialen Autors des Don Quijote. Seine
höchste Form erreichte das kastilische Spanisch in Alcalá de Henares, der
Heimatstadt des genialen Autors des Don Quijote. Kehren wir zurück zu den
Anfängen und entdecken wir die Meilensteine in der Entwicklung der Kastilischen
Sprache über Sehenswürdigkeiten und Reliquien, über Falten und Ornamente, um so
Schritt für Schritt die glorreiche Vergangenheit dieser Sprache kennen zu
lernen.
Alcalá de Henares
Alcalá de Henares wurde von den Römern unter dem Namen Complutum gegründet und
hat den Gang verschiedener Zivilisationen erlebt. Hier erblickten der
Erzpriester von Hita und Miguel de Cervantes das Licht der Welt.
Ávila
Ávila ist die am besten erhaltene mittelalterliche Seine beeindruckend schwere Stadtmauer ist rechteckig und hat einen Umfang
von rund 2.5 Kilometern und ist 12 Meter hoch und 3 Meter breit. Die Mauern
werden durch massive Festungstürme verstärkt, die alle 25 Meter aufgestellt
sind. Sie wurde 1985 zum Weltkulturerbe erklärt und im 11. Jh. gegründet, um die
wiedereroberten Gebiete vor den Mauren zu schützen. Die gotische Kathedrale kann
man noch heute bewundern, die mit 82 halbrunden Türmen und 9 Toren die
komplettesten Spaniens ist.
Salamanca
1492 stellt der einstige Dekan der Universität, Antonio de Nebrija, in seiner
"Grammatik der Kastilischen Sprache" die ersten Normen auf.
Die Reifung und Ausweitung des Urspanisch ging weiter, bis sich die Position der
Sprache festigte. Dazu trug u.a. die Arbeit der Universität von Salamanca bei,
an der Autoren studiert und geschrieben haben, die heute zu den besten der
spanischen Literatur zählen. Von Fray Luis de León bis zu San Juan de la Cruz.
Von Luis de Góngora bis Miguel de Unamuno.
Valladolid
Valladolid redet, denkt und fühlt auf Kastilisch. Seine Bewohner haben über die Jahrhunderte hinweg stets ihre Überlegungen, Kenntnisse
und Gefühle vermittelt. Immer auf Kastilisch. 1494 gründet Pedro González de
Mendoza das Santa Cruz Kolleg.
Santo Domingo de Silos
Dieses Pilgerzentrum wurde 954 von Fernán González gegründet und später von
Domingo de Cañas erneuert, der vom Monarchen Ferdinand I. als Abt hierher
geschickt worden war. Santo Domingo restaurierte die Gebäude und weihte 1073 das
primitive romanische Gotteshaus. Ab dem 13. Jh. erhielt der Ort den Namen des
Heiligen. Die primitive romanische Kirche wurde im 18. Jh. durch das heutige
Gotteshaus ersetzt.
Die berühmteste Sehenswürdigkeit
von Santo Domingo de Silos ist sein Kloster, ein Meisterwerk der Romanik, das
zum einem Pilgerzentrum geistiger und künstlerischer Art geworden ist.
Dieses ursprünglich westgotische Kloster wurde von den
Mauren niedergerissen und vom Heiligen Domenikus (Santo Domingo), dessen
Leichnam in einer in den Fels gegrabenen Gruft ruht, wieder aufgebaut. Der
herrliche romanische Kreuzgang, dessen untere Etage besonders schön ist, geht
auf das 11. und 12. Jahrhundert zurück und besitzt wunderschöne Kapitelle auf
Doppelsäulen, die verschiedenste Themen darstellen. Die Ecken bestechen durch
acht prachtvolle Reliefs, in die Szenen aus dem Leben Christi gearbeitet sind,
während man an den Kassettendecken im Mudéjar-Stil, die aus dem 14. Jahrhundert
stammen, Motive aus dem Leben im Mittelalter bewundern kann. Das von
Benediktinermönchen geführte Kloster, in dem regelmäßig gregorianische Messen
stattfinden, besitzt außerdem eine wertvolle Bibliothek sowie eine Apotheke aus
dem 18. Jahrhundert, in der man eine Sammlung von Gefäßen aus Talavera und ein
Labor mit historischen Instrumenten bewundern kann.
San Millán de la Cogolla
Kloster San Millán de Suso und Yuso. La Rioja. 1997 zum Weltkulturerbe erklärt.
Die Klostergemeinde, die Mitte des 6. Jh. von San Millán gegründet wurde,
entwickelte sich später zum Pilgerort zu Ehren dieses Heiligen, und in Suso
wurde eine schöne romanische Kirche errichtet, die heute noch steht. Hier wurden
die ersten Texte aus Kastilisch abgefasst, von dem eine der meist gesprochenen
Sprachen der Welt abstammt. Anfang des 16. Jh. zog die Gemeinde in ein neues
schönes Kloster, Yuso, um, das sich unter dem älteren Komplex befand, der noch
heute genutzt wird.
Mitten im
Herzen des vom Fluss Cárdenas geschürften Tales befindet sich die zur Rioja
gehörige Ortschaft San Millán de la Cogolla, welche vom gleichnamigen Heiligen
gegründet wurde und über Jahrhunderte hinweg eng mit dem Jakobusweg in
Verbindung stand. Die tief verwurzelte Klostertradition der Gemeinde ist an dem
dort vorhandenen wunderschönen denkmalgeschützten Baukomplex zu erkennen: die
Klöster Suso und Yuso, welche beide zum Weltkulturerbe erhoben worden sind. Die
Bedeutung von San Millán de la Cogolla ist überdies auf ihre Eigenschaft als
Wiege der spanischen Sprache zurückzuführen, da in dieser Ortschaft die ersten
in dieser Sprache verfassten Schriftstücke verwahrt werden. (Siehe Bericht und
Bilder auf
dieser Seite)
Weitere
Informationen unter:
http://www.liceus.com/cgi-bin/gui/04/0404.asp


