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 |
Die meisten Pilger aus Italien und der Provence wanderten über
Arles. Hiernur die wichtigsten Stationen auf dem Weg: über Arles, Saint Gilles, Vauvert,
Aimargues, Castres, Toulouse, St. Bertrand de Comminges, Oloron, Somport Pass,
Jaca, Osturit, Monreal bis nach Puenta la Reina wo er mit den anderen Wegen aus
Frankreich zusammen trifft.
Via Tolosana, Route von Toulouse, trägt ihren Namen einerseits nach den
mächtigen Grafen von Toulouse. Sie führte durch deren Ländereien, die bis Mitte
des 13. Jh. das heutige Roussillon, Languedoc, Bearn und die Provence umfaßte.
Andererseits liegt die Begründung in der Bedeutung der Basilika, Saint Sernin in
Toulouse, eine der berühmtesten religiösen Stätten der damaligen Christenheit.
Lange bevor Europa als Einheit gedanklich erfaßt wurde, war die Via Tolosana
eine verbindende europäische Straße. Sie spielte eine herausragende Rolle beim
Austausch von Gedankengut, Kunst und Wissenschaft, aber auch für den Handel
zwischen der Iberischen Halbinsel und dem östlichen Mittelmeer. Zahlreiche "Romieu"
pilgerten in umgekehrter Richtung auf diesem Weg nach Rom zum Grab des Heiligen
Petrus. Der Jakobsweg führt auf dieser Route zu den Zeugnissen der wechselhaften
Geschichte des Südens, zu Überresten aus der Römerzeit romanischen Kirchen und
Klöstern. Nach dem Überschreiten der Wasserscheide zwischen Mittelmeer und
Atlantik wird die Region MidiPyrenäen erreicht. Vor dem Auge des Pilgers
erstrecken sich die ehrsamen Landstriche der Monts de Lacaune und am Horizont
die Montagne Noire. Erst nach dem Durchqueren der legendenumwobenen
Granitlandschaft des Sidobre mit ihren geheimnisvollen Felsformationen finden
die Pilger erneut die Zivilisation belebter Städte.
Castres
Die Stadt am
Ufer, der Agout mußte den Pilgern nach ihrem langen Weg durch die Wälder und
stillen Höhen der Mont de Lacaune wie eine Oase erschienen sein. Sie fanden
wohlverdiente Ruhe in der Abtei Saint Benoit, deren Ursprung bis ins 9. Jh.
zurückgeht, oder im Hospital Saint Jacques, gegründet von einem wohlhabenden
Handelsherrn. Am linken Flussufer bot die Kirche Saint Jacques mit einem
Glockenturm aus dem 13. Jh. Gelegenheit zur Besinnung und Gebet. Durch eine
günstige Lage an der südlichen Hauptroute nach Santiago erblühte die Stadt
bereits im Mittelalter. Ab dem 11. Jh. leiteten Konsule die Geschichte Castres,
später sorgten die Webereien und Gerbereien für florierenden Handel und
Wohlstand. Heute erinnern die restaurierten Gerberhäuser mit den bunten
Holzfassaden an der Agout und einige Patrizierhäuser aus der Renaissance an die
reiche Vergangenheit dieser Stadt. lm ehemaligen Bischofspalast ist ein
bekanntes Goya‑Museum untergebracht.
Cordes
Die im 13. Jh. durch den Grafen von Toulouse gegründete Bastide
war ein besonders sicherer Ort und deshalb bei zahlreichen Pilgern beliebte
Zwischenetappe auf der Strecke zwischen Via Podiensis und Via Tolosana. Schon
von weitem sichtbar thront die ausgesprochen gut erhaltene Festungsstadt auf
einem Hügel. Hinter gleich vier Festungsringen konnten sich Einwohner wie
Fremde. in Sicherheit wähnen. Die Pilger auf dem "harten Weg" nach Santiago
fanden Unterkunft in einem Hospiz. Als Bastide waren der Stadt einige
Privilegien gewährt, die bis ins 16. Jh. besonders durch einen blühenden Tuch‑
und Lederhandel für Wohlstand sorgten. Noch heute zeugen einige gotische
Patrizierhäuser, schöne Fachwerkbauten und die Markthalle aus dem 14. Jh. von
einstiger Prosperität. An die Jakobspilger erinnern die Jakobsmuscheln, die so
manches Gebäude zieren. Wohl nicht von ungefähr wird alljährlich im September
hier das "Fest des guten Lebens" gefeiert.
