um Tag des Apostels Jakobus d. Ä., am 25. Juli 1992, hat das Evang.-Luth.-Pfarramt Heilsbronn in Zusammenarbeit mit fünf weiteren Jakobs- Pfarrämtern eine Information herausgegeben mit dem Titel: „Der fränkische Jakobsweg zwischen Nürnberg und Rothenburg o.d.T. über Heilsbronn“ – eine Einladung zur Pilgerschaft auf einem mittelfränkischen „Camino“.  
    Seitdem hat dieser Prospekt sieben
Auflagen mit insgesamt 100.000 Exemplaren erreicht. Hier liegt die 8. überarbeitet und ergänzte Auflage bis zum 115.000. Exemplar vor. Das Thema hat bundesweites Medieninteresse gefunden. Presse, Rundfunk und Fernsehen haben sich in einer Weise um diese Thematik angenommen, wie es nicht vorauszusehen war. Und dies alles in einem kurzen Zeitraum von nur wenigen Jahren. Der Jakobsweg hat im mittelfränkischen Bereich und anschließend weit darüber hinaus eine ungeahnte Bekanntheit erfahren und für weitere Wege Impulse gegeben.
    Der Europarat hat 1986 den Jakobsweg
als Ganzen zum europäischen Kulturgut erklärt. Über Jahrhunderte war der „Sternenweg“ einer der beliebtesten Pilgerstraßen. Das Grab des Apostels Jakobus d.Ä. in der nordspanischen Stadt Santiago de Compostela war vom 10. bis 15. Jahrhundert das Ziel ungezählter Pilger aus ganz Europa. Santiago wurde neben Jerusalem und Rom zum drittgrößten Wallfahrtsort der Christenheit. Das Netz der Jakobswege legte sich ein halbes Jahrtausend lang über den gesamten europäischen Kontinent.
    Einer dieser Wege führte von Krakau
über Prag, Pilsen nach Nürnberg und
Rothenburg und von dort weiter über die Schweiz oder Frankreich nach Spanien. An der Strecke dieses hier beschriebenen mittelfränkischen „Camino“ (span. Weg, auch Kurzbezeichnung für Jakobsweg) befinden sich evangelische Jakobskirchen in größerer Zahl. Der Weg führt durch Wiesen, Felder und Waldgebiete. Er berührt Ortschaften und kulturreiches Land in Mittelfranken. Er ist seit 1995 vom Fränkischen Albverein e.V. in Nürnberg mit einer weißen Muschel auf blauem Grund markiert.
   Wir empfehlen den Besuch der Jakobskirchen auf dem Weg. Die etwa 85 Kilometer lange Strecke soll Anreiz sein, im Urlaub oder an Wochenenden allein, mit der Familie oder in der Gruppe etappenweise zu wandern. Empfehlenswert ist das Büchlein „Auf dem Jakobsweg von Nürnberg über Heilsbronn nach Rothenburg o.d.T.“, 1995 erstmals im Seehars-Verlag erschienen.
    Möge uns bei diesem Unterwegssein,
das uns innerlich vom Wanderer zum Pilger reifen lässt, bewußt werden, dass wir hier keine „bleibende Stadt“ haben, sondern die „zukünftige“ suchen (Hebr. 13,14) und dass „unsere Heimat im Himmel“ ist (Phil 3,20). Um diesen Gedanken zu vertiefen, laden wir ein zur Pilgerschaft auf diesem mittelfränkischen Weg, zum Betrachten unserer Kirchen, zum Besuch der Gottesdienste, der kirchenmusikalischen Veranstaltungen. Der Weg setzt sich inzwischen über Nürnberg und Rothenburg hinaus fort und wird so zu einer Möglichkeit, Menschen und Gemeinden zu begegnen. Das Pilgern auf ihm ist gemeinde-, völkerverbindend und ökumenisch.
    Der christliche Pilger ist eine würdevolle
Gestalt, der den Weg weiß und das Ziel kennt. Er schreitet, fährt oder fliegt im modernen Gewand durch unsere Zeit und Welt und durch den Kosmos. Wie hilfreich kann er sein in der Hektik unserer Tage, in der Orientierungslosigkeit, in der Verwirrung und Sinnsuche (in Walter Nigg, „Des Pilgers Wiederkehr“).
Heilsbronn, am Tage des Apostels Jakobus, 25. Juli 1992 und 2001.
                                             Pfr. Paul Geißendörfer und Pfr. Günter Reins