DER
WEG DES HEILIGEN GRALS
Diese Strecke wurde
vorbereitet. Der Verein hat jedoch Vertrauen und erwartet, dass der
Weg allgemein Anklang finden und in Zukunft auch ausserhalb unserer
Grenzen bekannt werden wird. Diese Hoffnung wird durch das grosse
Interesse bestätigt, das alle Deutschen, Holländer und Franzosen
zeigen, die sich mit unserem Verein in Verbindung gesetzt haben.
Wegstrecke: San Juan de la Peña,
Ena, Estacion de Santa Maria, Sarsamarcuello, Zuera, Villanueva de
Gállego, Zaragoza (Aljafería), Maria de Huerva, Muel, Longares,
Cariñena, Encinacorba, Mainar, Restacón, Daroca, San Martín del Rio,
Burbáguena, Calamocha, El Poyo del Cid, Monreal del Campo, Villafranca
del Campo, Santa Eulalia, Villarquemado, Cella, Caudé, Concud, Teruel,
La Puebla de Valverde, Sarrión, Estación de Mora de Rubielos,
Albentosa, Barracas, Viver, Jérica, Segorbe, Geldo, Sagunto,
Massamagrell, Valencia.
Weitere
Informationen unter:
http://www.monasteriosanjuan.com/

Anschlussweg von Bayonne
nach Pamplona
- Ruta del Baztán Wenn ein Jakobspilger Bayonne an der französischen Atlantikküste erreicht hat,
gibt es für ihn drei Möglichkeiten, seinen Weg zum Grab des Apostels Jakobus
des Älteren in Santiago de Compostela fortzusetzen. Er kann den viel besungenen
»Camino de San Adrián« bis Burgos nehmen, dem Küstenweg über
Saint-Jean-de-Luz und San Sebastiän folgen oder nach Pamplona gehen, um dort
Anschluß an den klassischen »Camino francés« zu gewinnen.
Letztere Variante, also die Strecke Bayonne - Pamplona, trägt
den Namen »Weg des Baztán«, benannt nach dem gleichnamigen Tal hinter der
spanischen Grenze. Auf spanischer Seite entspricht diese im großen und ganzen
der Nationalstraße Nr. 121. Zwei Pässe, der Puerto de Otsondo und der Puerto
de Velate, und die Orte Espelette, Ainhoa, Dancheria, Elizondo und Santa Maria
de Velate bestimmen den Verlauf des Baztán-Weges. Es fällt auf, daß an diesem
Weg Niederlassungen des Prämonstratenserordens recht häufig sind, als da sind
die Abtei von Lahonce (6 km östlich von Bayonne) und die Abtei von Urdax sowie
eine Reihe von Prioraten: Otsanz, Sourraide, Ainhoa, Elizondo, Almandoz, San
Blas ... Wenn nicht alles täuscht, beging der Servitenmönch Hermann Künig von
Vach auf seiner Rückkehr von Santiago de Compostela im Jahre 1495 den
Baztán-Weg.
In seinem »Pilgerführer« (Hermann Künig: Pilgerführer nach Santiago de
Compostela (1495). Herausgegeben von Ludwig Hengstmann. Solingen 1998, Vers
541-547) schreibt er über die Strecke Pamplona - Bayonne:
Der Weg ist eine
sehr gute Alternative zum Start in St. Jean-Pied-de-Port. Bayone ist mit dem
TGV und dem Flieger (Biarritz) gut zu erreichen. In 6 Etappen geht der Weg von
Bayonne nach Pamplona:

1. Etappe von Bayonne über Rives
de la Nive nach Ustaritz = 13,8 Km - max. Erhöhung = 13 m
2. Etappe von Ustaritz über Zouraïde - Ainhoa - Dantxarinea nach Urdax = 21,5
Km - max.Erh.= 300m
3. Etappe von Urdax über Otsondo nach Amaiur = 9 Km - max. Erhöhung = 490 m
4. Etappe von Amaiur über Arizkun - Elbetea - Elizondo - Lekarotz -
Irurita - Zigaurre - Ziga - Aniz
nach Berroeta = 19,5 Km - max. Erhöhung = 224 m
5. Etappe von Berroeta über Almandoz - Monasterio de Belate nach Lantz = 15 Km
- max.Erh.= 628m
Hier gibt es eine Variante für die 5. Etappe von Berroeta
über Regata Marín nach Monasterio de
Belate = 8,6 Km - max. Erhöhung = 490 m dann weiter nach
Lantz
6. Etappe von Lantz über Olagüe - Burutain - Ostiz - Enderitz - Olaitz -
Sorauren - Arre nach
Trinidad de Arre = 22,4 Km - max. Erhöhung = 202 m
Unter folgender Adresse finden Sie
noch eine Reihe weiterer Informationen wie Bilder, Adressen, Unterkünfte,
Kartenmaterial, Pilgerführer sowie alle UTM X Daten (Navigation) für den
ganzen Weg von Bayonne nach Pamplona -
http://vppyr.free.fr/pages_transversales/ruta_baztan/vpp_ruta_baztan.htm

