Letzter Update:  am 07.11.2016  

   


 Pilgerweg       ........ der Camino Francés nach Santiago de Compostela


Ganz aktuell: (Nov. 2016)
Vorsicht beim Geldkartengebrauch (VISA,  Master- und Eurocard) in ganz Spanien!
Im Hotel- und Gaststättengewerbe wird eine Mafia aktiv, die Daten von Geldkarten kopiert und umgehend neue Karten anfertigt, mit denen Konten geräumt werden.
Was ebenfalls in Spanien und Portugal ein Problem ist 
-  Falschgeld  -  Wir haben es selber erlebt, das man uns falsche EURO - Scheine angedreht hatte. Die Fälschungen sind sehr gut gemacht, und nur mit einem Prüfgerät zu erkennen.

 

    

Der aktualisierte Pilgerführer für den Camino Frances vom Freundeskreis der Jakobuspilger Paderborn.


1.) Der Pilgerweg in Spanien ist der - CAMINO FRANCÉS -,
neben einer Vielzahl von anderen Jakobuswegen dort. Es sollen über zwanzig verschiedene Wege nach Santiago geben. Einige werden wir hier noch nennen, die teilweise früher alte Handelsstrassen waren.

Der Camino Frances ist die Weiterführung der französischen Wege die sich in Ostabat bzw. in Puenta la Reina getroffen haben. Der Weg führt über Kloster Roncesvalles, Pamplona, Estrella, Logroño, Sto. Domingo de la Calzada, St. Juan de Ortega, Burgos, Frómista, Sahagún, León, Orbigo, Astorga, Ranabal, Ponferada, Cebreiro, Sarria, Portomarin, Melide, Arca nach Santiago de Compostela.

Der Weg erfährt jedes Jahr, meist allerdings nur geringfügige Änderungen, deshalb sollte man sich nach Möglichkeit immer den neuesten Pilgerführer, egal von welchem Autor oder Verlag besorgen. Vorsicht! Auf dem Camino werden stark veraltete Ausgaben immer noch verkauft. Diese Änderungen am Pilgerweg entstehen meist durch Infrastrukturelle Maßnahmen wie Straßenbau, Gebietsänderungen, sowie durch den Bau mehrerer Autobahnen. Man ist bemüht die Pilger von der Straße zu nehmen. Vor allem die N 120 ist dort sehr berüchtigt. Aus diesem Grunde haben einige Orte alternative Wege gekennzeichnet, am besten in den Refugien vorher erkundigen. Wenn man nicht ganz sicher ist, natürlich auf dem Camino bleiben. Auch wir sind diesen Weg ab Virgen del Camino 1994, 1998, 1999, 2004, 2007 und 2014 gepilgert. Die neuesten Informationen finden Sie hier auf unserer Page "Aktuelles vom Camino"

Hier möchten wir noch einige wichtige Punkte anführen, die in der Hauptsache allerdings den Camino Frances betreffen. Wie unsere Freunde mit dem Rad, einige Internetfreunde, und wir selber 1994, 1999, 2002, 2003, 2004, 2007, 2010 und 2014 erlebt haben, sind Jahr für Jahr immer mehr Pilger unterwegs. Das fängt schon im Kloster Roncesvalles an, was im Sommer sehr gut besucht war. Das  Refugio an der Straße mit ca. 100 Plätzen war häufig ausgebucht. Die Probleme traten dann am nächsten Tag sofort in Erscheinung, denn die folgenden Refugien in Zubiri (24 Km entfernt mit 18 Betten) und Larrasoaña (29 Km entfernt mit 20 Betten) konnten die Pilgerscharen gar nicht aufnehmen. Da von den ca. 100 Pilgern im Kloster etwa 10 Radpilger waren, die ja weiter fuhren, mußten sich 90 Fußpilger über die 38 Betten her machen . Es begann eine regelrechte Pilgerolympiade, die sich schon um 4:30 Uhr bemerkbar machte, als die ersten Pilger ihre Rucksäcke packten und schon kurz nach 5:00 Uhr auf dem Weg waren (Frühstarter). Das Problem wurde durch neu entstandene private Herbergen nur unwesentlich entschärft. Da wir ja schon mehrfach den Weg gepilgert waren, haben wir uns da erst gar nicht dran beteiligt, mußten aber auch dann mit einem Hotel vorlieb nehmen, was uns aber immer noch angenehmer war, als bei 40° Temperatur im Schnellgang (verpflegen nur im Gehen) die Refugien noch rechtzeitig zu erreichen, um ein Bett zu ergattern. Solche Refugien wie das Kloster Roncesvalles sind keine Seltenheit auf dem Weg. Erschwerend kommt dann noch hinzu, das Refugien in Verzeichnis aufgeführt sind, dann aber im Hauptpilgermonat July geschlossen haben (Wanzenplage). Selber erlebt in Pamplona 1998, wie dort etliche Pilger an der verschlossenen Türe zerrten. Auch hier hatten wir uns vorsorglich wieder ein Hotel besorgt.  Pamplona sei noch erwähnt, die Hotelpreise steigen in der Woche von San Fermin (Anfang July) auf das fünffache, da sind Hotels kaum zu bekommen, und wenn dann für ca. 300,00 € pro Tag.