 
 
 
 
 
St. Jakob Rothenburg
  St. Jakob Häslabronn
 

(Dekanat Rothenburg)
Evang.-Luth. Pfarramt St. Jakob,
Pfr. Herbert Dersch;
Gästepfarrer Oliver Gussmann,
E-Mail: Oliver_Gussmann@yahoo.com
Klostergasse 15,
91541 Rothenburg/Tauber,
Tel.:  09861/7006-20,   Fax:  7006-13 Gottesdienste: 7.30 Uhr Predigtgottesdienst in St. Jakob (Sommer) 9.30 Uhr Hauptgottesdienst in St. Jakob Öffnungszeiten: Sommer: 9 bis 17.30 Uhr Winter:
10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, Weihnachtsmarkt: 10 bis 17 Uhr

Geschichte: 1311 Baubeginn der gotischen St. Jakobskirche im Ostchor als Kirche des Deutschen Ordens. Das Langhaus schließt sich als Bürgerkirche an. Mit dem
Westchor, der Wallfahrtskapelle zum Hl. Blut wird die Klingengasse überbaut. Einweihung 1484. Reiche Ausstattung an Kunstwerken der Gotik. Besonders sehenswert: Glasfenster im Ostchor (1340–1400), Zwölf-Boten-Altar von Friedrich Herlin (1466), Hl. Blutaltar von Tilman Riemenschneider (1499–1505).
 


 

(Dekanat Leutershausen)
Evang.-Luth. Pfarramt Colmberg,
Pfr. Christoph Seyler
Am Kirchberg 3,
  91598 Colmberg,
Tel. : 09803/2 22,
  Fax:  911564
Gottesdienste: viermal jährlich
(Himmelfahrt, Mitte Juni,
Ende Juli zur Kirchweih, Buß- und Bettag).
Öffnungszeiten:    Nach Bedarf.  

 

Geschichte: Die Kirche St. Jakob in Häslabronn (knapp 30 Einwohner) an der Straße zwischen Ansbach und Rothenburg gelegen, war früher eine berühmte Wallfahrtskapelle. Sie wird 1431 erstmals erwähnt im Zusammenhang mit der Weihe von zwei Altären und dem umliegenden Friedhof. 1781 wurde die Kapelle zur Markgrafenkirche mit Kanzelaltar umgebaut. Seit 1812 ist Häslabronn der Pfarrei Colmberg eingegliedert (vorher Lehrberg). Damals erhielt die Kirche auch ihren Namen. 1990 wurde die Außenrenovierung durchgeführt, 1992 Innenrenovierung. Der Ort ist seit Juli 1992 Träger der Europa-Nostra-Medaille. 

 
 
St. Jakobskirche Weihenzell
  Münster Heilsbronn
 

(Dekanat Ansbach)
Evang.-Luth. Pfarramt,
Pfr. Frank Hensel
Petersdorfer Str. 2, 
91629 Weihenzell,
Tel.:  09802/85 42,
Pfarramtsbüro:
Tel. und Fax  0 98 02/6 66
Gottesdienste:
überwiegend 10 Uhr
Öffnungszeiten:
Frühjahr und Sommer samstags und
sonntags,
ansonsten Schlüssel im
Pfarramt oder in der Sparkasse gegenüber der Kirche.

Geschichte: Der markgräfliche Baumeister Gabriel de Gabrieli baute die Weihenzeller Pfarrkirche St. Jakob 1713 in barockem Stil um. Der Turm stammt noch aus der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert.

 

St. Marien und -Jakobus
(Dekanat Windsbach)
Evang.-Luth. Pfarramt,
Pfr. Günter Reins
Pfarrgasse 8, 91560 Heilsbronn,
Tel.:  09872/12 97, Fax:  09872/5128
Gottesdienste:
an Sonntagen um 9.30 Uhr
Münsterführungen: April bis Oktober
sonntäglich um 13.30 Uhr und für Gruppen ab 20 Personen nach Vereinbarung.
Kirche geöffnet: April bis Oktober von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17.30 Uhr
täglich. In den Monaten November, Dezember und März ist das Münster am Dienstag und im Januar und Februar ganz geschlossen. Im März eingeschränkte Öffnungszeiten.