Der Camino San Millán de
La Cogolla
(Monasterio de Suso und Yuso)

n vielen
historischen Überlieferungen ist davon die Rede, dass die Jakobspilger
in Nájera vorübergehend den Jakobsweg verließen, um die Klöster von
San Millán de la Cogolla zu besuchen. Auch der heilige Emilianus (San
Millán) wird bisweilen als Maurentöter dargestellt, da er, laut der
Legende, den Christen in der Schlacht von Simancas zusammen mit
Santiago zur Hilfe eilte und so zum Beschützer von Navarra und
Kastilien gegen den Islam geworden war. Im Eingangsportal des
Klosters Yuso ist San Millán dann auch hoch zu Ross als Maurentöter
dargestellt.
In San Millán de la Cogolla gibt es zwei Klöster. Das obere Kloster,
Suso genannt, geht auf die Einsiedlerhöhlen oder primitiven
Mönchsgemeinschaften zurück, in denen der heilige Millán lebte und
starb. Dieser Einsiedler des sechsten Jahrhunderts scharte eine große
Anhängerschaft um sich, die das Kloster bald zu einem wichtigen
kulturellen Zentrum werden ließ. Jene Kopierermönche schufen eine
reiche Sammlung an Kodizes und Manuskripten, die heute zu den Juwelen
der wichtigsten Archive gehören.
Hier
nahm die spanische Sprache ihren Ursprung, als ein Mönch in der
zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts auf der Seite 72 des sogenannten
"Kodex Emilianensis 60" zum lateinischen Originaltext Randbemerkungen
in spanischer und baskischer Sprache anbrachte. In Suso sehen wir
nüchterne Eremitenhöhlen und eine sehr interessante Architektur mit
westgotischen, mozarabischen und frühromanischen Stilelementen. Und
dies alles eingebettet in eine unglaublich schöne Landschaft.
Das untere Kloster, Yuso genannt, ist ein riesiger
Klosterkomplex. Der heutige Bau stammt aus dem 16. und 17.
Jahrhundert. In seinem Innern sind die Kopien der Reliquienschreine
des Heiligen Millán und des Heiligen Felices mit ihren kunstvoll
bearbeiteten Elfenbeintafeln romanischen Stils besonders sehenswert.
Die Bibliothek und das Klosterarchiv beherbergen noch heute über
10.000 Schriftbände und entführen den Besucher in die geheimnisvolle
Welt des Mittelalters.

Der baskische
Jakobsweg von Bayonne durch den
Naturtunnel San Adrián
bis nach Burgos
Neben
den beiden Pyrenäenwegen über den Somport-Pass oder Roncesvalles
gewann die baskische Route von Bayonne über Irún
nach Burgos seit dem
13. Jh.
mehr und mehr an Bedeutung. Das Baskenland war zu Kastilien gekommen,
die Handelswege in Nordsüdrichtung wurden ausgebaut, und die
gefürchteten Flussüberquerungen an der Grenze zu Frankreich waren
durch Brücken oder Schutzmaßnahmen entschärft worden. Doch auch diese
Umgehung der Pyrenäen bewahrte die Pilger nicht vor Anstiegen. Zwei
Etappen hinter Tolosa, wo Alfons der Weise ein Hospiz gestiftet hatte,
musste man heim Berg Aratz eine Höhe von
1.400
m bewältigen. Der Naturpass durch den Felsen, den schon die Römer
genutzt hatten, rief hei den Pilgern Bewunderung und zugleich
Beklemmung hervor, zumal dort oben oft ein raues Klima mit Nebelwolken
herrscht. Ein Hospiz
und die Ermita San Adrián
konnten Schutz bieten. Auf alten Pflasterwegen vorbei an den letzten
Weilern und breit gelagerten baskischen Einödhöfen,
durch dichten Laubwald hinauf in eine einsame Mittelgebirgslandschaft
erlebt man hier eine der schönsten Strecken der Jakobswege. Beim
Abstieg in die blühende Hochebene von Alava besuchten
die Pilger das alte Marienbild von lstibaliz, bevor sie in Vitoria
mehrere Herbergen
vorfanden.
Der kürzeste Weg nach Burgos führte über Miranda, wo die einzige
Brücke über den Ebro weit
und breit existierte, und durch den bizarren Engpass der
Paucorho-Schlucht.
Weitere Information:
http://www.gronze.com/camino-de-santiago/camino-vasco-del-interior.htm

Der
passende Pilgerführer von Bayonne über Irún,
San Adrián,
Vitoria nach Burgos ist
zu bestellen über den Verlag:
François LEPERE Editions,
17, rue Brezin, 75014
Paris,
FRANCE
oder über eMail: aventurepleinair@aol.com