Toulouse
Entlang der Via
Tolosana eilte die Nachricht von Mund zu Mund, es gäbe kaum einen heiligeren Ort
in der ganzen Welt, als die Basilika St. Sernin in Toulouse. Ab dem 11. Jh. war
die Stadt eine unumgängliche Etappe auf diesem Jakobsweg. Der 1060 begonnene Bau
der Basilika Saint‑Sernin beherbergte die Reliquien des hier, im Jahre 260 durch
einen Stier des Märtyrertodes gestorbenen Saturnin, der in der Volkssprache zu
Sernin wurde. Einer Legende zufolge, machte Karl der Große der Basilika weitere
Reliquien zum Geschenk. Darunter die des Heiligen Jakobs, sowie einiger anderer
Apostel, Damit war St. Sernin, der größte romanische Sakralbau des Abendlandes,
für Jakobspilger zu einem wichtigen Ziel geworden. Die Basilika gab ihnen mit
dem großartigen Mittelschiff und den vielen Seitenkapellen, den Fresken und
Skulpturen im orientalischen Stil, bereits einen Vorgeschmack auf die Kathedrale
in Santiago. An der Ostpforte begrüßte eine eigenwillige Jakobusfigur die
Pilger. Mit seinen Füßen trat der Heilige einen Löwen reitende Frauen. Wie einst
die Jakobspilger benötigen auch heutige Besucher von Toulouse mehrere Tage, um
all die bedeutenden Bauwerke aufzusuchen. Darunter das von Predigermönchen
gegründete Jakobinerkloster, dessen Kirche mit einem wunderbaren, von einer
Säule getragenen Gewölbe aus verschiedenfarbigen Steinen gemauert ist. Es
gleicht einer zu Stein gewordenen Palme. In dieser Kirche ruhen seit 1369 die
Gebeine des Heiligen Thomas von Aquin. Zum Kreuzgang der Jakobiner pilgern
mittlerweile jedes Jahr Musikfreunde, um internationalen Künstlern beim
Festspiel der Pianomusik zu lauschen. Das im typisch roten Backstein der Stadt
leuchtende Hotel Dieu Saint Jacques auf der anderen Garonne-Seite entstand aus
zwei Hospitälern aus dem 12. und 13. Jh. Eine Jakobsstatue erinnert an die
einstige Bedeutung als Unterkunft für Jakobspilger und Kranke. Der im Jahre 1073
begonnene Bau der Kathedrale Saint Etienne wurde im 13. Jh. fortgesetzt und
endlich im Jahre 1610 im gotischen Stil beendet. An der ersten Grabstätte des
Märtyrers Sernin entstand die heute älteste Kirche der Stadt, Notre Dame du Taur,
mitten in der Altstadt mit den engen, von Fachwerkhäusern gesäumten Gassen. Das
an Sakralbauten so reiche Toulouse hat ebenso viele prächtige Patrizierpaläste
vorzuweisen. Sie sind Erinnerung an das 15. und 1.6. Jh., als die "Pastelprinzen"
genannten und unermeßlich wohlhabenden Farbhändler Stadt und Umgebung zu einem "Pays
de Cocagne", einem Schlaraffenland machten.
L'Isle Jourdain
Im Jahre 1050 wurde hier Bertrand de Lisle geboren, der später
dem Ort Saint Bertrand de Comminges seinen Namen verlieh. In L'Isle Jourdain
erinnert das ehemalige Hospital in der Avenue Lombez mit einer schönen
Jakobsstatue an die Bedeutung der Stadt für die Jakobsbewegung. Heute läßt eine
umfangreiche Glockensammlung im "Musee de I'Art campanaire" in der einstigen
Markthalle an vergangene Zeiten denken, als Glockenklang in die Kirchen rief.