Geschichte: Zisterzienserkloster 1132 bis 1529 und Hohenzollerngrablege 1297 bis 1625. Reiche Ausstattung an
spätmittelalterlichen Kunstwerken.

 

 
 
 
 
St. Jakobus Stein-Oberweihersbuch
  St. Jakob (St. Ägidius) Roßtal-Buttendorf
 

(Dekanat Fürth)
Evang.-Luth. Pfarramt,
Pfrin. und Pfr.
Ursula und Martin Wirth
Pfarrweg 18, 90547 Stein,
Tel. : 09 11/684046,
Fax:  0911/684066
Gottesdienste:
sonntäglich um 9.30 Uhr
Kirche tagsüber geöffnet

Geschichte: Eine Kapelle in Oberdeutenbach hat vermutlich schon im 14. Jahrhundert bestanden. Sie war nach dem Apostel Jakobus benannt. Im 30jährigen Krieg
verfiel die Kapelle. Der Name wurde in der 1928 eingeweihten Jakobuskirche wieder
aufgenommen. Die
Kirche war, trotz der Eingemeindung Oberweihersbuchs nach Stein 1926, Tochtergemeinde von Zirndorf. 1964
wurde das „Exponierte Pfarrvikariat“ eine
eigenständige Kirchengemeinde.
 

 

 


(Dekanat Fürth)
Evang.-Luth. Pfarramt Roßtal
Pfr. Ulrich Hardt (zust. f. Buttendorf)
Schulstraße 17, 90574 Roßtal,
Tel.:  0 9127/5 7416
Gottesdienste:
einmal monatlich (Termin und
Uhrzeit im Pfarramt nachfragen)
Öffnungszeiten: April bis Oktober
tagsüber geöffnet, Schlüssel bei Friedrich Wagner, Kirchenweg 1, Tel.:  0 9127/579660 oder Fam. Schmidt-Meier, Lindenstraße 18, Tel.:  0 9127/5 7611

Geschichte: Die kirchliche Gründung geht wahrscheinlich auf das erstmalig 1132 und bis 1428 genannte Geschlecht der Reichsministerialen von Buttendorf zurück; die Kirche wird erst 1414 urkundlich erwähnt. Die Bausubstanz stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert, der Chor wurde
1510 angebaut. Seit 1430 untersteht die im Laufe der Jahrhunderte die o. g. Patrozinien wechselnd tragende Kirche der Pfarrei Roßtal. Umfangreiche
Renovierungen fanden bereits im 18. Jahrhundert, sowie in den Jahren
1957 und 1993 statt.
Auf die Pfarrkirche St. Laurentius in Roßtal mit ihrer Krypta aus dem frühen 11. Jahrhundert sowie auf die historischen Gebäude am Oberen Markt sei hingewiesen.
 

 
St. Jakobskirche Nürnberg
  Übersicht
 

(Dekanat Nürnberg)
Evang.-Luth. Pfarramt,
Pfr. Helmut Weidinger
Breite Gasse 82–84,
(U-Bahnhof Weißer Turm)
90402 Nürnberg,
Tel.:  0911/209143,
Tel./Fax:  0911/22 49 65,
E-Mail:
St-jakob.nuernberg@t-online.de
www.st-jakob-nbg.de
Gottesdienste: Sonntag, 9.30 Uhr
Montag – Freitag 13 Uhr Mittagsgebet
Kirche geöffnet: 9 bis 17 Uhr

Geschichte: Königskirche – Deutschordenskirche – Pilgerkirche am Jakobsweg – Tannhäuserkirche; Romanische Vorgängerkirche, erste urkundliche
Erwähnung 1209; Zerbombt 2. Januar 1945,
Wiedereinweihung September 1962; Kunstwerke u.a. aus
der Werkstatt von Veit Stoss und Michael Wohlgemut, der einzig erhaltene Hochaltar (14. Jh.) am ursprünglichen Standort in Süddeutschland.
 