Das Kloster von
Silos

Santo Domingo de Silos befindet sich ca. 60 km südöstlich von Burgos.
Das Klosterleben begann in Silos wahrscheinlich schon im VII.
Jahrhundert und ist bis heute erhalten geblieben. Als im Jahre 1041
der Benediktiner Dominikus als Abt nach Silos kommt wird mit dem Bau
des Kreuzganges begonnen. Durch sein wundertätiges Wirken zieht
Dominikus unzählige Pilger an und das Kloster wird schon bald eine
bedeutende Station des Camino de Santiago. In der zweiten Hälfte des
XII. Jahrhunderts werden die Arbeiten an dem zweigeschossigen
Kreuzgang sowie den übrigen Gebäuden des romanischen Klosters
vollendet. Im XIII. Jahrhundert erhält das Kloster den Namen des
inzwischen heilig gesprochenen Abtes Dominikus.
Heute
leben im Kloster immer noch Benediktinermönche und aus diesem Grund
kann nur der untere von zwei genau übereinander liegenden Kreuzgängen
besichtigt werden. Den romanischen Kreuzgang betritt der Besucher
durch eine Pforte neben der klassizistischen Kirche. Die Kapitelle und
Reliefs gehören zu den bedeutendsten der Romanik. Je zwei
Reliefplatten mit neutestamentlichen Themen schmücken die Eckpfeiler.
Das Relief „Gang nach Emmaus“ ist für Jakobuspilger von ganz
besonderem Interesse. Christus als Pilger mit Schultertasche,
Pilgerhut und Jakobsmuschel schreitet zwei Aposteln voran. Die
Kapitelle zeigen Darstellungen von Fabelwesen, Raubtieren, Vögeln,
Blattverzierungen mit Zapfen und Szenen um die Geburt Jesu sowie den
Einzug in Jerusalem und das letzte Abendmahl.
Gegen Ende des XIV. Jahrhunderts wurde der Kreuzgang in Silos mit
einer Deckentäfelung im Mudejarstil vervollständigt. Auf Fichtenholz
stellen Künstler das tägliche oder festliche Leben der damaligen Zeit
dar. An der Westseite des Kreuzganges befindet sich das Klostermuseum
und an der Südseite die ehemalige Apotheke. Die alte Apotheke (1705)
ist reich mit Schubladenschränken ausgestattet und verfügt sogar über
eine eigene Bibliothek. Zur aktuellen Berühmtheit des Monasterio de
Santo Domingo de Silos tragen die gregorianischen Gesänge der
Benediktinermönche bei.
Weitere Informationen unter:
http://www.abadiadesilos.es/

Ruta
Vadiniense Picos de Europa (134 km.)

Vom
Camino del Norte ist ein
günstiger Einstieg zu diesem Pilgerweg wenn man in San Vicente de la
Barquerta abzeigt und dann weiter geht über Val de San Vicente, Panes,
La Hermida, Tarna bis nach Potes.
Der
Zubringerweg
beginnt
in
Potes,
(bevor man hier
startet sollte man aber unbedingt das
Monasterio de Santo
Toribio de Liébana
in unmittelbarer Nähe - Siehe Beschreibung unten aufsuchen - dort wird
2006 ein Hl. Jahr gefeiert. Dort ist die größte und bekannteste
Kreuzreliquie
zu sehen).
Und wird der Weg fortgesetzt über Mieses, Turieno,
Congarna, Tanarrio, Camaleón, Mogrovejo, Los Llanos, Cosgaya,
Santa Marina de Valdeón, Caín, Posada de Valdeón, Fuente De), Las
Ilces, Espinama, Pido, Fuente De,
Portilla de la Reina, LLánaves de la R., Barniedo de la R., Ños
Espejos de la R., Villafrea de la R.,
Boca de Huérgano, Riaño, Carande, Horcadas,
Remolina, Las Salas, Salamón, Ciguera, Lois, Crímenes, Argoviejo,
Villayandre, Valdoré, La Velilla de Valdoré, Vardiago, Aleje, Alejico,
Santa Olaja de la Varga, Fuentes de Peñacorada,
Cistierna,
Sorbía de Esla, Modino, Pesquera, Santibáñez de Rueda, Carvajal de
Rueda, Villacidayo de Rueda, Villanófar
y
Gradefes, Vidanes, Villapadierna, Palacios
de Rueda, Quintanilla de Rueda, Vega de Monasterio, Cubillas de Rueda,
San Cipriano de Rueda, Sahechores de Rueda, Villahibiera de Rueda,
Quintana de Rueda, Villamondrín de Rueda, La Aldea del Puente,
Villamar,
und stößt in
Mansilla de las Mulas,
auf den
Camino Francés.
Weitere Informationen unter:
http://www.rutavadiniense.org/
http://www.iespana.es/valledesabero/guia2.htm
http://www.rutavadiniense.org/paginas/planos/presentacion_ruta.htm


Die
„Santa Cueva“ in Covadonga
Die
Heilige Höhle mit dem Bildnis der Santísima Virgen de Covadonga
befindet sich am Westfuß der Picos de Europa, dem höchsten
Gebirgsmassiv der kantabrischen Berge. Zwei Straßen, die eine von
Cangas de Onis im Westen und die zweite von Potes im Osten,
erschließen die prächtige Gebirgswelt. Die „Cueva Santa“ in Covadonga
ist der bedeutendste Marienwallfahrtsort Spaniens und gleichzeitig
Nationalheiligtum. Nach der Überlieferung begann hier im 8. Jh. die
mühsame Rückeroberung Spaniens aus islamischer Herrschaft.
In
den Picos de Europa hielten sich damals eine Anzahl christlicher
Ritter vor den Mauren versteckt. Pelayo, ein Fürst westgotischer
Abstammung, führte diese Gruppe an. Um 722 kam es zur Schlacht von Covadonga, bei der die christlichen Ritter einen beeindruckenden Sieg
über die Mauren erkämpften. Die Legende schreibt diesen Sieg der
Heiligen Jungfrau und Gottesmutter zu. Sie hatte Pelayo das eichene
Kreuz gegeben, welches er in der Schlacht bei sich trug. Das Cruz de
la Victoria ließ Alfonso III. später in Gold fassen und mit Juwelen
besetzen. Heute befindet sich das Kreuz in der Cámera Santa der
Kathedrale von Oviedo.
Die Heilige Grotte der Santísima Virgen de Covadonga liegt oben in
einer Felswand unter der das Flüsschen Deva aus dem Felsen tritt und
rauschend in einen Teich stürzt. Mehr als hundert Stufen führen steil
zur Santa Cueva empor. Auf einem nahen Felsen, hoch über dem Tal mit
der Zufahrtsstraße, steht eine
neoromanische Basilika (1877 – 1901)

Von Covadonga aus führt eine
kilometerlange (bis 18 % Steigung) Sackgasse hinauf zu den Bergseen
Lago de Enol und Lago de la Ercina im Parque Nacional de la Montaña.
„Tränen der Gottesmutter“ heißen im Volksmund die zwischen grünen
Wiesen unter grauweißen Kalkgipfeln liegenden Bergseen. In den
Sommermonaten ist die Zufahrstraße stark frequentiert und es ist
anzuraten, möglichst frühmorgens hinauf zu fahren.