Auch
Der perfekte Grundriss eines Kreuzes weist mit dem Chor der
Kathedrale genau nach Osten in Richtung Toulouse, woher die Pilger in die
Bischofsstadt Auch strömten. Sie betraten die Stadt durch das Tor von Betclar
genannt "Couscouille". In der Sprache der Gascogne bedeutet dies Muschel. Sainte
Marie in Auch ist eine der letzten in Frankreich erbauten Kathedralen, sie wurde
Ende des 17. Jh. fertig gestellt. Die Sakralbauten von Ile de France zum
Vorbild, brachen die Baumeister hier mit dem traditionellen Stil der
meridionalen Gotik. Einzigartige Glasfenster von Arnaud de Moles und eine
Holzskulptur aus dem 16. Jh. zeigen Darstellungen des Heiligen Jakobus. In der
Krypta mit fünf Kapellen sind mehrere Sarkophage von Märtyrern und lokalen
Heiligen zu sehen.
Lacommande
Im Jahre 1120
gründete der Kreuzritter Gaston IV. die Kommandantur d'Aubertin. Das alte Dorf
liegt auf dem östlichen Hügel, das Hospiz jedoch im Tal am Jakobsweg in Richtung
Oloron. Erst 1773 wurde Lacommande unabhängige Gemeinde. Sehenswert sind in der
Kirche aus dem 12. Jh. die ausgesprochen schönen Kapitelle und der reich
geschmückte Chor.
Oloron Sainte Marie
Schon in der
Antike spielte Oloron am Zusammenfluss von Aspe und Ossau eine bedeutende Rolle
als Handelsplatz. Vor dem Aufstieg nach Somport war der Ort auch ein wichtiges
Etappenziel der Pilger, die zunächst Unterkunft in der romanischen Kirche Sainte
Croix fanden. Kuppel und Querschiff des Baus verraten den Einfluss eines
spanisch‑maurischen Stils. Die gotische Pilgerkirche begeistert noch heute
Kunstliebhaber mit dem schönen, romanischen Portal aus Marmor der Pyrenäen.
Einige Darstellungen sind stellvertretend für die Gastronomie im Bearn. Sie
zeigen einen gefangenen Lachs, seine Zubereitung, ein geschlachtetes 'Schwein,
den Schinken, einige menschliche Figuren zerstoßen Gewürze, bereiten Käse und
backen Brot. Die Kapitelle der Kirche sind von ausdrucksstarken Köpfen geziert.
Am Ostportal ist eine seltsame Säule mit in Ketten gelegten Sarrazenen zu sehen.
L'Hopital Saint Blaise
Das Dorf mit seiner wehrhaft wirkenden Kirche inmitten der grünen
Hügel gleicht noch dem Bild des Mittelalters. Hier befand sich die Kommandantur
der Hospitalier und ein Pilgerhospiz. Gut erhalten ist die nach dem Plan eines
griechischen Kreuzes erbaute, gedrungene Kirche. Die Kuppel in der Mitte wird
von acht sternförmigen Verstrebungen getragen, die Gewölbe verraten einen
spanisch-maurischen Einfluss. Das weit geschwungene Portal mit Säulen und
Kapitellen ist ein schönes Beispiel der romanischen Kunst.
Dieser Text ist aus der
Broschüre "Jakobswege in Südwestfrankreich" entnommen. Herausgeber ist das Comité
Régional du Tourisme d'Aquitaine.
