Letzter Update:  am 04.11.2016  


 Pilgerwege       ........  in der Schweiz


Pilgerwege in der Schweiz

Der klassische Jakobusweg durch die Schweiz kommt vom Bodensee. Konstanz und Rorschach sind die bekannten Orte.

Von Konstanz über Amlikon, Fischingen, Rapperswil, Etzelpass, Kloster Einsiedeln, Haggenegg, Schwyz, Brunnen, über den Vierwaldstätter See nach Stans und weiter nach Flüeli, Sachseln, Brüningpass, Brienz, Interlaken, Beatenbucht, Thun, Rüeggisberg, Schwarzenburg, Freiburg, Romont, Lausanne, Rolle, Nyon, Genf und an der Rhone entlang verlässt man die Schweiz in Richtung Le Puy.

Wir haben uns genau diesen Weg ausgesucht als wir 1995 auf dem Jakobusweg durch die Schweiz gepilgert sind. Alle Wege sind sehr gut gekennzeichnet und an manchen Teilstücken gibt es mittelschwere Abschnitte, die aber jeder Zeit in den Sommermonaten zu gehen sind. Wichtig ist noch der Hinweis, das ab dem Brünningpass ein steiler Abstieg bevorsteht, der bei Nässe sehr viel Zeit benötigt.
Ein wenig Kondition braucht man schon. Übernachtet haben wir an dem Jakobusweg in Gasthöfen, Hotels und Jugendherbergen. Bei den Klöstern entlang des Weges hatten wir 1995 kein Glück, wie manch andere Pilger ebenso die wir getroffen haben. Aber wir haben Informationen bekommen das es nicht mehr ganz so schlimm sein soll  -  die Abtei Hautrive bietet im Gästehaus den Pilgern Unterkunft und bei Voranmeldung sogar ein Abendessen an. Für Pilger immer interessant  -  wo bekomme ich meinen Stempel im Pilgerausweis. Hier bieten sich folgende Stellen entlang des Weges an:
  -  Rorschach - bei der Touristen Information (sehr schön)
  -  Pfarramt Kloster Einsiedeln (gleich links neben der Wallfahrtskirche)
  -  Pfarramt Heitenried
  -  Abtei Hautrive  -  mit Übernachtung und Abendessen, bei Voranmeldung
  -  Sachseln  -  Sekretariat der Wallfahrtkirche
  -  Interlaken im Pfarramt
  -  Beatus Höhlen am Eingang
  -  Einingen bei der Post oder bei Frau Berger, Dorfstraße 33
  -  Spiez am Schlosseingang
  -  Rüeggisberg im Pfarramt oder im Museum
  -  Tafers im Pfarramt
  -  Freiburg in der Jugendherberge oder bei der Touristen Information
  -  Romont im Museum oder im Pfarramt
  -  Lausanne bei der Kathedrale
  -  Genf bei der Kathedrale

 ....... zusätzlicher Ort der Kraftschöpfung

Die Jakobus-Kapelle in Biessenhofen (Schweiz) liegt auf dem Jakobs-Pilgerweg und ist zur Kirche St. Stefan in Amriswil zugehörend. 1454 errichteten die beiden Schwestern Grosselsi und Kleinelsi in Biessenhofen zu Ehren des Heiligen Jacobus eine Kapelle. Seit 1911 gehört die Kapelle zur damals neu gebildeten katholischen Kirchgemeinde Amriswil.
Die Kirche St. Stefan beherbergt Reliquien des Hl. Papstes Johannes Paul II. , der Hl. Sr. Faustyna Kowalska und des Hl. Pater Pio, welche ihr Leben der Barmherzigkeit weihten – weiter, im Kirchraum in der Bruder Klaus-Kapelle im Altar eingelassen, befinden sich Reliqien des Hl. Bruder Klaus.
Pilger, die sich von Konstanz aus auf dem Jakobus-Weg machen und in der Jakobus-Kapelle Biessenhofen zum Gebet verweilten, nahmen den kleinen Umweg in Kauf um ebenfalls an St. Stefan vor dem Reliquiar zu beten und den Pilgerstempel in Empfang zu nehmen.
W
eitere Infos finden Sie auf der Homepage unter Pilgerinformationen: http://www.kath-amriswil.ch/kapelle-biessenhofen
 

 Neue Wegmarkierung in der Schweiz

Die bisherigen Wegweiser werden etappenweise mit den neuen Wegweisern ersetzt

 

" Schlafen im Stroh "

Pia und Karl Stadler, Sie wohnen am Schwabenweg zwischen Konstanz und Kloster Einsiedeln, haben uns per eMail auf die Möglichkeit hingewiesen "Schlaf im Stroh". Die Broschüre ist bei Cecile Sciboz, Le Pratzet, CH-1733 Treyvaux zu beziehen, oder im Internet unter folgender Adresse: 

 http://www.schlaf-im-stroh.ch/

 


