Der Niederschlesische Jakobsweg

von Glogau (Głogów) über Jakobskirch (Jakubów), Polkowice, Bunzlau (Bolesławiec),
Lauban (Lubań) nach Görlitz.

Der erste wiederhergestellte Jakobspilgerweg in Polen ist der Niederschlesische Jakobsweg der am 25. Juli 2005 feierlich eröffnet wurde.
Der 164 Km lange Pilgerweg führt von Glogau (Głogów) über Jakobskirch (Jakubów), bekannt als Jakobs-Wallfahrtsort (gegründet 991), und weiter über Polkowice, Bunzlau (Bolesławiec), Lauban (Lubań) nach Görlitz.
Die Idee der Durchführung des Weges kommt von "St. Jakobus-Bruderschaft" (Bractwo św. Jakuba) aus Jakobskirch und von ihrem Vorsitzenden, Henryk Karas. An den Vorbereitungsarbeiten zum Niederschlesischen Jakobsweg hat sich bald die "Stiftung des Franziskanischen Dorfes" (Fundacja Wioski Franciszkańskiej) aus Janice angeschloßen. Diese hat auch den Pilgerführer heraus gebracht, (die erste Auflage ist schon vergriffen), und eine Web-Site erstellt.
Der durch überwiegend flaches und bewaldetes Gebiet verlaufende Pilgerweg verfügt über fast 30 Übernachtungsmöglichkeiten (die sind im Pilgerführer und Web-Seite aufgelistet) entlang der ganzen Strecke. Von den Pilgerherbergen im engen Sinne gibt es keine, wegen der noch nicht entsprechend hohen Pilgeranzahl. Die Pilger haben aber die Möglichkeit, in den Pfarrhäuser, Klöstern und touristischen Bauernhöfen gegen eine Spende um Übernachtung nachzufragen.
In Görlitz knüpft der Pilgerweg an den Ökumenischen Pilgerweg an. Mit dem Projekt „Von Jakob zu Jakob“ wird der bisher östlichste Ausgangspunkt Europas für eine beschilderte Pilgertour nach Santiago de Compostela/ Spanien geschaffen. Das Wegzeichen ist eine weiße Muschel mit rotem Jakobskreuz.

Hier der Verlauf des Niederschlesischen Jakobsweg (die jetzt schon abgestimmten Übernachtungsmöglichkeiten sind rot gezeichnet):
 -
Jakubów (Jakobskirch) - zweitälteste Kirche in Schlesien,
   991 gegründet, regionales Zentrum des Jakobusverehrung
 - Jerzmanowa
 - Bądzów
 -
Grodowiec (Hochkirch) - wiederbelebender Wallfahrtsort
 - Trzebcz
 -
Polkowice - eine Industriestadt (25.000 Einw.),
   Kupfererzabbau Zentrum
 - Parchów
 - Pogorzeliska - interessante Fachwerkkirche, eine der
   Grenzkirchen, die kurz nach dem „Westfälischen Frieden“
   in Schlesien entstanden,
 - Chocianów
 - Nowa Kuźnia
 - Modła - eines der Zentren der ukrainischen orthodoxen
   Gläubigen, auf dem Friedhof viele Grabplatten mit
   ukrainischen Inschriften
 - Osła
 - Szczytnica
 - Tomaszów Bolesławiecki
 - Kruszyn (Gnadenberg) - eine der drei Siedlungen, im
   18. Jh. wurde hier die Böhmische Bruderschaft gegründet
 - Bolesławiec (Bunzlau, 45.000 Einw.) - Bunzlauer Keramik
  
(zukünftig soll die ganze Beschilderung in der Stadt nur
   aus Keramik sein -  Geburtsort von Martin Opitz (1597),
 - Mierzwin
 - Nowogrodziec (Naumburg)
 - Nawojów Śl.
 - Lubań (Lauban) - interessante, wieder aufgebaute Altstadt
   (25.000 Einw.), Generalkloster der Magdalenerinnen
 - Pisarzowice
 - Henryków - der älteste Baum in Schlesien: 1400 jährige
   Eibe
 - Sławnikowice
 - Grunów
 - Pokrzywnik
 -
Jędrzychowice - mittelalterliche Spuren der Jakobspilger
   (in Stein gehauene Muschel mit Buchstabe "P", mehrere
   Muschel in der Ausstattung der Kirche)
 -  Zgorzelec - ehem. östliche Ortsteile Görlitz, seit 1945
   selbstständige Stadt mit ca. 35.000 Einw..
Über die in
   vorigem Jahr wieder aufgebaute Altstadtbrücke führt der
   Weg zur Peterskirche in Görlitz.