Weitere Informationen siehe unter:
http://www.tourisme-aquitaine.fr/de/

Pilgerinformationen:
Der Pilgerweg von Arles über den Somport-Pass
|
Etappen |
Orte entlang des Weges |
km
|
Höhenlage |
Service |
| 0 |
ARLES |
0 |
9 m |
H AJ A B M T |
| 13 |
Saliers |
13 |
7 m |
G |
| 6 |
Saint-Gilles-du-Gard |
19 |
7 m |
r Ch M |
| 16 |
Vauvert |
35 |
8 m |
|
| 11 |
Gallargues-le-Montueux |
46 |
9 m |
Ch |
| 20,5 |
Baillargues |
66,5 |
13 m |
Ch |
| 2,5 |
Vendargues |
69 |
40 m |
|
| 12 |
MONTPELLIER |
81 |
50 m |
H AJ A B M T |
| 15 |
Montarnaud |
96 |
120 m |
|
| 12 |
Aniane |
108 |
65 m |
H Ch |
| 6 |
Saint-Jean-de-Fos |
114 |
85 m |
Ch M |
| 3 |
Saint-Guilhem-le-Désert |
117 |
160 m |
G M |
| 22 |
Saint-Jean de la Blaquière |
139 |
160 m |
H r |
| 10 |
Soumont |
149 |
280 m |
Ch |
| 2 |
Lodève |
151 |
190 m |
H Ch A B M |
| 20 |
Joncels |
171 |
400 m |
r |
| 4 |
Lunas |
176 |
290 m |
H |
| 4 |
Le Bousquet d'Orb |
180 |
250 m |
G A |
| 20 |
Saint-Gervais sur Mare |
200 |
330 m |
G |
| 14 |
Ginestet |
214 |
920 m |
r |
| 12 |
Murat sur Vèbre |
226 |
840 m |
H Ch |
| 16 |
La Moutouse |
242 |
940 m |
Ch |
| 6 |
La Salvetat-sur-Agout |
248 |
685 m |
G Ch |
| 18 |
Anglès |
267 |
770 m |
G Ch |
| 8 |
Lasfaillade |
274 |
800 m |
G |
| 3 |
Bouisset |
277 |
770 m |
Ch |
| 15 |
Boissezon |
292 |
240 m |
G |
| 11 |
Saint-Hippolyte de Lagriffoul |
303 |
240 m |
Ch |
| 4 |
CASTRES |
307 |
175 m |
H Ch A B M |
| 10 |
Viviers-les-Montagnes |
317 |
190 m |
|
| 10 |
Dourgnes |
327 |
250 m |
G Ch |
| 23 |
Revel |
350 |
210 m |
H |
| 15 |
Saint-Félix-Lauragais |
365 |
310 m |
H Ch |
| 16 |
Avignonet-Lauragais |
381 |
200 m |
H Ch |
| 6 |
Villefranche-de-Lauragais |
387 |
175 m |
H |
| 8 |
Montesquieu-Lauragais |
395 |
180 m |
G Ch |
| 13 |
Donneville |
408 |
190 m |
H |
| 24 |
TOULOUSE |
432 |
145 m |
H R AJ A B M T |
| 10 |
Colomiers |
442 |
147 m |
H |
| 6 |
Pibrac |
448 |
147 m |
H |
| 24 |
L'Isle-Jourdain |
472 |
140 m |
H Ch G T |
| 7 |
Monferran-Savès |
479 |
219 m |
H A B |
| 8 |
Giscaro |
487 |
200 m |
G |
| 7 |
Gimont |
494 |
154 m |
H A B T |
| 9 |
L'Isle-Arné |
503 |
154 m |
G |
| 12,5 |
Montégut |
515,5 |
200 m |
R |
| 8,5 |
AUCH |
524 |
136 m |
H G AJ T M |
| 11,5 |
Barran |
535,5 |
164 m |
r |
| 8,5 |
L'Isle de Noé |
544 |
137 m |
|
| 8 |
Montesquiou |
552 |
160 m |
H Ch |
| 6 |
Pouylebon |
558 |
240 m |
Ch |
| 4 |
Saint-Christaud |
562 |
280 m |
|
| 6 |
Montlezun |
568 |
240 m |
r Ch |
| 5 |
Marciac |
573 |
150 m |
H |
| 9 |
Auriébat |
582 |
259 m |
|