Die Refugien erfreuen sich nicht nur bei den Pilgern einer großen Beliebtheit. Auch motorisierte Zeitgenossen suchen immer mehr diese Häuser auf, und nehmen uns den Platz weg. Wenn man Sie daraufhin anspricht, bekommt man nur zu hören, wenn die hier so blöd sind und das nicht kontrollieren sind Sie es selber Schuld. Hier muß schnellstens eine generelle Regelung getroffen werden das in die Refugien nur Fuß - Radpilger sowie Pilger mit Pferd und Esel herein kommen. Ganz vereinzelt wird ja schon kontrolliert, so haben unsere Radfreunde einige Male bis 20:00 Uhr warten müssen, ob noch Fußpilger kommen, erst dann durften Sie sich dort niederlassen. Aber das sind absolute Ausnahmen, man findet heutzutage fast täglich Autofahrer in den Refugien, die am Ortsrand parken, den Rucksack anlegen sich ein paar Schweißperlen zulegen und dann keuchend ins Refugio kommen. Dann aber grinsen wenn man als Fußpilger auf  Notmatratzen Platz bekommt, oder auf blankem Boden schlafen muß, da man immer versucht, allen ein Dach über dem Kopf zu geben. Wie gesagt, auch dieses Problem muß schnellstens beseitigt werden.

Die Kosten der Refugien haben sich geändert. Wir haben eine Liste der Refugien vorliegen, wonach inzwischen entlang des ganzen Pilgerweges ein festes Entgelt verlangt wird. Das nur noch um Spenden gebeten wird - das sind nur noch ganz wenige. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, denn es entstehen doch enorme Kosten je nach Refugio. Früher wurde nur um Spenden gebeten, von einigen ganz wenigen Refugien abgesehen die schon jahrelang einen festen Betrag genommen hatten. Ein Festpreis ist bestimmt angebracht, damit die Refugien auch weiterhin gepflegt werden können, doch sollte auch jemand am Tage als Ansprechpartner, zumindest für kurze Zeit zur Verfügung stehen, oder eine feste Adresse bekannt sein.

Aber es gibt auch einiges erfreuliche zu berichten, das einige Refugien renoviert worden sind (z.B. Zubiri hat einen neuen Fußboden bekommen. In Hontanas ist ein wichtiges Refugio hinzugekommen, wir haben 1994 noch in der Baustelle geschlafen.) So entstehen fast jährlich neue private Herbergen (siehe Page "Neues vom Camino") Auch ist die Kennzeichnung des Weges von den Pyrenäen bis nach Santiago immer noch vorbildlich gemacht, so daß man eigentlich überhaupt keine Karten benötigt. Aber die Pilgerführer bieten noch eine Menge mehr an Service an. Unterkünfte, wichtige Adressen mit Telefonnummern, Straßenkarten von größeren Orten, geschichtliche Beschreibungen der einzelnen Pilgerorte usw., so daß sich so ein Pilgerführer auf jedenfall lohnt.