Zittauer Jakobsweg - von Posen, Görlitz nach Prag
Der
Niederschlesische Jakobsweg - von Glogau, Lauban nach Görlitz
Die Via Regia
- führt von Osten nach Westen durch ganz Niederschlesien von Brieg über Breslau, Liegnitz,
Goldberg, Lauban nach Görlitz.


Kirche in Jakubov

Kirche in Jakubóv

Jakubów od poludnia

 Sankt-Jakobus-Apostel-Bruderschaft
 in Jakubow (Jakobskirch)
in Niederschlesien

Der polnische Name ist
„Bractwo św.
Jakuba Apostoła“
Die Adresie: PL - 59-160 Radwanice, Jakubow 34. Die Hauptzwecke des Vereins:
1. Die Hilfe bei der Wiederbelebung der Jakobswege in Polen, die nach Santiago de Compostela führten und die jemals die Staaten, Länder und Leute verbunden hatten.
2. Die Belebung der europäischen Tradition, die mit der Entwicklung der Jakobswallfahrt am Camino de Santiago verbundenen ist.
3. Die Einbeziehung der Polen in immer wieder allgemeine Bewegung der Christen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz und Tschechien, die die Idee von der Jakobuspilgerfahrt nach Compostela unterstützen.
4. Die Pflege und die Aufsicht über die neuen Jakobspilgerwege die aus der Initiative der Bruderschaften in Polen entstehen.



Die Sankt-Jakobus-Apostel-Kirche in Jakubow, Kreis Polkowice, Niederschlesien

Die Via Regia

führt von Osten nach Westen durch ganz Niederschlesien von Brieg (Brzeg)
über Breslau (Wrocław), Liegnitz (Legnica), Goldberg (Złotoryja), Lauban (Lubań)
nach Görlitz.

Uniegoszcz kosciol

Der andere Jakobsweg - die Via Regia -, wurde von der „Stiftung des Franziskanischen Dorfes“ im Jahre 2006 vorbereitet. Die Via Regia, folgt dem gleichnamigen mittelalterlichen Handels- und Pilgerweg. Die Strecke von 236 km (so lang ist die Hauptachse des Weges; dazu kommen noch drei Varianten in der Gesamtlänge von 93 km) führt von Osten nach Westen durch ganz Niederschlesien von Brieg (Brzeg) über Breslau (Wrocław), Liegnitz (Legnica), Goldberg (Złotoryja), Lauban (Lubań) nach Görlitz. An der Altstadtbrücke in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec knüpft sich der Weg an den seit 2003 existierenden Ökumenischen Pilgerweg durch Sachsen und Thüringen, der auch ehem. Via Regia nachfolgt. Aus diesem Grunde wurde der niederschlesische Teil des Weges mit gleichem Muster der Muschel markiert.
Die Pilger haben zur Zeit 17 Übernachtungsmöglichkeiten am Wege zur Verfügung, aber die Zahl soll bald steigen. In Kürze treffen sich in Legnica zum ersten mal die Wegepaten der Via Regia, die sich sowohl um die notwendige Ergänzung der Wegmarkierung kümmern werden, als auch nach weiteren Übernachtungsmöglichkeiten suchen.
Der Pilgerführer über die Via Regia in polnischer Sprache ist schon fertig und kann unter www.camino.net.pl bestellt werden; die deutsche Fassung wird nun übersetzt. Ähnlich wie im Falle von dem Pilgerführer über den Großpolnischen und Niederschlesischen Jakobsweg, auch hier werden je 1.500 Exemplare in polnischer Sprache und je 500 Exemplare in deutscher Sprache aufgelegt. Der Nachdruck wird dem Bedarf entsprechend reguliert (die Druckfolien bleiben der „Stiftung...“ zur Verfügung).