| 8 |
Maubourguet |
590 |
177 m |
H Ch |
| 5 |
Lahitte-Toupière |
595 |
290 m |
r |
| 5 |
Vidouze |
600 |
210 m |
|
| 11 |
Momy |
611 |
340 m |
r |
| 7 |
Abère |
618 |
320 m |
r |
| 6,5 |
Saint-Jammes |
624,5 |
270 m |
|
| 2,5 |
Morlaás |
627 |
240 m |
H r |
| 12 |
PAU (le GR contourne) |
639 |
200 m |
H A B M T |
| 15 |
Lescar |
654 |
175 m |
H r |
| 5 |
Artiguelouve |
659 |
156 m |
H |
| 8 |
Lacommande |
667 |
190 m |
r |
| 7 |
Estialescq |
674 |
205 m |
Ch |
| 10 |
Oloron-Sainte-Marie |
684 |
220 m |
H R Ch A B M T |
| 8 |
Lurbe-Saint-Christau |
692 |
290 m |
H |
| 9 |
Escot |
701 |
340 m |
|
| 6,5 |
Sarrance |
707,5 |
385 m |
H r |
| 5,5 |
Bedous |
713 |
425 m |
G |
| 5 |
Accous |
718 |
480 m |
G Ch |
| 10 |
Borce |
728 |
610 m |
G |
| 5 |
Urdos |
733 |
760 m |
H G B |
| 11 |
Somport-Pass |
744 |
1632 m |
G |
| 0,5 |
Candanchú |
744,5 |
1550 m |
H R A B |
| 7,5 |
Canfranc-Estación |
752 |
1150 m |
H R A B M T |
| 7 |
Villanua |
759 |
1050 m |
H r AJ A B |
| 6,5 |
Castiello
de Jaca |
765,5 |
850 m |
H A B |
| 8,5 |
Jaca |
774 |
640 m |
H r A B M T
AJ |
| 12 |
Santa
Cilia de Jaca |
786 |
620 m |
r A B |
| 7 |
Puente la
Reina de Jaca |
793 |
605 m |
H A B |
| 4 |
Arres |
797 |
745 m |
r M |
| 7 |
Martes |
804 |
665 m |
H r (Bedrun) A B |
| 9 |
Artieda |
813 |
605 m |
r |
| 11 |
Ruesta |
824 |
545 m |
r A B |
| 10 |
Undues de
Lerda |
834 |
505 m |
r |
| 11 |
Sanguesa |
845 |
515 m |
H A B M |
| 16 |
Izco |
861 |
495 m |
r |
| 9 |
Monreal |
870 |
475 m |
H r A B |
| 25 |
Eunate |
895 |
415 m |
r M |
| 5 |
Puenta la
Reina |
900 |
345 m |
H r A B M |
H : Hotel - r :
Pilgerherberge - G : Gîte d'Etape - AJ : Jugendherberge
Ch : Chambres d'Hôte -
A : einkaufen - B : Bar - M : Sehenswürdigkeiten - T : Bahnhof |
Weitere
Informationen über den Pilgerweg von Arles bis zu den Pyrenäen (Somport-Pass)
finden Sie unter folgender Adresse:
http://perso.orange.fr/cheminsdecompostelle/Leschemins/voie-du-sud-ET.html
http://santiago.via.arles.free.fr/
http://www.st-jacques-compostelle-gers.org
-
viele nützliche Informationen.
http://www.gr-infos.com/gr653.htm - Von Arles nach Candanchù
(Google Maps und weitere Unterkünfte)
Erfahrungsbericht
Camino Aragon vom Somport-Pass bis Puenta la Reina vom September 2009
Etappe 1
1.) Die
Busverbindung der SNCF von Orolon nach Canfranc wird vom Somport-Pass über Astun
und weiter über die neue Zubringerrennbahn talwärts geführt. Somit liegt
Candachu etwas abseits der Route.
2.)
Busverbindung Jaca – Astun immer über Candachu 5x tgl.