Weitere Informationen unter:
http://www.santuariodecovadonga.com/
http://www.realsitiodecovadonga.com/


Geschichte:
El Cid, er ist ein
Held der Legende, ein Abenteurer, der überall, wo es ihm lukrativ
erschien, seine Kriegsdienste tat: der um 1040 in Vivar bei Burgos
geborene Rodrigo Diaz, bekannt unter dem christlichen Beinamen „El Campeador", der Kämpfer,
noch weit bekannter unter dem Namen, den ihm die Mauren gaben: Sajid,
El Cid, „Edler Herr".
Er
begann seine Laufbahn unter König Sancho II. von Navarra und
wechselte, als dieser von seinen Brüdern ermordet wurde, zu Alfonso
Vl. von Kastilien und León über. Dort aber mißtraute man ihm, er wurde
beschuldigt, einen Teil eines eingehobenen Tributs für sich behalten
zu haben, und 1081 vom Königshof verbannt. Was ihn weiter nicht
störte, und da er nichts als das Kriegshandwerk kannte, wechselte er
diesmal mit seiner kleinen Truppe von angeheuerten Freibeutern gleich
zur ganz anderen Seite hinüber: zum Emir von Zaragoza, wo er in sieben
Jahren Kriegsdienst auf
Kosten Aragoniens sich viel Geld und
dazu auch den schon erwähnten Ehrentitel El Cid erwarb. Er muß ein
ungewöhnlich kühner Mann und begabter Taktiker gewesen sein, der die
Beute immer redlich mit seinen Gefolgsleuten teilte, und er wurde
nicht umsonst von seinen Zeitgenossen und der Nachwelt restlos
bewundert. Aber es hielt ihn auch nicht auf die Dauer im Dienst des
Herrn von Zaragoza, und 1089 eroberte er Valencia auf eigene Rechnung
und unternahm im ganzen östlichen Spanien höchst ertragreiche
Raubzüge.
Rodrigo
Diaz, El Cid, der einzige christliche Feldherr, der die Mauren im 11.
Jahrhundert in offener Feldschlacht geschlagen hat (1094 bei Cuarte),
starb 1099, und seine Frau Jimena hielt das bedrängte Valencia noch
drei Jahre, ehe es verloren ging.
Die sterblichen Überreste des El Cid wurden ins Kloster San Pedro de
Cardena in der Nähe von Burgos gebracht - und Chronisten und Dichter
jeglichen Niveaus begannen Informationen über dieses ungewöhnliche
Leben zu sammeln und weiterzugeben und auszuschmücken. Bis aus dem
widersprüchlichen Glücksritter der ideale Held der Reconquista
geworden war, der nichts anderes im Sinn gehabt hatte, als Spanien dem
Christentum zurückzugewinnen. „El cantar de mio Cid" heißt das
Nationalepos Spaniens, das dank seiner mißglückten Mischung von
Geschichtstreue und freier dichterischer Kraft bald zu einem Stück
Weltliteratur wurde.
Route:

Der Camino del Cid startet in Burgos und geht über Salas de los Infantes, El Burgo de Osma, Medinaceli,
Molina de Aragón, Albarracín, Teruel, Segorbe bis nach Valencia..
Weitere Informationen über
den Pilgerweg - wie Etappen, Streckenführung, Unterkünfte usw. unter:
http://www.caminodelcid.org/

El
Camino del Cid, von Burgos nach València
128 Seiten mit Foto's
ISBN 90-389-1127-0, Elmar Verlag (NL)
Preis: €12,90
EIN UMWEG ZUR
KIRCHE SAN MIGUEL DE ESCALADA
Ein
Abstecher - Entlang des Rio Esla erreicht man San Miguel
de Escalada: Es ist das vortrefflichste und
vollständigste Werk mozarabischer Architektur im Lande Leon.
Die Apsiden haben innen einen hufeisenförmigen Grundriß und
rechteckigen von außen. Mozarabische Bogengalerie, getragen
von monolithischen Marmorsäulen westgotischen Zuschnitts.
Einige Kapitelle zeigen asturianischen Einfluß. Die Kirche
wurde 913 geweiht. Unter der Herrschaft der Westgoten
entstand die erste Kirche. Der heutige „Neubau" stammt aus
dem 10. Jh. Die Kirche weist einen basilikalen Grundriß auf,
was in der mozarabischen Kunst in der Regel gleichbedeutend
ist mit einer Längsausrichtung und einer ungeraden Zahl an
Schiffen (drei oder fünf). In diesem Fall handelt es sich um
drei ziegelgedeckte Schiffe, von denen das mittlere das
breiteste und höchste ist. Ursprünglich trug es ein
Satteldach, während die Seitenschiffe nur eine Dachschräge
aufweisen. Der Innenraum der Kirche bildet ein 23 Meter
langes und 14 Meter breites Rechteck. Die dreischiffige
mozarabische Kirche hat drei hufeisenförmig gewölbte
Apsiden.