Eine weitere Hilfe: Das Höhenprofil des Camino vom Kloster Roncesvalles bis nach Santiago de Compostela

Aktuell berichten uns Pilger vom CAMINO:       

Das Seminario menor in Santiago ist wieder geöffnet, 177 Betten und Schlafsaal

Auf dem Rabanal sind mehrere Benediktinermönche aus Silos bzw. aus St. Ottilien, sie bieten täglich Laudes und Vesper an mit Gregorianik und deutscher Lesung. Die Kirche ist manchmal brechend voll. Die Messe-Zeiten sind für Pilger ungünstig, Wochentags 9 Uhr, Sonntags 12 Uhr. Darauf angesprochen, sagte  Pater Xavier, die Pilger hätten in jedem Dorf tägliche Messen (stimmt!) und deshalb biete man die Stundengebete an. Er spricht schon recht gut deutsch, die andern lernen es eifrig, und haben auch Sprechzeiten für die Pilger. Wenn Sie besser deutsch sprechen, wollen sie Kontakt aufnehmen zu den deutschen Jakobusgesellschaften. Als Missionsorden wollen sie am Jakobusweg präsent sein, wo sie viele Pilger erreichen können, die bisher keinerlei Kontakt zu Kirche oder Religion hatten.

Wie schon in den letzten Jahren, so sind die Herbergen am CAMINO schon jetzt gegen Mittag meist voll.

In Santiago schließt man seit Jahr (2001) das Westportal der Kathedrale während der Gottesdienste, um den
sehr störenden Touristenrummel etwas zu bändigen, was aber leider nur schlecht gelingt. Auch beim Botafumeiro, gibt es eine Änderung, er kann wie bisher bestellt werden, aber nur noch während eines Gottesdienstes, und nicht mehr zu jeder Stunde.

Der Informationskiosk der Xunta in Redecilla (das mit dem Taufbecken!) gibt sogar an Buspilger die Original Credencials aus, so daß man den Bus vor die Orte stellt, sich das Hemd am Brunnen anfeuchtet, damit es verschwitzt wirkt und mit Rucksack die Herberge okupiert.

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Mitteilung des Pilgerbüros in Santiago:

“Im letzten Jahr begannen wir, die Credentials und die darin enthaltenen Stempel etwas stärker zu kontrollieren, um besser zwischen den Pilgern, die zu Fuß, mit dem Pferd oder dem Fahrrad nach Santiago kommen und jenen, die andere Transportmittel benutzen. Die Kathedrale des Hl. Jakobus möchte gerecht mit den Pilgern sein, und nur den „echten“ Pilgern, - und nur diesen - die „Compostela“ erteilen.Das ist der Grund warum wir 2 Stempel pro Tag verlangen.
Jedoch berücksichtigen wir, dass Pilger, deren Pilgerreise von weit her beginnt, nur einen Stempel pro Tag benötigen, da sie ja sonst mehrere Credentials benötigen würden. Wir bestehen besonders auf der Regel mit den 2 Stempeln pro Tag bei Pilgern, die ihre Pilgerreise in Galicien beginnen.
Richten Sie sich also darauf ein, wenn Sie Ihre Pilgerreise westlich von Ponferrada beginnen (oder wenn Sie Ihre Pilgerreise in Etappen machen und Ihre letzte Etappe in Galicien beginnt), dass Sie 2 Stempel pro Tag benötigen und evtl. ein weiteres Credential bereit halten, damit Sie Platz für die vielen Stempel haben.
Wenn Ihre Pilgerreise jedoch außerhalb Galiciens beginnt, genügt weiterhin ein Stempel pro Tag auch innerhalb Galiciens.“

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Für alle GPS-Freunde am Camino:

Unter der Adresse: http://www.gpstm.com/maps.php  siehe Rubrik  "Maps" dort findet Ihr alle GPS Waypoints und Tracklogs für den gesamten Camino. Alle Daten stehen per Download zur Verfügung!

Für alle Google Maps Freunde am Camino:

Unter der Adresse: http://www.godesalco.com/maps/frances finden Sie den Camino Frances von den Pyrenäen bis nach Santiago bis ins kleinste Detail wiedergegeben - gut zur Vorbereitung!

Wenn jemand noch weitere Hinweise für die nachfolgenden Pilger hat, kann sich an uns wenden wir werden es dann in unsere Homepage einbauen, so daß der Informationswert noch weiter steigt. eMail: unser_weg@t-online.de


Alle die, die den Camino Francés schon einmal gepilgert (per Fuß, Rad, Pferd oder Esel) sind, können sich melden, und uns ihre Erfahrungen mitteilen. Oder aber wichtige Tipps, Hinweise und Ratschläge geben, für diejenigen die sich auf den Weg machen wollen  -  DANKE  -.



Hier kommen Sie zu den Pilgerwegen in Europa

Wohin 2017 ...... natürlich auf dem Jakobusweg                   Hier können Sie uns eine eMail schreiben                  

 

Updated: 7. November 2016  -  9:15 Uhr

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