3.) Zwischen den
beiden Unterführungen der N 330 südlich von Canfranc-Pueblo und im
Bereich der Aragonklamm werden derzeit Wegsicherungsmaßnahmen (Rastplatz?)
durchgeführt.
4.)
Die
Markierung ab Ortseingang Jaca ist z. Z. nicht vorhanden. Einzig der
Abzweig vom GR 65.3 mit der westlichen Umgehung von Jaca ist gekennzeichnet. Die
Herberge erreicht man sicher wenn man den Zeichen zur Touristinfo über die Av.
de Francia geradeaus zur Palza de San Pedro folgt. Hier an der Kathedrale links
und durch die Calle de Belido. An deren Ende 1x links und 2x rechts zur
Herberge. Kurz vorher tauchen auch wieder gelbe Pfeile auf.
Etappe 2
1.) Die
Markieung an Jaca versiegt nach kurzen Strohfeuer (anfangs Muscheln
auf der Straße). Sicherheit ohne viele Richtungsänderungen bietet die Calle
Mayor ca. 300 m ab Herberge in westlicher Richtung und der dann leicht links
beginnende Paseo de la Constitucion. An dessen Ende erreicht man wieder den GR
65.3 und folgt diesem aussichtsreich nach Süden.
2.) Nach
der Brücke über den Rio Gas (der Weg führt ca. 500 m durch eine Kurvenkombination
direkt an der Straße) stellt sich die Frage über welche Strecke setzt man den
Weg fort: Die Variante über San Juan de la Pena beinhaltet jeweils bergauf und
bergab ca. 900 Höhenmeter, einen Eintrittspreis von min.3 € für das Kloster,
mehrere alpine Pfadabschnitte und ca. 700 m Wegstrecke, die man hin und zurück
laufen muß. Bei feuchter Witterung ist die Variante nicht zu empfehlen.
Für die Originalstrecke sprechen die Tatsache der fast ebenen Streckenführung,
der doch bisweilen deutliche Abstand zur N 240, die zukünftig durch den Verlauf
der neuen Autobahn A 12 (Pamplona-Jaca) auf der gegenüberliegenden Talseite
deutlich entlastet wird, die kürzer Wegstrecke (ca. –13 km) und die
Neutrassierung der bisher sehr matschigen Strecke ab Einmündung der A 1603.
3.) Der Ferienpark Los Pirineos (www.campingpirineos.es,
ca 2,5 km östlich von
Puente la Reina de Jaca) hat auch einen Hotelbetrieb (DZ ab 44 €). Das
Restaurant in der gleichen Anlage ist in der Nebensaison montags und generell
morgens geschlossen. Ein kleiner Supermarkt ergänzt die Anlage.
4.) Da Puente la
Reina de Jaca abseits der Strecke liegt und die doppelte Brükkenpassage
nicht ohne Risiko ist, bietet sich die Herberge in Arres (auch etwas abseits der
Route) als Übernachtungsmöglichkeit an. Auch die wasserlose Strecke am Folgetag
verkürzt sich erheblich.
Etappe 3
1.)
Für die
brunnenlose Strecke bis Artieda sollte man wissen, dass unterhalb des
vorher tangierten Ortes Mianos die Funte de Martin liegt, an der sich zumindest
äußere Kühlung verschafft werden kann.
2.) Auch Artieda
liegt abseits der Strecke und hält knapp 100 Höhenmeter zusätzlich
bereit.
3.) Bei
Regenwetter ist die Benutzung der A 1601 bis Ruesta zu empfehlen. Besonders
auf der Waldstrecke zwischen der Straße und dem Stausee Embalse de Yesa geht man
wie in einer Waschstraße, da die Büsche und Hecken weit in die Wegspur reichen.
4.) Von der
Privatherberge in Ruesta kann nur Positives berichtet werden: Abendessen
und Frühstück (ab 8.00 Uhr) werden angeboten. Hand- und Betttücher können
gemietet werden.