Etwas hinter Kilometer 309 an den N
120 zweigt rechts die Straße zum Kloster San Miguel de Escalada ab,
das 1886 zum Nationalmonument erklärt wurde. Die Kirche liegt 12 km
vom Camino entfernt.

Der klassische Umweg von León
nach Oviedo

Der Camino Francés
über Burgos und León ließ
Oviedo abseits liegen, doch viele Pilger waren bereit, die Strapazen
der Überquerung des Küstengebirges auf sich zu nehmen, um die
berühmten Reliquien der Kathedrale von Oviedo zu besuchen und der
alten Hauptstadt Asturiens, von der die Verehrung des Jakobusgrabes
ausgegangen war, ihre Huldigung zu erweisen. Da die Kathedrale dem
Erlöser geweiht ist, entstand in jener Zeit das Sprichwort:
Wer nach Santiago geht und nicht zum
Erlöser,
besucht den Diener und vergißt den Herrn."
"Quien va a Santiago y
no va al Salvador, visita al criado y olvida al Schor."
Mit dem Rückgang
der Pilgerfahrten seit dem 16. Jh. geriet besonders dieser Weg in
Vergessenheit. Erst den Bemühungen des Jakobusvereins von Oviedo ist
es zu verdanken, daß er wieder entdeckt und markiert werden konnte -
und sogar eine Pilgerherberge gibt es schon.
Die
bekanntesten Orte am Wege sind – La Robla, Busdongo, Arbas, La
Pola de Gordón, Pola de Lena,
Mieres del Camino, Oviedo.
Reserva
Nacional de los Picos de Europa
Wer
noch einige Tage zur Verfügung hat sollte auf keinem Fall das
Monasterio de Santo Toribio de Liébana
auslassen. Ansteuern sollte man den Ort
Potes. Man erreicht diesen Ort
am besten von Unquera an der Küste aus, über die N 621 (39 km). Die
ganze Strecke führt durch das Tal des Rio Deva (nicht zu verwechseln
mit dem gleichnamigen Flüßchen bei Covadonga), das sich in den
Schluchten von Hermida (Desfiladero de la Hermida) romantisch verengt,
passiert das Thermalbad La Hermida und erreicht das Dorf Lebeña mit
dem mozarabischen Kirchlein - Nuestra Señora de Lebeña. Die
Kirche wurde gegen 930 erbaut, der Glockenturm stammt aus späterer
Zeit. Den Haupteingang an der Südseite schützt ein langer Portikus.
Tonnengewölbe decken die drei Schiffe des Innenraumes, zwei Joche des
Mittelschiffs ragen weit empor. Hufeisenförmige Bogen auf
Blattwerksäulen trennen die Schiffe voneinander.
Potes (1500 Einw.) an der Mündung des Quiviesa in den Rio Deva ist der
Hauptort der fruchtbaren Landschaft Liébana.
Im Schutz mehrerer Zweitausender gedeihen hier Obst und Blumen, sogar
Wein. Der mächtige Torre del Infantado, ein Festungsturm aus dem 15.
Jh., dient heute als Rathaus.
Knapp 4 km von Potes entfernt schmiegt sich das Monasterio de Santo
Toribio de Liébana
an den Berghang. Er zählt zu den frühesten Klostergründungen Spaniens,
wurde wegen seiner versteckten Lage angeblich nie von den Mauren
entdeckt und bewahrt noch heute einen Splitter des Heiligen Kreuzes.
Im 8. Jh. wirkte hier der Benediktinermönch Beatus von Liébana
(um 730-89), dessen
Kommentare zur Offenbarung des Johannes, die Apokalypsen, in den
folgenden Jahrhunderten mehrfach abgeschrieben und höchst originell
und einprägsam illustriert wurden. Die 32 Kommentare sowie ein
theologischer Streit mit dem Erzbischof von Toledo weckten im ganzen
Abendland großes Interesse, so daß Beatus bald mit vielen bedeutenden
Theologen, darunter mit Alkuin vom Hofe Karls des Großen, in
Verbindung stand. Durch seine Hymne »O Dei Verbum« (O Gottes
Wort) auf den hl. Jakobus, den Schutzpatron Spaniens, wurde Beatus zum
Wegbereiter des europaweiten Jakobuskultes. Schon wenige Jahrzehnte
nach Beatus Tod kamen im Westen Spaniens die Reliquien des Santiago
zum Vorschein.
Die Illustrationen zu den Beatus-Apokalypsen (10. -13. Jh.) gelangten
zu großer kunsthistorischer Bedeutung, stehen sie doch mit ihrem
flächigen, von antiken, westgotischen und mozarabischen Einflüssen
geprägten Stil am Beginn der spanischen Malerei des Mittelalters.
Spätere Abschriften sind in Nordspanien in León
und in Santo Domingo de Silos zu besichtigen.
Heute hüten Franziskaner das Kloster, dessen restaurierte Anlagen
überwiegend aus dem 13. Jh. stammen. Auch die dreischiffige
Abteikirche entstand in dieser Zeit, zwei Portale allerdings gehörten
zu dem romanischen Vorgängerbau. Eine Tumba mit einem Holzbildwerk aus
dem 14. Jh. erinnert an den hl. Toribius, den Namengeber des Klosters,
und Reproduktionen der Apokalypsen des großen Beatus schmücken die
Wände des Kreuzganges.
Eine
gegen 1700 neben der Kirche erbaute kleine Kapelle bewahrt die
Kreuzreliquie, die größte, die bisher bekannt wurde. Toribius (+ 460),
der später heilig gesprochene Bischof von Astorga, hatte den Splitter
von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem mitgebracht. Beim Maurensturm
brachte man die Reliquie in das einsame Kloster. Den kreuzförmigen
Splitter aus Zypressenholz umhüllt ein ebenfalls kreuzförmiges
Reliquiar aus vergoldetem Silber.
Der Pabst Julio II erkannte dem Kloster das
Privileg 1512 zu, ein "Heiliges Jahr " auszurufen. Die Feierlichkeiten
sind am 16. April. Das nächste "Heilige Jahr" im
Monasterio de Santo Toribio de Liébana
ist im Jahre 2012.
Jakobsweg
- Der Küstenweg - Der
Weg ist das Ziel (Band 71)
von Michael Kasper -
Michael Moll - 214 Seiten,
16 farbige Abbildungen,
28 schwarz-weiß Abbildungen, 16 Skizzen
ISBN 3-89392-671-2
- € 14,90 / sfr 26,80 /
Das Buch stellt traditionelle, bisher
jedoch wenig erschlossene Alternativen zur Hauptroute des Jakobsweges
in Nordspanien vor. Beschrieben wird der vollständige Weg entlang der
spanischen Biscaya-Küste bis nach Oviedo einschließlich der beiden
Abzweige ins Landesinnere zum Hauptweg bei Santo Domingo de la Calzada
bzw. Burgos. Weiterhin schildert der Autor den klassischen Umweg von
León über Oviedo nach Santiago de Compostela.
Eine gute Seite die sehr hilfreich ist:
http://www.caminosantiagoastur.com/
http://www.gronze.com/camino-de-santiago/camino-del-salvador.htm