" Bemerkungen zum Jakobsweg"
                           durch die Schweiz  -  Schwabenweg, Bruder-Klaus-Weg, Oberstraß

Dr. Hans J. Kolbinger, Regensburg beschreibt diesen Weg

Hier sein Pilgerbericht:
Durch die Schweiz folgte ich dem Schwabenweg bis nach Maria Einsiedeln, sodann ab Schwyz dem Bruder-Klaus-Weg entlang/über Vierwaldstätter See, Sarner See, Lungerer See, Brienzer See nach Interlaken, weiter zum Thuner See und nach Schwarzenburg, dann wieder auf der Oberstraß über Fribourg, Lausanne und Genf bis zur französischen Grenze.
Die diversen Routen des Jakobsweges sind in der Schweiz durchgängig mit speziellen festen Schildern gekennzeichnet. Wo keine geeigneten Träger ( Bäume, Mauern etc. ) vorhanden sind, sind eigene Wegweiser ( in der Form etwa unserer Straßenschilder in den Städten ) aufgestellt, welche leicht erkennbar und gut zu finden sind. Obwohl ich in der Schweiz ohne Karte ging und mich nur auf die Markierungen sowie die Wegbeschreibungen verließ, hatte ich mit der Orientierung kaum Schwierigkeiten, am wenigsten noch in der Deutschschweiz. Lediglich in den größeren Städten ( Fribourg, Lausanne, Genf ) erwies sich die Routenfindung manchmal als problematisch. Die Tafeln tragen zusätzlich ( stramme ) Zeitangaben für die diversen Teilstrecken. Für die Schweiz stellte ich mir meine individuelle Wegbeschreibung aus Auszügen der folgenden Literatur zusammen:

1. Jakobswege  Württemberg, Baden, Franken, Schweiz von Wolfgang W. Meyer

2. Auf Jakobswegen Schweiz­ Savoyen-Rhone von Bert Teklenburg

3. Unterwegs sein auf dem Jakobsweg von Rorschach nach Romont durchs Berner Oberland, Wegbeschreibung und Ortsverzeichnis, hrsg. durch Volkswirtschaftskammer Berner Oberland

4. Jakobswege  durch die Schweiz von Jolanda Blum, hrsg. durch IVS, SAW und Les Amis du Chemin de St.­ Jacques in der Reihe Ott Spezial Wanderführer

Für die Orientierung am hilfreichsten erwiesen sich die Wegskizzen und die Wegbeschreibungen in Buch Nr. 4, für die Quartiersuche Nr. 2 ( eingeschränkt auch Nr. 1 ).

Das Buch von Jolanda Blum hat allerdings den Nachteil, daß die Wegbeschreibungen, häufig nicht konsequent genug von den, Anmerkungen zu Geschichte, Kultur und. Touristik getrennt sind, was das Durchfinden sehr erschwert.

1. Konstanz - Tobel: bei schwieriger Quartiersuche vom freundlichen Wirt des Landgasthofes “Kreuz“ in Tobel mit dem Auto 4 km nach Zezikon zur Dorfkäserei (B&B) zurückgebracht ( liegt günstig zum Jakobsweg ! )

2. Zezikon - Kloster und Ort Fischingen: Gasthaus Sternen *

3. Fischingen - Hörnli 1133 m - Jonal Rapperswil, harsche An-/ Abstiege am Hörnli im Schneeregen, Weggabelung Rüti/ Jona mißverständlich beschrieben ! ( daher verlaufen ), Jugendherberge in Jona weit außerhalb, aber freundliche Aufnahme

4. Jona/ Rapperswil – Etzelpass 946 m - Kloster und Ort Maria Einsiedeln: empfohlener Fußweg im Aufstieg zum Etzelpass ziemlich ausgewaschen und bei Nässe rutschig, dann besser Paßstrasse nehmen

5. Einsiedeln - Haggenegg 1410 m - Schwyz: steile Wald-/ Almwege auf das Haggenegg, oben noch Schnee, dann ca. 900 Höhenmeter! Abstieg nach Schwyz, anfangs durch steile, ausgewaschene, bei Nässe sehr rutschige Rinne; Gasthof Hotel Engel * -
( neben Kirche am Jakobsweg )

6. Schwyz – Stans

7. Staus - Flueli Ranft Sachseln: In der Ranftschlucht Wallfahrtsort zum Hl. Nikolaus von der Flue

8. Sachseln - Brünig Pass 1000m - Brienzwiler: am Brünig-Pass unsinniger Umweg um Paßrestaurant herum ausgeschildert!, besser direkt auf Straße zum talwärtigen Ende des Gasthofes gehen, wo Abstieg vom Brünigpaß nach Brienzwiler ansetzt; teilweise auf steilen, schmalen Fußpfaden im Wald an langem Talhang entlang, Schwierigkeitsgrad und Länge im Führer Nr. 3 deutlich untertrieben dargestellt!!; Tiefblick auf Militärflugplatz; Brienzwiler schöner Ort, Hotel Bären