Etappe 4
1.) Die Wegführung bis Sangüesa ist völlig
problemlos
2.) Bei den
Hotelübernachtungsmöglichkeiten in Sangüesa gibt es wichtige Änderungen:
Die Pension/Restaurant Las Navas ist geschlossen und steht zum
Verkauf/Vermietung. Neu ist die Pension El Peregrino direkt am Jakobsweg in Höhe
der Unterführung am Ortseingang (DZ 30 € + 5 € Frühstück/4 DZ/Etagendusche/Tel.
6089833892).
Etappe 5
1.) Die Qualität des Weges hält hier
einige Überraschungen bereit. Kurz vor der Wüstung
Santa Cilia ist der Fahrweg mit einem neuen Regenabflussgraben bestück worden;
der Weg ist unverdichtet und bei Regen sehr lehmig.
2.) Der Pfad für
den Abstieg von der Puerto Olaz ist durch Pferde stark in Mitleidenschaft
gezogen worden. Auch auf der Wegfortsetzung verheißen Bagger wenig Gutes.
3.) Der Weg ab
dem Gatter im Bereich des Gutes Olaz ist ebenfalls mit einem
Entwässerungsgraben versehen worden. Betonierte Querrinnen geben aber Anlass zur
Vermutung, dass eine Verdichtung der Lehmlandschaft geplant ist. Krönung sind
aber die Motorcrosspiloten, die besonders an Wochenenden den Lehm nochmals
umwühlen.
4.) Auch in
Monreal ändern sich die Möglichkeiten einer Hostalübernachtung. Durch den
Neubau der A 12 ist die N 240 zur Regionalstraße NA 1110 herabgestuft worden und
dem Hostal/Restaurant Unzue die Geschäftsgrundlage entzogen worden. Beides ist
geschlossen! Die Herberge besitzt aktuell 37 Betten und wird von der Wirtin der
Tienda neben der Kirche betreut (Tienda im ersten Stock!). Hier werden auch kleine
Speisen angeboten. Der kleine Supermarkt in der Ortsmitte hat auch sonntags ab
ca. 18.30 Uhr geöffnet! Die öfters bemängelte kalte Dusche in der Herberge hat
folgenden Hintergrund: Die Nachheizleistung der Anlage ist so gering, dass
spätestens nach dem dritten Duschgang die Reserven erschöpft sind. Mit etwas
Absprache/Einteilung kann diesem Mangel abgeholfen werden!
Etappe 6
1.) Nach meinen Feststellungen ist nur die
Wegführung über Olcoz ausreichend
bezeichnet.
2.) Ab Otano
verwandelt sich der Weg bei feuchter Witterung in ein Schlammbad. Schon die
ersten rutschigen Schritte nach dem ummauerten Kleinfriedhof sollten
Veranlassung sein zurück im Ort zum Parallelweg am Canal de Navarra zu
wechseln!
3.) In
Guerendiäin gibt es am Ortseingang links in einer Nische einen Brunnen
(zum Schuhe säubern!)
4.) Ein Ärgernis
sind nach wie vor die Öffnungszeiten von Santa Maria de Eunate. Geschlossen von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr!
Diese Informationen wurden uns im Oktober 2009 von Herrn Karl-Heinz
Sybertz zugesandt. Bei Rückfragen
Kontakt über:
nc-sybertka@netcologne.de

Die Pilgerführer und
Planungshilfen, sowie noch eine große Auswahl an Bücher über den
Jakobusweg, können Sie beim Zentgraf-Verlag bestellen. Hier die
eMailadresse: Jakobuspilger.Zentgraf@t-online.de
Alle Pilger, die schon einmal
durch Frankreich in Richtung Santiago de Compostela gepilgert (per Fuß, Rad, Pferd oder Esel)
sind, können sich
melden, und uns ihre Erfahrungen mitteilen. Oder aber wichtige Tipps, Hinweise
und Ratschläge geben, für diejenigen die sich auf den Weg machen wollen
- DANKE -.

...... natürlich auf dem Jakobusweg

Thekla Schrange
Aloys Schaefer
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