Pilgerführer und Pilgerausweis (Credencial)

Mit der Absicht einen Weg zu gehen, lohnt es sich ein Pilgerführerbuch "Przewodnik Pielgrzyma" mitzunehmen. Mit ihm wird es einfacher sowohl die Tagesabschnitte als auch Übernachtungsmöglichkeiten zu planen.
Es beinhaltet auch einen Pilgerausweis Legitymacja Pielgrzyma (Credencial), mit dem einen günstige vorbereitete Übernachtungsmöglichkeiten in den kirchlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden kann. Das Pilgerführerbuch können Sie unter angegebenen Kontaktadressen bestellen.
Die Via Regia von Brzeg-Wrocław-Legnica-Zgorzelec (Brieg-Breslau-Liegnitz-Görlitz-BRD)
Hier die bibliographischen Angaben:
Stiftung Franziskanerdorf (Hrsg.): Der Jakobsweg, ein ökumenischer Pilgerpfad. Via Regia Niederschlesien. Lubomierz-Janice 2007, 108 S., ISBN 978-83-924296-2-3

 

 

Der Zittauer Jakobsweg

Jakobsweg Posen - Görlitz - Prag

Kirche zum Hl. Jakob in Letařovice (Letarschowitz)

Nicht nur nach Rom, auch nach Santiago de Compostela führen viele Wege - dorthin, wo der Apostel Jakobus der Ältere begraben liegt. Ein kleines Teilstück wird gegenwärtig wiederbelebt: die alte Pilgerroute zwischen Posen, Görlitz und Prag, die in der tschechischen Hauptstadt Anschluss an das europaweite Netz der Jakobswege findet.

Das Besondere an dieser Initiative ist, dass sich Deutsche, Polen und Tschechen gemeinsam dafür engagieren und damit ein Stück gelebte Nachbarschaft schaffen. Bis zum 25. Juli 2006 soll die ca. 500 km lange Route fertig konzipiert sein. Sie verbindet wertvolle Sakralbauten, darunter viele Jakobskirchen, und führt zugleich vor allem im südlichen Raum durch einmalig schöne Landschaften. Mit dem Zittauer Jakobsweg ist auch die Hoffnung verbunden, dass sich die Menschen der Dreiländerregion durch gemeinsame Pilgerschaften und Wallfahrten wieder näher kommen.

Möglich wird das Projekt durch viele Ehrenamtliche: Menschen, die den Pilgern Unterkunft gewähren, örtliche Ansprechpartner und Wegewarte. Um dieses Engagement zu unterstützen, gründete sich am 26. Juni 2006 ein gemeinnütziger Verein. Jeder, der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen und findet unter dem Menüpunkt Trinationaler Verein weitere Informationen.

Hier Website über den Zittauer Jakobsweg:
http://www.zittauer-jakobsweg.de/index.php?lg=de



Die Wegbeschreibung über den Zittauer Jakobsweg

 Abschnitt Posen - Jakubów
 
Abschnitt Jakubów - Görlitz
 
Abschnitt Görlitz - Prag


 