9. Brienzwiler - Interlaken: hoch über Brienzer See und an Giessbachfällen vorbei, frei gewählter steiler Abstieg zum See

10. Interlaken - Thun: am Thuner See auf Wanderweg durch NSG Weissenau Neusee, dann über Wallfahrtsort St. Beatus/ Beatushöhlen nach Thun; schöne Stadt; jedoch eigentlich unzweckmäßige Routenwahl, besser per Schiff unter Vermeidung von Thun direkt von Merlingen nach Spiez über den See setzen und weiter nach Amsoldingen gehen.

11. Thun - Riggisberg: hinter Amsoldingen Truppenübungsplatz mit starkem Schießbetrieb, in Wattenwil einziger Gasthof geschlossen, jedoch in Riggisberg freundliche Aufnahme durch Fam. Nussbaum ( B&B ), günstig zum Jakobsweg gelegen.

12. Riggisberg - ehem. Cluniazenserpriorat Rueggisberg 900m - Schwarzenburg - Tafers - Fribourg - Abbaye Hauterive: Weg durch das Schwarzenburger Land muß bei gutem Wetter landschaftlich sehr schön sein, Jakobsweg läuft teilweise auf uralten Fahrwegen; nach Tafers Überschreiten der Sprachgrenze; Navigation aus Fribourg heraus schwierig, da die 2 möglichen Wegalternativen ( Payerne oder  Romont ) nicht eindeutig voneinander unterschieden sind; hinter Fribourg Wege aufgrund intensiver Regenfälle überschwemmt; glücklicherweise in echt benediktinischem Geist sehr freundliche Aufnahme durch die Zisterzienser in der Abtei Hauterive.

13. Abbaye Hauterive - Romont: hinter Chavannes­sous-Orsonnes entscheidende Abzweigung zur Abtei der Zisterzienserinnen La Fille ­Dieu verfehlt ( wurde von anderen Jakobspilgern gelobt ), daher Übernachtung in Romont

14. Romont - Montpreveyres: schöne, hügelige Strecke, jedoch etwas Probleme mit den Markierungen; Übernachtung in der Autoraststätte „ Auberge des Balances „

15. Montpreveyres - Lausanne:
Weg immer in Hörweite der Nationalstraße Bern - Lausanne entlang; gute Routenwahl nach Lausanne hinein, Markierung zwar vollständig, jedoch etwas knifflig, erfordert Aufmerksamkeit

16. Lausanne - Genf: mit Schiff, da Ufer des Genfer Sees stark verbaut

Buon Camino!
Dr. Hans J. Kolbinger, Regensburg
....... aus unterwegs im Zeichen der Muschel Nr. 46 · 2003


Der Pilgerweg durch die Schweiz - von Konstanz bis Genf
PDF-Format 
Die Wegleitungen folgender Wegstrecken können jederzeit im PDF-Format heruntergeladen werden:
Bitte wählen:
- Konstanz-Einsiedeln (Schwabenweg)
-
Rorschach-Einsiedeln (St. Gallerweg)
-
Einsiedeln - Flüeli-Ranft - Brünig (Innerschweiz-Weg)
-
Brünig - Interlaken - Amsoldingen (Berneroberland-Weg)
-
Amsoldingen-Freiburg-Romont (Gantrisch/Freiburg-Weg)
-
Romont - Lausanne - Genf/Genève (Romandie-Weg)
-
Brunnen/Luzern - Rüeggisberg (Luzernerweg)
-
Rankweil-St. Peterzell (Appenzeller Weg)
-
Blumberg-Rapperswil/Tobel
-
Jakobsweg-Graubünden
-
Baslerweg
-
Basel-Jura-DreiSeen Weg (Basel-Payerne)
-
Fahrrad-Jakobsweg
 


Alle Pilger, die schon einmal durch die Schweiz in Richtung Santiago de Compostela gepilgert  (per Fuß, Rad, Pferd oder Esel) sind, können sich melden, und uns ihre Erfahrungen mitteilen. Oder aber wichtige Tipps, Hinweise und Ratschläge geben, für diejenigen die sich auf den Weg machen wollen  -  DANKE  -.



Hier kommen Sie zu den Pilgerwegen in Europa


Wohin 2017 ...... natürlich auf dem Jakobusweg                Hier können Sie uns eine eMail schreiben                  Für einen sauberen Jakobusweg

 

Updated: 4. November 2016  -  9:15 Uhr

 
Thekla Schrange   
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