 
 
 
 
Impressum:
 .........  wir über uns
  Herausgeber: 
Evang.-Luth. Pfarramt. Pfr. Günter Reins, Pfarrgasse 8, 
91560 Heilsbronn, Tel. 0 9872/12 97, Fax 51 28, 
E-Mail:   evang.kirche.heilsbronn@VR-Web.de

Pfr. i. R. Paul Geißendörfer, Dahlienstraße 30 a, 
91560 Heilsbronn Tel. 0 98 72 / 95 53 00, Fax 95 53 01,
E-Mail:  Geissendoerfer-Heilsbronn@t-online.de
in Zusammenarbeit mit den Evang.-Luth. Pfarrämtern St. Jakob Nürnberg, Oberweihersbuch, Roßtal, Heilsbronn, Weihenzell, Colmberg und Rothenburg o.d.T.

Fotos: 
Pfarramtsarchive, Christian Neumeister, Friedrich Wagner

Weitere Anschriften:
Fränk. St. Jakobusgesellschaft Würzburg e.V.
Sekretär:
Tina u. Manfred Hock
Sulzthaler Str. 13
97502 Euerbach
Tel. 09726-2437
sekretaere@jakobus-franken.de

Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V., Tempelhofer Str. 21,
52068 Aachen, Tel. 0241/4 79 01 27, Fax 4 79 01 12

Eine umfassende und aktuelle Literaturliste zum Thema
Jakobsweg ist bei Manfred Zentgraf, 97332 Volkach, In den Böden 32,
Tel. 0 93 81 / 44 92, Fax 62 60,
E-Mail: Jakobspilger.Zentgraf@t-online.de erhältlich.

Der Jakobsweg im Internet:
http://www.jakobus-info.de/

Texte und Redaktion:
Paul Geißendörfer

Satz, Grafik, Druck:
Medienservice, Fürther Straße 14b, 91560 Heilsbronn, 
Tel.: 09872/954650,  eMail: ms-heilsbronn@t-online.de

Buchhinweis:
Paul Geißendörfer, Hrsg., 
„Heilsbronn – ein Zisterzienserkloster in Franken", Format 16 x 23 cm, 448 Seiten,
mit vielen Zeichnungen und sw Fotos, zum Teil farbige Abbildungen, DM 75,– zzgl. Versandkosten im Verlag C. Schulist, Fürther Straße 22 b, 91560 Heilsbronn, 
Tel. 0 98 72 / 97 96 30, Fax 97 96 33, 

Der mittelfränkische Jakobsweg
wurde 1992 wiederbelebt und 1995 eröffnet. Die Wegmarkierung und Pflege erfolgt durch den Fränkischen Albverein e.V. (FAV),
Heynestraße 41, 90443 Nürnberg, Tel. 09 11 / 42 95 82, Fax 42 95 92.
www.fraenkischer-albverein.de  eMail:  WolfUnger@aol.com
Beschreibung dieser Wegstrecke gegen geringe Gebühr ebenfalls beim FAW. Wir
bitten um Hinweise und gemachte Erfahrungen zur Wegstrecke an den FAV.

Der Weg von Nürnberg über Heilsbronn nach Rothenburg o.d.T. beträgt ca. 85 km. Er durchzieht die Landkreise Fürth und Ansbach. Empfehlenswert ist der Wander- und Kulturführer „Auf dem Jakobsweg von Nürnberg über Heilsbronn nach Rothenburg o.d.T.", 116 S, zahlreiche sw Abb., 2 Karten, Seehars Verlag Uffenheim. 

Informationen für Übernachtungen: Tourist Information Romantisches Franken, Am Kirchberg 4, 91598 Colmberg, 
Tel. 0 98 03 / 9 41 41,  Fax 9 41 44, 

 

Das sollten Sie wissen: 
Pfr.i.R. Paul Geißendörfer erzählte uns von dem Jakobusweg von Nürnberg nach Rothenburg o.d.T.. Wir fanden die Idee so gut, das wir eine eigene Seite auf unserer Jakobus - Homepage nur über diesen Jakobusweg integriert haben. 
Haben Sie Fragen über diesen Weg, dann nehmen bitte Kontakt auf, mit den Adressen im Impressum. 
Wollen Sie uns schreiben, dann haben Sie hier unten die Möglichkeit.

Wohin 2015 .... natürlich auf den Jakobusweg
 


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Updated: 23. November 2015  -  9:15 Uhr

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