Jakobswege in Polen

stand: märz 2015

Ist Polen eigentlich ein Pilgerland – doch der von den Wanderpilgern meist besuchte Ort in Europa ist nicht Santiago de Compostela, sondern Tschenstochau (Częstochowa), wo jedes Jahr ca. 300.000 Pilger zu Fuss kommen. Es ist aber ein ganz andere Art des Pilgerns, was man von Camino de Santiago kennt. Die Pilger nach Tschenstochau sind die organisierten Pilgergruppen, die überwiegend in den ersten Augusttagen aus mehreren Städten sternförmig pilgern, um am 15. August vor der Ikone der „Schwarzen Madonna“ zu sein. Dadurch ist der Begriff des Pilgerns in Polen sehr stark durch das Bilde der Wallfahrtsgruppen geprägt und die individuellen Jakobspilger sind an der Weichsel immer noch etwas „exotisch“ genommen. Wobei das Bild und der Bewusst von dem Jakobsweg und Pilgern sich in den letzten Jahren schnell verändert.
Der erste wiederbelebte Jakobspilgerweg in Polen ist der Niederschlesische Jakobsweg (Dolnośląska Droga św. Jakuba), der am 25. Juli 2005 feierlich eröffnet wurde. Der 164 Kilometer lange Pilgerweg führt von Glogau (Głogów) über Jakobskirch (Jakubów), wo sich regionaler Jakobs-Wallfahrtsort befindet (gegründet 991), und weiter über Polkowice, Bunzlau (Bolesławiec), Lauban (Lubań) nach Görlitz. Die Initiative der  Durchführung des Weges kommt von der „St. Jakobus-Bruderschaft“ (Bractwo św. Jakuba) aus Jakobskirch und von ihrem Vorsitzenden, Henryk Karaś. An die Vorbereitungsarbeiten am Niederschlesischen Jakobsweg hat sich bald die „Stiftung des Franziskanischen Dorfes“ (Fundacja Wioski Franciszkańskiej) aus Janice angeschlossen, die auch den Pilgerführer verlegt hat (im Januar 2008 ist die 2. Auflage erschienen), sowie die Internetseite
www.camino.net.pl vorbereitet hat.
Der durch das überwiegend flaches und bewaldetes Gebiet führende Pilgerweg verfügt über fast 30 Übernachtungsmöglichkeiten (die sind im Pilgerf
ührer und auf der Internetseite aufgelistet) entlang der ganzen Strecke. Pilgerherbergen im engeren Sinne gibt es noch keine, da die Pilgeranzahlen noch nicht entsprechend hoch genug sind. Erste kommunale Herberge ist es aber vorgesehen in einem Ort 20 km vor Görlitz, wo potentiell der größte Pilgerstrom ist. Die Pilger haben aber die Möglichkeit in Pfarrhäusern, Klöstern und touristischen Bauernhöfen gegen freiwillige Spenden zu übernachten.
Die Ergänzung der Wegmarkierungen und die Kontakte mit den lokalen Gremien (Verwaltungen, Pfarrgemeinden, Schulen, Öffentlichkeit usw.) werden durch „Wegepaten“ gesichert. Jeder Opiekun szlaku (wie die Funktion auf Polnisch genannt wird) ist für eine 15 bis 20 Kilometer lange Strecke verantwortlich.
Ähnliche Lösungen wurden noch einmal im Jahre 2006 gebraucht, als die „Stiftung des Franziskanischen Dorfes“ weitere Pilgerwege vorbereitet und „in Gang“ gesetzt hat. Die Finanzierung der Tätigkeit wurde aus den Mitteln des Kultusministerium in Warschau gesichert, dass 100.000 Złoty (ca. 25.000 €) für das Projekt „Durchführung und Wiederbelebung der alten Jakobswegen in Südwestpolen“ bereit gestellt hatte.