Ruta Mar Rias Bajas

Der Pilgerweg führt 296 Km vom Mündungsdelte des Rio Minho immer an der Küste
entlang vom Monte de Santa Tecla über La Guardia, Santa Maria de Oia,
Baiona, Panxón,
Moaña,Cangas de Morazo, Hio, Bueu, Marin, Pontevedra, Monestario del Poio,
Cambarro, Rajo, Sangenjo, Portonovo, Cambados, Villagracia de Arousa, Cespón,
Boiro, Pueblo del Caramiñal,
Ribeira, Porto do Son, Noja bis nach Santiago de Compostela.
VIA CRUCIS (Kreuzweg)
Es
gibt zwei VIA CRUCIS [Kreuzwege], ein antiker aus einfachen Kreuzen
die aus dem Ende des
XVII Jahrhundert oder
Anfang des XVIII
Jahrhundert stammen und
das Neue und künstlerische
das 1923 anfing und 1940
beendet wurde. Die
Medaillons sind das Werk
von dem Bildhauer aus
Valencia H. Vicent Mengual,
und die Kreuze aus Stein von dem Steinmetzmeister H. Sebastiän Perez
Carneiro. Alle haben ihre Eingebung in den keltischen Kreuzen aus
Irland und aus der Bretagne.
SANTA
TECLA KAPELLE
Der
Bau der Kapelle stammt aus den Jahrhunderten XII und XVI mit späteren
Umbauten.
Man
glaubt das seit der westgotischen Zeit die Jungfrau und Märtyrerin des
Christentums verehrt wird, Jüngerin

vom Heiligen
Paul, die verschiedene Folter in Iconio (Seleucia) erlitten hat, in
Kleinasien um das Jahr 46 des christlichen Zeitalters. In diesem
Heiligtum befindet sich seit 1951, ein Relikt des Arms der Jungfrau
das vom Erzbischof aus
Tarragona gesandt
wurde. Dort
befindet sich auch
ein
Stück der echten
Lignum Crucis.
Die
Verehrung hat sich
gesteigert nach dem
wohltuendem
Wunder des
Regens, der nach
sieben
Jahren anhaltender Dürre, ohne Ernten, mit Hunger und Seuchen erwartet
wurde.
Die Gläubigen der sieben Gemeinden von Foz de Miño, haben als Dank der
Jungfrau im Jahre 1355 ein Gelübde abgelegt, in dem sie versprachen
jedes Jahr (seit 1599 nur Männer) als Buße den Berg, bei Wasser und
Brot, zu besuchen, diese Tradition und dieser Kult werden Heute noch
erhalten.

Weitere Informationen unter:
http://www.aguarda.com/museo/index.htm
http://chronico.de/erleben/historie/0000450/


Die Katalanischen Königsklöster
auf dem
Jakobsweg El Vendrell – Logroño
Unser Pilgerfreund
Luis-Miguel Lucio hat
diesen Text verfasst und ist auch auf seiner Homepage nachzulesen
http://www.lucio.ch/default.htm .
Wer eine Woche in Katalonien Jakobswege und Kultur pur geniessen
möchte ist mit der „Ruta del Cister“ gut bedient. Die drei
Zisterzienserklöster Poblet, Vallbona de les Monges und Santes Creus,
deren Position ein imaginäres Dreieck von etwa 25 Kilometern
Seitenlänge bildet, zählen wegen ihrer Architektur und ihren
einzigartigen aragonesischen Königsgräbern zu den Höhepunkten jeder
Katalonien-Reise. Ihrer strategischen Lage oder dem Reichtum des Adels
verdanken andere Orte wie Montblanc ihr pittoreskes, mittelalterliches
Stadtbild. Weder im Burgund, der Heimat der Zisterzienser, noch in den
französischen Töchtergründungen wird die Bedeutung des Ordens und die
Schönheit seiner Baudenkmäler greifbarer als im Hinterland von
Tarragona.