Aus diesen Maßnahmen wurde in erster Linie die Fortsetzung des Niederschlesischen Jakobsweges durch die Region Großpolen (Wielkopolska) umgesetzt. So entstand der 232 Kilometer lange Großpolnische Jakobsweg (Wielkopolska Droga św. Jakuba) von Gnesen (Gniezno) über Posen (Poznań), Leszno nach Glogau (Głogów). Die Markierung des Weges ist die gleich wie beim Niederschlesischen Jakobsweg: eine weiße Muschel mit rotem Jakobuskreuz. Diesmal wurden aber etwas kleinere  Schilder (10 mal 13 cm) und Aufkleber gebraucht, die im Abstand von ca. 100 Metern angebracht wurden. Auf der Strecke gibt es über 20 Übernachtungsmöglichkeiten, überwiegend in den Pfarrhäuser, aber auch z.B. in einem Benediktinerkloster.
Der Großpolnische und Niederschlesische Jakobsweg sind in einem gemeinsamen Pilgerführer beschrieben, der auch in der deutschen Fassung erhältlich ist. Eine 40 Kilometer lange Fortsetzung gen Osten ist die Teilstrecke Mogilno – Trzemeszno - Gniezno, also der Jakobsweg an dem Piastenweg (Droga św. Jakuba na Szlaku Piastowskim). Die Fortsetzung des Weges in die südliche Richtung ist der im Mai 2008 eröffnete Zittauer Jakobsweg aus Görlitz über Zittau nach Prag.
Die andere Achse des Pilgerweges in Polen ist der Weg an der historischen Handelsstrasse Via Regia
. Die erste, im Jahre 2006 eröffnete Strecke von 236 km (so lang ist die Hauptachse des Weges; hinzu kommen noch drei Varianten mit einer Gesamtlänge von 93 km) führt von Osten nach Westen durch ganz Niederschlesien von Brieg (Brzeg) über Breslau (Wrocław), Liegnitz (Legnica), Goldberg (Złotoryja), Lauban (Lubań) nach Görlitz. An der Altstadtbrücke in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec knüpft der Weg an den seit 2003 existierenden Ökumenischen Pilgerweg durch Sachsen und Thüringen, der ebenfalls der ehemaligen Via Regia folgt, an. Aus diesem Grund ist der niederschlesische Teil des Weges mit gleichem Muster der Muschel markiert ist. Den Pilgern stehen über 20 Übernachtungsmöglichkeiten am Wege zur Verfügung.
Der Pilgerführer über die Via Regia ist in zwei Sprachversionen (polnisch und deutsch) kann unter
www.camino.net.pl  bestellt werden. Ähnlich wie im Falle der Pilgerführer über den Großpolnischen und Niederschlesischen Jakobsweg, werden auch hierbei je 1.500 Exemplare in polnischer Sprache und je 500 Exemplare in deutscher Sprache aufgelegt.
Am 15. September 2008 wurde die weitere Teilstrecke des Pilgerweges an der Via Regia zugänglich gemacht, von
Annaberg (Góra św. Anny) über Oppeln (Opole) nach Brieg (Brzeg). Der Pilgerführer ist jetzt nur in der polnischen Sprache vorhanden und als eine PDF-Datei unter www.camino.net.pl. Auf der Web-Seite sind schon auch aufgelistet die Übernachtungsplätze auf der weiteren, östlichen Etappen des Weges: in der Region Kleinpolen. Für den 25. Juli 2010 ist die offizielle Eröffnung des Jakobsweges „Via Regia“ von Pilzno über Krakau und durch Oberschlesien nach Annaberg geplant. Der Weg ist jetzt schon zum größeren Teil ausgeschildert und im Rahmen der Aktion „Europa Compostela 2010“ von Staffelpilger durchgewandert.
Auf der folgenden Karte (von Franciszek Mróz) wurden die existierenden und die in der Vorbereitung stehenden Jakobswege in Polen präsentiert. Die markierten und zugänglichen Teilstrecken sind grün gezeichnet; die noch nicht umgesetzten – rot. Außer den oben genannten Wegen, die Arbeiten dauern auf den folgenden Teilstrecken:

Polnischer Jakobsweg (Droga Polska) von Allenstein nach Thorn wurde am 27. April 2007 eröffnet. Im Jahre 2009 entstand die Strecke Thorn (Torun) – Trzemeszno, die den Weg mit dem Jakobsweg Gnesen – Glogau - Görlitz – Prag verbindet. Die Pilgerfuhrer (nur in der polnischen Sprache) sind aber schon unter redakcja@proagricola.com.pl zu bestellen. In der Planung steht die Teilstrecke von der Grenze zu Lithauen in Ogrodniki durch die Seenplatte von Suwałki und Masuren bis nach Allenstein (Olsztyn).
Die Strecke zwischen dem Großpolnischen Jakobsweg (Anknüpfung in Murowana Goślina) und Frankfurt/Oder wird von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/O. unter dem Namen Lebuser Jakobsweg (Lubuska Droga sw. Jakuba) entwickelt. Die Anknüpfung an den Jakobsweg Brandenburg (Frankfurt/O – Magdeburg) wird ebenfalls von Universität umgesetzt.
Der Pommerische Jakobsweg (Pomorska Droga św. Jakuba) wird zukunftig von Danzig bis nach Swinemunde (Świnoujście) und nach Ahlbeck/Usedom. Im September 2007 wurde die erste Teilstrecke in Polen eingeweiht: „Lauenburger Jakobsweg“ (Lęborska Droga św. Jakuba) fuhrt auf 90 Km durch Kaschubische Seeneplatte und wurde in dreisprachigem (Polnisch, Deutsch und Englisch) Pilgerführer ausführlich beschrieben.
Der Kleinpolnische Jakobsweg (Malopolska Droga sw. Jakuba) führt aus Sandomierz nach Krakau führen und dort an die Via Regia anknüpft. Die Markierung führt zur Zeit bis an die Stadtgrenze von Krakau, zur St.Jakobus-Kirche in Wi
ęcławice. Es sind auch die weiteren Teilstrecken des Weges geplant: von Lublin nach Sandomierz und aus Krakau über Oświęcim (bekannt durch das ehem. KZ-Auschwitz) nach Ratibor (Racibórz) und weiter nach Mähren. Es wird also ein Ansatz für die neue Strecke des Jakobsweges durch die Tschechische Republik – von Maximilian Bogner aus Bazer inspiriert.
Via Cervimontana ist ein 55 km langer „Zubringer“ aus dem Riesengebirge und dortigen 900-jährigen Stadt Hirschberg (Jelenia Góra)  zu den anderen niederschlesischen Teilstrecken des Jakobsweges. Für das Jahr 2010 ist die Fortsetzung aus dem Wallfahrtsort Grüssau (Krzeszów) nach Hirschberg geplant.
Ein anderer Zubringer zum Jakobsweg an der „Via Regia” ist auch der Zobtener Jakobsweg (Ślężańska Droga św. Jakuba), der seit 25. Juli 2009 von die „Wiege Schlesiens”, den Berg  Zobten (Ślęża) und die Jakobus-Kirche in Sobótka bis nach Neumarkt (Środa Śl.) fuhrt.
Die Funktion eines Zubringers zur Via Regia spielt auch der Neisser Jakobsweg (Nyska Droga św. Jakuba), der aus Ziegenhals (Głuchołazy) über Neisse (Nysa mit der St.Jakobus-Basilika) nach Schurgast (Skorogoszcz) führt und am 11. April 2010 offiziell eröffnet ist. Die Gesamtlänge der zugänglichen Jakobswegen in Polen beträgt zur Zeit ca. 1660 km und die weiteren 1500 km sind nun in Planung.
Die wichtigste Aufgabe der Jakobsinitiativen in Polen bleibt nach wie vor die Popularisierung der Jakobspilgertradition. Auf Grund der Entfernung zu Spanien und Santiago de Compostela bleibt das Pilgern auf dem Camino wohl noch wenig bekannt und verbreitet: im Jahre 2005 sind in Santiago nur 350 Polen zu Fuß angekommen, wobei die Mehrheit als ihren  Startpunkt St.-Jean-Pied-de-Port oder Pamplona wählte. Der Aufstieg ist jedoch merkbar – im Jahre 2007 waren es beinahe 900 Personen und 2009 schon um 1500 polnischen Pilger. Das Interesse an den schon in Polen existierenden Jakobswegen wächst auch weiterhin, so dass immer mehr Menschen nicht nur für das Pilgern in Spanien, sondern auch in ihrer Heimat begeistert werden können. Die steigende Zahl der Einwohnern in den am Wege liegenden Orten wird anhand der oft sichtbaren Muschelzeichen und anderer Pilgersymbole identifiziert. Auch die Medienberichte haben schon gewisse Interesse an Jakobswegpilgern erregt. Die Pfarrgemeinden fangen an, die Wege und den Jakobuskult zu pflegen (ein musterhaftes Beispiel ist hier natürlich Jakubow). Auch die Gemeinden und regionalen Tourismusverbände sehen die Pilgerwege als „touristisches Angebot“ im Bereich Kulturtourismus bzw. Pilgertourismus.
In der Meinung aller, die an den Jakobswegen in Polen arbeiten, der Schwerpunkt bleibt die spirituelle Dimension des Weges. Nach den
Fragebogen, die die Pilger in dem letzten Infopunkt in Polen (in Zgorzelec) erfüllen, über 70% der Pilger geht auf dem Jakobsweg in erster Linie aus den religiösen bzw. spirituellen Gründen. Als reinen Touristen erklären sich nur ca. 5% der Personen, die an der Lausitzer Neisse ihre Zertifikate bekommen. Etwa ein Viertel der Pilger sind Deutsche.
Um die internationale Kontakte zu pflegen, die Aktivitäten der lokalen Gruppen zu koordinieren und darüber zu informieren, wurde am 25. September 2009 in Breslau der überregionale Verein „Freunde der Jakobswege in Polen“ gegründet, der am 28. Januar 2010 rechtlich registriert wurde. Der Verein bereitet die Zeitschrift „Pielgrzymek“, die als PDF-Datei in digitaler Version verschickt wird, und sichert um den Ausbau der Web-Seite
www.camino.net.pl.  Zur Zeit sind auch die Kurzfassungen der präsentierten Informationen in Deutsch, Französisch, Englisch, Tschechisch, Ungarisch, Spanisch und Galizisch vorhanden. Für alle Hinweise und Anmerkungen zur deutschen Version der Informationen auf der Web-Seite werden wir sehr dankbar.

Buen Camino!
Emil Mendyk
„Przyjaciele Dróg św.
Jakuba w Polsce“ (Freunde der Jakobswege in Polen)
ul. Legnicka 65
PL 54-206 Wrocław
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 Updated: 24. November 2015  -  9:15 Uhr

 

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