Die mittelalterliche Stadt Montblanc eignet sich bestens als Start.
Montblanc kann mit dem Zug von Barcelona-Sants aus (ca. 2 Stunden)
mehrmals im Tag angepeilt werden. Mit der direkten Zugsverbindung (Talgo
Pablo Casals) Zürich – Barcelona Sants kann die Wanderung problemlos
in einer Woche absolviert werden. Der Weg ist ausgezeichnet mit den
gelben Pfeilen (El Vendrell – Logroño) und zusätzlich als GR-175 (weiss-roten
Zeichen) ausgeschildert. Da verschiedene andere GR den Weg kreuzen
oder teilweise identisch sind, ist das Wanderbuch mit Wanderkarte
1:50'000 „La Ruta del Cister“, Col.lecció: Azimut 5, ISBN
84-89890-33-1 sehr empfehlenswert. Das Buch ist nur auf katalanisch
erhältlich, beinhaltet aber die gesamte Infrastruktur der Route wie
Unterkünfte und Verpflegungsmöglichkeiten sowie die gut beschriebenen
Routen (Alternativen und BTT). Das Wanderbuch ist in jedem Kloster
erhältlich.

Zisterzienserbauten
Die Schmucklosigkeit der Romanik in
seinem Übergang zur Gotik kommt bei den Zisterzienserklostern zum
Ausdruck. Vom Zisterzienserorden ging während des Xll. Jahrhunderts
eine Reaktion gegen den Überfluss der Kluniazienser aus; die Kargheit
im täglichen Leben, in der Liturgie und bei der Dekoration der
Kirchenhäuser wurde lobpreist. Diese Architektur zeichnet sich durch
seine Einfachheit in Linienführung und Dekoration aus. Die Kloster von
Poblet und Santes Creus stehen als die bedeutendsten Beispiele dieser
Kunstrichtung.
Kloster Poblet
Von der UNESCO 1992 unter
Denkmalschutz gestellt. Die Geschichte von Poblet hat seinen Ursprung
im Jahre 1151. Das Gefüge wurde zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert
im romanischen, gotischen und barocken Stil gebaut.
Kloster Santes Creus
Zwischen dem 12. und 18. Jh. im
romanisch, gotisch und barocken Stil erbaut.
Etappen:
-
Montblanc – POBLET – L’Espluga de Francolí
(13.5 km). Verfolgt man die Hauptroute über St. Joan ist mit
Höhenunterschieden von ca. +/- 700 m zu rechnen. Angenehmere aber
BTT-Asphalt-Variante vorhanden.
-
L’Espluga de Francolí – Santuari del Tallat –
VALLBONA DE LES MONGES
(21.50 km). Unterwegs keine Verpflegungsmöglichkeit. Die
Höhenunterschiede sind auch nicht zu unterschätzen.
-
VALLBONA DE LES MONGES – Belltall – Forés – Sarral
(22 km)
-
Sarral – Cogulló – El Pont d’Armentera – SANTES CREUS
(25 km) Viele Höhenunterschiede. An einer Stelle muss ein bisschen
geklettert werden . BTT-Variante vorhanden
-
SANTES CREUS – El Pla de Santa Maria – Figuerola del
Camp – Prenafeta – Montblanc
(24 km) sehr
angenehmer Passübergang
Die Unterkünfte sind unbedingt im voraus zu reservieren. Albergues/Refugios
sind keine vorhanden ausser man fragt beim Pfarrer oder Proteción
Civil, was wir nicht taten. Vor allem in Vallbona de les Monges sollte
im Frauenkloster sehr früh gebucht werden (freiwilliger Beitrag,
ausgezeichnete Doppelzimmer und Halbpension). Wir genossen die
kulinarischen Köstlichkeiten der Gegend und den vorzüglichen Wein
(Priorat usw.).
Pilgerführer:
La Ruta del Cister
Poblet, Santes Creus, Vallbona de les Monges
Carme Anglès
Pep Cunillera
Enric Fonts
Montserrat Robusté
Edicions Cossetània
Tel.977 602 591
imatge@tinet.fut.es
ISBN: 84-89890-33-1
Weitere Informationen :
Die offizielle Seite über die
Ruta del Cister:
http://www.larutadelcister.info/
http://cip.physik.uni-bonn.de/~schwedt/page20.htm
http://www.revistaiberica.com/Rutas_Y_Destinos/cata/cister.htm


Camino de Invierno - Ein Seitenweg
zum Cebreiro
Wer den Bergen
zwischen Villafranca del Bierzo und Santiago - oder auch den
Pilgermassen - ausweichen will, findet hier eine gute Möglichkeit. Der
Weg führt ab Ponferrada weiter südlich im tiefer liegenden Sil -Tal,
in etwa parallel zum Camino Frances, über Lemos und Chantada und bei
Lalin auf den Camino Mozarabe. Der Weg ist als offizieller Camino
anerkannt.
Informationen sind zu finden unter
www.caminodeinvierno.com
Allerdings nur in den Sprachen - gallego und castellano.
Hier der Verlauf des Pilgerweges:

Etapenplan:
mit Wegbeschreibung, Höhenprofil
und Hetrbergen
[
Albaredo - Quiroga
21.5 Km
Quiroga - Monforte 18,3
Km
Quiroga - A Cubela
14.6 Km
A Cubela - Monforte
27.9 Km
Doade - Monforte
19.9 Km
Monforte - Belesar
24.2 Km
Belesar - Monte Faro
16.7 Km

Weitere Auskünfte über
den Pilgerweg von dortigen Jakobusgesellschaft:
Asociación de Camiños a Santiago pola Ribeira Sacra

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